Umgebung

Stimmungen und Gefühle haben die Tendenz, sich auszubreiten. Unzufriedenheit des Einen dient nicht der Zufriedenheit des Anderen. Das mag manchmal für beruflichen oder sportlichen Erfolg stimmen und für Gewinne und Verluste. Jedoch nicht für Glück und Zufriedenheit.

Den sanften Pfad auf den Wolken des Glücks betritt, wer von zufriedenen Menschen umgeben ist. Das hat man nicht vollständig in der Hand, aber man kann die Zufriedenheit anderer beeinflussen.

Kontraste

Durstig ist es umso angenehmer etwas zu trinken und hungrig ist ein einfaches Essen eine große Freude. Das ist übrigens einer der unmittelbaren Vorteile des 16/8-Fastens.

Aus Entspannung und Trödelei freudig in eine Schaffensphase zu gleiten ist auch wie ein angenehmes Sich-Fallen-Lassen. Trödelnd eine Menge Wegzuarbeiten kann auch eine besonders effektive Arbeitsweise sein. So wie sanfte Melodien und schnelle Rhythmen sich gegenseitig erheben.

Verhandlung

Eigentlich geht es ums Zusammensein und nicht darum, unseren Willen zu bekommen. In der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg geht es nicht darum, zu bekommen was man möchte. Es ist keine Verhandlungstechnik. Es geht darum, selbst in Frieden bei sich zu bleiben. Und wenn möglich oder nötig, dem Gegenüber das gleiche zu ermöglichen.

Was wir laufend vergessen ist, dass es uns auf lange Sicht immer darum geht, im Frieden zu sein, mit uns selbst und den anderen. Dafür geben wir unser Geld aus, dafür sind wir sozial, dafür gehen wir zur Arbeit.

Auch im Spiel, geht es ums Spielen und nicht ums Gewinnen. Das Gewinnen ist Mittel zum Zweck, um Spielen zu können. Es geht um die Freude am Spiel, ums Dabeisein, um Interaktion, um Kommunikation.

Sanft

Die schönsten Symbiosen entstehen aus vereinten Gegensätzen. Das Sanfte gibt dem Kraftvollen eine besondere Legitimation. Das Grobe und das Vollendete erheben sich miteinander. Das Yin und Yang ist nicht nur ein hübsches Zeichen. Die Weisheit des Yin und Yang lehrt uns die Einheit – Erkenntnis statt Urteil.

Selbstlos

Ohne die Anderen ist nichts, was es ist. Für die Anderen kleiden wir uns und für die Anderen denken wir uns Argumente aus. Wir bilden uns von den Anderen für die Anderen. Anerkennung und Missgunst bestimmen unsere Gedanken und Taten. Was tun wir nicht alles für Status? Und unser Status ist unsere Position zwischen den Anderen. Immer geht es um das archaische: „Wer hat Vorrechte: wer wird (am besten) ernährt.“ Aber ob wir es wollen oder nicht: Unser Leben ist ein Leben für die Anderen. Sie sind unser Gott.

Und wie einen geliebten Gott, der uns das Leben schenkt – Moment für Moment – sollten wir sie würdigen und ehren.

Wahnsinn

Ein und dieselbe Handlung kann sehr anders bewertet werden, je nachdem, wer sie ausführt. Was ein 60-jähriger tut wird anders bewertet, als das, was ein 20-jähriger tut. Auch die selbe Handlung von einem 20-jährigen oder von einem 7-jährigen beurteilen wir sehr verschieden. Keine Wertung ohne Kontext. Wir brauchen Bezugssysteme, um zwischen Brillanz und Wahnsinn unterscheiden zu können. Nichts steht für für sich. Niemand ist ohne Umfeld von Bedeutung. Sich nicht all zu wichtig zu nehmen ist eine Erleichterung.

Drinnen

Was macht die Welt da draußen, während ich hier sitze und schreibe? Was macht die Welt da draußen, während du hier sitzt und dies liest?

Unsere Einstellung jetzt ist mehr die Welt da draußen, als die Welt da draußen unsere jetzige Einstellung sein kann. Obwohl das Ich erstmal klein scheint gegen das alles. Aber das alles kann nur in dem einen sein, das das Ich ist.