Neid

Wer andere beneidet verspürt ein persönliches Defizit, mit dem der Beneidete nichts zu tun hat. Die Aussage des Neids ist: Ich habe nicht genug, weil ein anderer mehr hat. Für viele Menschen hängt Lebensglück zu stark damit zusammen, mit wem sie sich gerade vergleichen.

Wie wir unsere persönliche Lage bewerten ist von unserem Umfeld abhängig. Es gibt kaum ein Entrinnen. Aber wir können dankbar sein, anstatt uns unglücklichzuvergleichen. Wir können uns Vergleichen, um uns erhaben zu fühlen, oder um uns anzuspornen und auf unseren nächsten Schritt schauen.

Belege

Die vielen Dinge des Lebens: Es ist nicht sinnvoll, sie verstehen zu wollen.  Wer nicht damit beschäftigt ist, zu entstehen, ist damit beschäftig zu vergehen.

Es braucht nicht viele Belege dafür, dass Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur verdient hat.

Einer ist der unglaubliche Text, von It’s alright ma, den er mit Anfang 20 geschrieben hat.

But I mean no harm nor put fault
On anyone that lives in a vault
But it’s alright, Ma, if I can’t please him

Nachgeben

Unsere positiven Gewohnheiten und funktionierenden Abläufe sind keine universellen Pflichten. Wenn es sich um keine gefährliche Sucht* handelt, kann ein Nachgeben aus der alltäglichen Routine auszubrechen, eine große Bereicherung sein. Bestenfalls hören wir dabei auf einen dringenden Rat des Unbewussten.

Vielleicht kommt einer unserer Werte zu kurz. Oder das Unbewusste braucht einen großen Teil unserer Energie für einen Durchbruch.

*Rausch- oder Betäubungsmittel, oder Handlungen zum direkten Nachteil anderer, wie körperliche oder verbale Gewalt

Fehler

Wer die Angst vor Fehlern, die uns in der Schule beigebracht wurde, nicht überwindet, wird seinen Sicherheitsradius nicht verlassen.

Wer sich nicht traut, Fehler zu machen, wird kaum in unbekannte Gefilde vordringen, und so Dinge auf neue Weise denken, sagen, entwickeln.

Die Person muss im Wandel bleiben. Sich immer neu erfinden, in die Unsicherheit gehen. So bleibt sie lebendig und frisch.

Missstände

Brian Tracy sagt, man soll Mehrwert schaffen. Egal, ob er einem gerade direkt zugute kommt, oder nicht. Generell soll man es sich zur Angewohnheit machen, Orte in einem besseren Zustand zu verlassen, als man sie vorgefunden hat. Hier einen Schnipsel aufheben, dort ein wenig säubern. Mehrwert schaffen.

Es ist erstmal ungewohnt, wird aber schnell zur Gewohnheit und hebt die Stimmung, wenn man es aus Prinzip und mit Freude tut.

Dylan

Es gibt für die Person weder ein endgültiges Ziel noch Stillstand. Im Scorsese-Netflix-Bob-Dylan-Film Rolling Thunder Revue, sagt Dylan wie nebenbei:

Das Leben ist nicht da, um sich selbst zu finden. Das Leben ist da, um sich selbst zu erfinden.

Suche nicht, wer du bist! Überlege, wer und was du sein willst und mache dich auf den Weg dorthin. Denn die Selbstfindung ist von Zeit unabhängig. Das erfinden der Person ist der Prozess, an dem die Person in Welt und Zeit interessiert ist.