Rechte

Es gibt nichts Schlimmeres, als die eigene Integrität generell in Frage zu stellen. Wer bin ich, dass ich meine, vielleicht Recht zu haben, oder ein Anrecht zu haben? Sicher kann man Fehler, die man an anderen kritisiert, auch bei sich suchen, um Verständnis zu entwickeln.

Aber Taten, Aussagen und das Leben sind immer nur ein Versuch, das Richtige zu tun und zu sagen. Und meist ist es besser, man versucht etwas und macht sich angreifbar, als man bleibt im Vagen und in den Möglichkeiten. Das gibt niemandem halt, weder anderen, noch sich selbst. Besser, man bezieht Stellung und lernt, wenn nötig dazu und bezieht dann eine neue Stellung.

Vergangenes

Wofür hat man sich im Leben schon begeistert? Von merkwürdiger Kleidung, Kinderserien, nächtlichen Tanzveranstaltungen über Musikalisches und Spirituelles bis zu bestimmten Menschen, Familiengründung, Baby- und Kleinkinderziehung, oder auch mittlerweile vollkommen veralteter Technik. Wie viele hunderte Stunden und tausende Worte haben wir in Gesprächen verbracht, mit unseren Kindheitsfreunden, Jugendfreunden und Mittzwanziger Freunden und Bekannten.

Der genaue Inhalt ist austauschbar. Aber die Werte und Prinzipien, die dahinter standen sind universell. Und so kann man seine gegenwärtigen Tätigkeiten auch betrachten. Die genauen Inhalte sind so schnell veraltet, wie die Tageszeitung. Was zählt, sind die Wahrnehmung des Momentes und die Richtungsintention.

 

Tiere

Es gibt frohe und glückliche Momente für jeden, ebenso Momente der Trauer, Unsicherheit und Sorge.

Doch wenn es bei Menschen um ein allgemeines Froher und Zufriedener geht, geht es um Qualitäts- und Quantitätsfragen.

Man kann sich gerade über Wasser halten und wenn man zur nächsten Sandbank kommt, sagen: Geht doch! Alles klar, ich bin zufrieden. Doch ein echter, tiefer Friede entwickelt sich. Er breitet sich langsam aus, wenn er genährt wird und sickert nach und nach in die Tiefe der Person. Doch bevor das passieren kann, tastet er sich langsam heran, wie ein wildes Tier und ist genau so schnell wieder verschwunden, wenn er verschreckt oder misstrauisch wird.

Angst

Der Mut ist ein Teil der Angst. Weil Mut als Gegenpol der Angst entsteht. Ohne Angst kein Mut. Wer sich mehr Mut wünscht, nährt daher die Angst. Wer sich bewaffnet nährt die Konfrontation.

Tatsächlich steht unserer angeborenen Angst nicht der Mut, sondern die Arglosigkeit gegenüber. Also besser man würde sich mehr Arglosigkeit wünschen. Mit mehr Gelassenheit kann man nüchtern großen Aufgaben entgegentreten.

Kompliziert

Es ist unglaublich, wie einfach es ist, das Leben kompliziert zu machen. Zwänge, eigene Auflagen, Nachlässigkeiten, Verkrampfung und starre Ansichten lassen uns aufbrausen, auflehnen und wütend im Kreis tanzen. Sie machen Menschen und Umgebung zu Feinden.

Werte, Gelassenheit und Toleranz öffnen die Tür zum viel gepriesenen Loslassen. Wer den Menschen und den eigenen Werten vertraut, wird gelassen, entspannt und energetisch in die richtige Richtung driften.

Manche

Einige Menschen erkennen durch Verlust was sie haben. Andere vermissen, was sie nicht mehr haben. Erfüllung oder Verbitterung – der eine wird vom einen Überrascht, der andere vom Gegenteil. Wo ist unser Einfluss darauf, was wir unmittelbar erfahren? Wie sichern wir uns ab im Leben, um zu denen gehören, die nicht verbittern?

Auch hier folgen wir Gewohnheiten und auch hier ist es gut, diese im Kleinen zu etablieren. Aus kleinen Missgeschicken die Chancen lesen. Aus kleinen Fehlern die Lehre ziehen. Durch kleine Verluste die Dankbarkeit spüren für das, was ist und war.