Tod

Was auch immer ist, es wird vergehen. Das Erleben des Seins ist der größtmögliche Wert. Das Leben ist reich. Es ist einzig und mystisch, wie ein verlorener Funke im Universum. Jeder Moment im Jetzt ist erfüllt von Sinn. In stetiger Veränderung erleben wir immer neu und aus neuen Perspektiven. 

Anders als der Tod. Im Nichtleben ist Nichts. Nichts verändert sich. Es gibt keinen Wandel. Wenn man das Sein dem Nichtsein gegenüberstellt, ist jeder Moment im Sein erfüllt. Voll Farben, Klängen, Emotionen, Worten und Sinn.

Ausgangspunkte

Wir befinden uns immer wieder auf irgendeinem Weg, den wir in Richtung Glück eingeschlagen haben. Dieses Glück, auf das wir zusteuern, ist das jeweilige Versprechen eines Ziels.

Und das Gefühl zu haben, auf dem richtigen Weg zu sein, ist eine der höchsten Formen von Glück. Das ersehnte Glück selbst interessiert oft nicht mehr, wenn es erreicht ist.

Trotzdem sollten Ziele gute neue Ausgangspunkte erzeugen, die es eher leichter machen, weiterzuziehen, als beschwerlicher.

Zuschauen

Wer meint, verantwortlich dafür zu sein, auf Menschen und Dinge Einfluss zu nehmen, nimmt sich damit unter Umständen Ziele vor, auf die er nicht genug Einfluss hat, um sie zu verwirklichen.

Es ist ein Glücksspiel. Der Thrill ist groß, weil der Ausgang ungewiss ist. Doch kommen wir nicht um das Gefühl herum, zu meinen, wir seien mitverantwortlich, ob wir gesegnet sind, oder verflucht.

Besser, wir betrachten die Dinge, die wir nicht beeinflussen können, als den Fluss des Lebens. Und suchen uns Ziele, deren Verwirklichungen in unserer Hand liegen.

Antworten

Viele Wahrheiten sind nicht in Worte zu fassen. Es kann viel argumenriert werden. Aber die Wahrheit ist jenseits von Gesellschaft, Gesetz und Auslegung.

Der Mensch ist eine Erscheinung im Universum. Er hat kein Hoheitsrecht über die Wirklichkeit. Er kann nur zusehen, wie er in der Unendlichkeit mit sich und seinesgleichen klar kommt. Unsere Wahrheit in Worten bezieht sich immer aufs Soziale, angefangen bei einem selbst.

Aber das Leben findet statt in etwas, das Wahrheit, Weg, Dao oder Gott genannt wird.

Fluss

Wir schauen zu, wie der Fluss fließt. Die Strömung treibt den Wandel. Unaufhörlich fließt der Fluss aus tausenden Quellen in seine Unendlichkeit und nährt und zehrt und zerrt und schiebt und rauscht und plätschert vorbei an den Seelen des Lebens.

Der Fluss ist ein Sinnbild der Ungreifbarkeit des Seins. Wir sind unterwegs in diesem Fluss von Zeit und Materie.

Und wir können jederzeit aus diesem Blickwinkel schauen, auf das, was uns umgibt. Wenn wir innehalten, spüren wir das Sein jenseits von Wort und Sinn.

Computer

Das meiste, was wir konsumieren und benutzen, produzieren wir nicht selbst. Es entsteht aus der Geschichte. Aus dem kollektiven Wissen an dessen Ende eine Umsetzung stattfindet.

 Jemand anders stellt die Früchte bereit. Jemand anders erntet den Weizen. Jemand anders backt das Brot. Und noch jemand anders bereitet zu, was wir schließlich konsumieren.

Aus dem was getan wird, um anderen Menschen das Leben zu erleichtern, entstehen Berufe. Irgendwann und irgendwo sind tausende kleine Schritte gemacht worden, damit wir die Dinge haben, die uns umgeben. Wer oder was es getan hat, ist meist unwichtig. An unserem Ende ist das Ding, das uns umgibt. Bei vielem waren Hilfsmittel wie Werkzeuge, Maschinen und Computer im Spiel.

Wo tritt nun die große Veränderung ein, wenn die sogenannte künstliche Intelligenz ins Spiel kommt. Wir befinden uns noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten für menschliche Tätigkeiten. Es geht immer weiter. Der Sinn war immer das Leben und das Leben wird sich immer füllen.

Im Daodejing steht: The Dao is like an empty vessel, which in being used will never be filled up.