Unendlichkeit

Auch wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, ist es uns wichtig, wie es weitergeht, wenn wir nicht mehr da sind. Für die sich definierende Person hat das Jetzt keine Relevanz. Dort existiert sie nicht. Die Person nährt sich aus der Unendlichkeit: dem unendlichen Weg ihrer Herkunft und dem unendlichen Weg in die Zukunft. Diese Ausdehnung der Person in beide Richtungen der Zeit ist eine Sache von unbeschreiblicher Größe und Identifikation mit der Unendlichkeit.

Antworten

Viele Wahrheiten sind nicht in Worte zu fassen. Es kann viel argumenriert werden. Aber die Wahrheit ist jenseits von Gesellschaft, Gesetz und Auslegung.

Der Mensch ist eine Erscheinung im Universum. Er hat kein Hoheitsrecht über die Wirklichkeit. Er kann nur zusehen, wie er in der Unendlichkeit mit sich und seinesgleichen klar kommt. Unsere Wahrheit in Worten bezieht sich immer aufs Soziale, angefangen bei einem selbst.

Aber das Leben findet statt in etwas, das Wahrheit, Weg, Dao oder Gott genannt wird.

Fluss

Wir schauen zu, wie der Fluss fließt. Die Strömung treibt den Wandel. Unaufhörlich fließt der Fluss aus tausenden Quellen in seine Unendlichkeit und nährt und zehrt und zerrt und schiebt und rauscht und plätschert vorbei an den Seelen des Lebens.

Der Fluss ist ein Sinnbild der Ungreifbarkeit des Seins. Wir sind unterwegs in diesem Fluss von Zeit und Materie.

Und wir können jederzeit aus diesem Blickwinkel schauen, auf das, was uns umgibt. Wenn wir innehalten, spüren wir das Sein jenseits von Wort und Sinn.

Fallen

Der Mensch kommt auf die Welt, mit der Angst abzustürzen. Und die Angst vor Absturz weitet sich vom physischen Fallen zum sozialen und finanziellen Fallen. Morgen beruflich oder finanziell schlechter dastehen als heute, davor haben die Furchtlosesten Angst. Wir definieren uns durch den Status, in dem wir uns zu Hause fühlen und die Dinge, die wir als unser eigen verstehen.

Und so sehr wir wissen, dass dies mehr Leiden als Freude verursacht, hält der Verstand daran fest. Für den Verstand geht es um den Sinn seines Lebens und die Richtung seines Strebens.

Die beste Medizin, die den Boden dieser Angst marode macht und nicht die Leber kaputt macht, ist Meditation.