Erfüllung

Ziele definieren den Sinn der Handlungen, die zu ihnen in Verbindung stehen. Und wir sind praktisch verrückt danach, allem und jeder Kleinigkeit einen Sinn zu geben. Wenn es keinen Sinn zu geben scheint, erfinden wir so viele Sinnmöglichkeiten, bis wir mit einer zufrieden sind.

Handlungen, die nur einem sehr kurzfristigen und vorübergehenden Ziel dienen, lassen uns mit einem leeren Gefühl zurück. Handlungen in Bezug auf Ziele, die man tatsächlich erreichen möchte, fühlen sich erfüllend an.

Vergangenes

Wofür hat man sich im Leben schon begeistert? Von merkwürdiger Kleidung, Kinderserien, nächtlichen Tanzveranstaltungen über Musikalisches und Spirituelles bis zu bestimmten Menschen, Familiengründung, Baby- und Kleinkinderziehung, oder auch mittlerweile vollkommen veralteter Technik. Wie viele hunderte Stunden und tausende Worte haben wir in Gesprächen verbracht, mit unseren Kindheitsfreunden, Jugendfreunden und Mittzwanziger Freunden und Bekannten.

Der genaue Inhalt ist austauschbar. Aber die Werte und Prinzipien, die dahinter standen sind universell. Und so kann man seine gegenwärtigen Tätigkeiten auch betrachten. Die genauen Inhalte sind so schnell veraltet, wie die Tageszeitung. Was zählt, sind die Wahrnehmung des Momentes und die Richtungsintention.

 

Warum

Warum mache ich dies hier gerade eigentlich? Diese Frage sollten wir uns viel häufiger stellen. Und wir müssen wissen: Alles, was wir tun, ist immer der Versuch, ein persönliches Bedürfnis zu erfüllen.

Wollen wir das Bedürfnis nach Ruhe mit Lärm erfüllen? Das Bedürfnis nach Anerkennung durch Schimpfen? Das Bedürfnis nach Gesundheit durch zusätzlichen Stress? Das Bedürfnis nach Freude durch Betäubung? Das Bedürfnis zu Helfen durch Egozentrik?

Wenn wir wissen, weshalb wir gerade tun, was wir tun, können wir auch besser feststellen, ob wir einen sinnvollen Weg gewählt haben.

 

Schichten

Das Leben ist vielschichtig. Unser soziales, berufliches, körperliches und geistiges Leben bedingen einander.

Wir sollten viele Ziele haben, die auf sich nicht widersprechenden Werten beruhen. Dann setzten sich diese Ziele in Beziehung zueinander. Ein einzelnes Ziel ist nicht kraftvoll genug. Ziele sind für sich gegenseitig Meilensteine, von denen man nicht sicher sein kann, welchen man zuerst passiert.

Und für jeden Lebensbereich können wir mehrere Ziele haben. Es gibt qualitative, quantitative und emotionale Komponenten. Es ist gut, viele davon zu kennen, zu berücksichtigen und für sie zu planen. Am besten schriftlich und mit System.

Teilen

Wer ein Sofa möchte, braucht nicht zu wissen, wie man den Sofastoff webt. Wer telefonieren möchte, braucht nicht zu verstehen, wie ein Telefon funktioniert. Wer sich bewegen möchte, braucht nicht wissen, wie die Muskeln funktionierten.

Wir müssen wissen, welche Fähigkeiten wir brauchen, um unseren Unterhalt zu verdienen. Das ist Arbeitsteilung. Wir können guten Gewissens einen Großteil des möglichen Wissens ignorieren. Wenn wir Kapazität haben, können wir uns aussuchen, ob wir Kunst, Technik, Philosophen oder Handwerke verstehen möchten.

Ausgangspunkte

Wir befinden uns immer wieder auf irgendeinem Weg, den wir in Richtung Glück eingeschlagen haben. Dieses Glück, auf das wir zusteuern, ist das jeweilige Versprechen eines Ziels.

Und das Gefühl zu haben, auf dem richtigen Weg zu sein, ist eine der höchsten Formen von Glück. Das ersehnte Glück selbst interessiert oft nicht mehr, wenn es erreicht ist.

Trotzdem sollten Ziele gute neue Ausgangspunkte erzeugen, die es eher leichter machen, weiterzuziehen, als beschwerlicher.