Ungewiss

Ob uns das Mehr oder Weniger, das wir durch das erreichen unserer Ziele erlangen, Sicherheit und Friede in der Zukunft gegeben haben wird, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. 

Die Zukunft ist ungewiss. Unsere Ziele und die Handlungen, die wir für sie unternehmen, sind eine Sicherung der Zukunft. Aber weniger im materiellen Sinn. Vielmehr geben sie uns das Gefühl, heute und morgen das Richtige zu tun.

Wind

Wir können immer noch etwas mehr tun, noch mehr wissen, etwas mehr lernen, länger meditieren. Im Guten, wie im Schlechten. Es gibt auch immer noch welche, die noch schlimmer sind, noch skrupelloser, noch mehr Unheil anrichten.

Tugenden und Untugenden sind eine Sache für sich und sie geben uns Werte, Richtung und Erfüllung. Aber es gibt auch ein jenseits davon, das nicht zu unterschätzen ist. Wir können uns treiben lassen, ohne Wert und Ziel. Wir könne einfach sein, wie ein Blatt im Wind.

Erfolg

Mancher Erfolg ist erstmal nichts als ein Traum von einer besseren Zukunft. Man kann sagen, dass Erfolg durch das Erreichen eines Ziels zustande kommt. Aber was ist ein Erfolg wert, wenn er uns nicht nur zum Ziel gebracht hat, sondern auch in die Sucht. Was sind alle Erfolge der letzten Jahre wert, wenn sie uns auch in die Trennung zu unserer Familie gebracht haben. Und auch Geld ist nur soviel wert, wie es uns das Leben verbessern kann.

Wenn jemand Erfolg hat, dann ist etwas Erwartetes aus seinen Taten erfolgt. Mehr ist erstmal nicht passiert. Aber was ist der Erfolg, den wir uns wünschen sollen? Was ist der Erfolg, für den es sich lohnt, erfolgreich zu sein?

Es gibt Erfolge des Moments, der Situation, der Stunde, Tageserfolge, Taskerfolge und Langzeiterfolge. Das Erreichen des Ziels, ist ein Teil des Weges. Es ist nicht der krönende Abschluss! Erfolg ist nichts Großes. 

Erfolg bedeutet, dass ich mich auf dem richtigen Weg fühle. Mit Herausforderungen und guten Momenten und allem, was dazu gehört. Erfolg kann sein, wie schönes Wetter, oder wie eine Belohnung, über die man sich freut.

Unergründliches

Wir müssen die Menschen nicht immer verstehen. Die Menschen haben ihre eigene persönliche Agenda. Manchmal verstehen sie sich selbst nicht. Das ist okay.

Auch wir müssen uns selbst nicht immer verstehen. Manchmal kann man es einfach gut sein lassen und andere und sich selbst des Weges ziehen lassen. Es ist wie es ist. Man ist, wie man ist. Die Welt ist groß und unergründlich. Sie nimmt ihren Lauf und wir sind ein Teil von ihr.

Falsch

Wer meint, die Welt sollte eigentlich anders sein, wer meint, in der falschen Welt zu leben, der kann sich fragen, ob diese richtige Welt, auf die der Anspruch besteht, jemals existiert hat.

Die Welt selbst würde nie sagen, dass jemand in ihr lebt, der falsch ist. Und die Welt hat recht. Sie wird sich weiter drehen. Voller Gesellschaften, Persönlichkeiten und Meinungen. Meinungen über Gerecht und Ungerecht, Richtig und Falsch, Ja oder Nein.

Man muss sich nicht immer fühlen, als könne man es mit der ganzen Welt aufnehmen. Aber wie auch immer man sich fühlt – nur im Notfall sollten wir das Universum, die Welt, die Gesellschaft oder unser Umfeld dafür verantwortlich machen, dass die Dinge nicht so laufen, wie wir es uns vorstellen.

 

 

 

Begründungen

Wahrheiten, die ewig erklärt werden müssen, sind wenigstens verdächtig. Mit vielen Worten kann man alles ins Recht zerren. Verschwörungstheorien, Zahlenmystik und chronische Sorgen leben davon. Aber es sind auch diese Denkkonstrukte, die uns in unseren Gedankenkarussellen weiter und weiter im Kreis oder ins Nirgendwo führen.

Und tatsächlich ist es das berühmte Loslassen, das uns wenigstens kurzzeitig aus diesem Karussell aussteigen lässt. Wiederholtes und bald gewohntes Loslassen holt Menschen aus diesen Gedankenkonstrukten heraus, die sich mit endlosen Worten, Vermutungen, Begründungen und Beweisen am Leben halten möchten.