Widerstand

Wenn man nicht verrotten möchte, sind Umkehren und Stillstand keine Option. Man braucht eine Richtung und einen konstanten Drang im Fluss zu sein und weiterzukommen. Dann kann man den Weg des geringsten Widerstands gehen.

Wer meint, dass dieser Weg, wie eine endlose Rutsche abwärts sei, der irrt sich. Um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, muss man in Bewegung sein. Wasser geht erfolgreich den Weg des geringsten Widerstands. Es drückt konstant so lange nach vorn, bis sich schließlich der nächste Weg ergibt. 

Rechercheur

Das Unbewusste ist unser privater Recherche-Assistent. Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir fragen, wie wir es erreichen können. Schriftlich und gedanklich. Einzeln oder wieder- und  wiederholt.

Die richtigen Fragen muss man sich erarbeiten. Sie sollten so konkret wie möglich sein und nur eigene Handlungsmöglichkeiten betreffen.

Aber es gibt auch viele einfache Fragen verschiedener Ausrichtungen, die auch so weiterhelfen: Wie werde ich reich? Wie werde ich so freundlich, dass ich es leicht mit Fremden habe? Wer bin ich? Was will ich wirklich? Wo bin ich glücklich? Wann bin ich glücklich? Was fällt mir leicht und tut mir gut? Was kann ich tun, damit es mir gut geht und ich mich wohl fühle?

Flow

Zu viel Wahlmöglichkeit, zu viel Freiheit überfordert den Verstand. Aber etwas Wahlfreiheit ist schön.

Eine Hilfe ist die Version des 16h-Fastens, bei der man das Frühstück auslässt. Am Morgen spart man Zeit. Wer das Frühstück auslässt, hat morgens eine Sache weniger zu tun. Das gibt Raum, für einen gelassenen Morgen und ermöglicht einen angenehmen Start in den Tag. Es ist eine Erleichterung, morgens noch nicht an Essen und seinen vollen Bauch denken zu müssen.

Auch das Mittagessen wird durch das Weglassen des morgendlichen und vormittäglichen Essens unkompliziert. Denn wer einen gesunden Hunger hat, freut sich über vieles. Auch über Gesundes, wie erstmal etwas Obst oder Nüsse und ein einfaches Essen.

Teilen

Wer ein Sofa möchte, braucht nicht zu wissen, wie man den Sofastoff webt. Wer telefonieren möchte, braucht nicht zu verstehen, wie ein Telefon funktioniert. Wer sich bewegen möchte, braucht nicht wissen, wie die Muskeln funktionierten.

Wir müssen wissen, welche Fähigkeiten wir brauchen, um unseren Unterhalt zu verdienen. Das ist Arbeitsteilung. Wir können guten Gewissens einen Großteil des möglichen Wissens ignorieren. Wenn wir Kapazität haben, können wir uns aussuchen, ob wir Kunst, Technik, Philosophen oder Handwerke verstehen möchten.

Respekt

Wer sich zurückzieht und meint, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, wird unzufrieden.

Wir möchten etwas beitragen zu der Gemeinschaft. Wir möchten uns unseren festen Platz verdienen. Wir möchten Sicherheit und Gemeinschaft.

Wahrgenommen werden, gehört werden, bekommen, was man will, gleiche oder mehr Rechte haben, als andere: das erfahren wir als Selbstbestätigung und Respekt. Es gibt uns Mut und Kraft. Wir sind intuitiv bereit, sehr viel dafür zu tun.

Es ist meist eine sinnlose Vergeudung von Energie, sich dieser inneren Selbstverständlichkeit entgegen zu stellen.

Aufräumen

Wenn alles in Unordnung ist, kann man beim Aufräumen überall anfangen. Alles muss aufgeräumt werden! Man braucht sich in den meisten Fällen nicht zu fragen, ob man am richtigen Ende angefangen hat. Jeder Handgriff bringt einen näher zum Ziel.

So ist es auch, wenn man in seinem Leben aufräumt. Schlechte Gewohnheiten ablegen, gute Gewohnheiten fördern, Finanzen, Ernährung und Gefühle in Ordnung bringen. Es ist nicht wichtig, wo man anfängt. Nur ein Start ist wirklich problematisch und der heißt: Bevor ich anfange, muss ich erstmal…

Lyrik

Die Gedanken werden der Wahrheit nicht gerecht. Worte sind ein Versuch und Musik ist ein anderer, erkennbar zu machen, was den Zauber des Lebens ausmacht. Es drängt uns zum Versuch der Erkenntnis.

Wo wir empfinden, dass uns jenseits des konkreten Ausdrucks etwas als wahr erscheint, sprühen Funken. Wir sind gebannt und beseelt im Geist und fühlen uns im Herzen leicht und frei.