Wahn

Überlastung ist der falsche Weg. Unsere Zeit, Kraft und Emotionale Energie verteilen wir sinnvoll Ausgewogen auf unsere Lebensbereiche – sehr grob unterteilt in Arbeit und alles Andere. Und in jedem Bereich sollte es eine gesunde Sättigung geben. Wenn sich Sportwahn, Putzwahn, Arbeitswahn, Gesundheitswahn, Verlangen nach täglichem Rausch oder ein anderes Fass ohne Boden öffnet, dann muss das zwar nicht das ganze Lebensbereiche-System zerstören. Aber der Wahn frisst die Ressourcen.

Wir brauchen ständig Ressourcen für all das Unvorhergesehene. Krankheiten, Freunde in Schwierigkeiten, ein Kollege ist ausgefallen.

Wer keine Ressourcen hat, hat flache Wurzeln. Er steht nicht fest. Er ist schnell vom Sattel geworfen. Deshalb ist es wichtig zu bemerken, ob wir einen Bereich haben, der unsere Ressourcen frisst. Das kann Zeit, Kraft oder Emotionale Energie sein, oder alle drei. In solch einem Bereich muss man sehen, wie er dort einen Punkt macht und die nötige Entspannung für Kraftreserven zurück in sein Leben bekommt.

Kurzurlaube

Orte beeinflussen uns stark. Um Unterstützung vom Unbewussten zu bekommen, sind bestimmt Orte sehr hilfreich. Zum Entspannen, Arbeiten, Schlafen, Unterhalten, Trainieren. Kurzurlaube an unbekannte Orte sind daher besonders befreiend, weil es erstmal keine Anknüpfungspunkte gibt zu den vielen kleinen und großen Baustellen auf denen sich unser eifriger Geist befindet.

Klang

Klang wirkt auf uns. Wahrscheinlich mehr als wir denken. Ruhe ist für unseren Geist eine besondere Wohltat. Das Schallwellengewirr, dem die Eremiten schon seit Jahrtausenden entkommen möchten, hat sich heute hundertfach potenziert.

Unseren vielen so subtilen, wie unberechenbaren Gefühlsregungen liegen minimale Einflüsse zugrunde. Natürlich auch direkte Wahrnehmungen von Sinn aus Wort und Darstellung. Aber winzige und offenbare Geruchs- und Geräuschwahrnehmungen spielen in dem feinstofflichen Gefühlspalast unserer Wahrnehmung eine große Rolle. Vieles, was sich schließlich zum benannten Gefühl zusammensetzt, entsteht aus vielen Einflüssen, die jenseits sind von gut und schlecht, von Gedanke und Wort.

In der menschlichen Evolution waren die meisten Klänge unserer modernen Welt nicht vorhanden. Fast alles, was wir hören ist evolutionär noch brandneu.

Wir fühlen uns wohl mit Rauschen von Wellen, Wind und Regen. Tierlaute haben für unsere Intuition Bedeutungen, die wir gedanklich kaum noch nachvollziehen können. Und der fröhliche Gesang von Vögeln schenkt unserem Gemüt einen Frieden, den Menschen seit den Anfängen ihrer Entwicklung verspüren.

Es ist gut für unser Gemüt, schöne und sanfte Klänge zu hören. Und es ist schön wenig zu hören. Moderne Ohrstöpsel sind ein große Hilfe. Und es gibt weit mehr Gelegenheiten als man gemeinhin denken mag, um mit ihnen das Leben zu bereichern.

ICE

Es lohnt sich, zu schauen, ob für ein Ziel alles getan ist und wir bereits auf dem besten Weg sind, anstatt Energie zu verschwenden und Prozesse beschleunigen zu wollen, die uns längst sicher ans Ziel bringen werden.

Wer sich in den ICE von A nach B setzt, braucht sich nicht mehr zu fragen, wie er schneller nach B kommt. Das Ziel ist ermittelt, die Fahrkarte bezahlt und man ist auf dem schnellsten Weg. Es hilft nicht, in den vordersten Wagon zu laufen. Wir kommen auch nicht schneller ans Ziel , wenn wir den Zugführer bitten, etwas schneller zu fahren.

Es gibt Ziele, die wir physisch noch nicht erreicht haben. Aber solange wir den Zug nicht vorzeitig verlassen, brauchen wir nichts mehr tun, um anzukommen.

Was ist schon erreicht? Was ist angeleiert? Wo können wir schon neue Ziele setzten und neue Pläne schmieden und (damit) in Gang setzten?

Gewinngarantie

Zahlen und nichts erhalten ist ein schlechter Tausch. Besser man sucht sich Positivzwickmühlen:

Wer sein Unbewusstes bittet, nach einem Schlaf eine Frage zu beantworten, hat immerhin schon mal eine gute Frage gestellt.

Wer eine Selbsthypnose mit einer Lösungssuche macht, hat die Entspannung der Selbsthypnose.

Wer zum Wettkampf geht und nicht gewinnt, hat die Bewegung.

Wer macht, was er will und (noch) keinen Erfolg hat, ist frei.

 

Hypnose

Der erste Teil der Hypnose ist der Übergang in den Zustand der Trance. Dieser Übergang wird Induktion genannt. Techniken sind Countdown, Countup, Autogenes Training, Focussing, Punktuelle Konzentrationen und viele andere fertige Induktionssysteme und Kombinationen. In Trance fühlt die Person vornehmlich ein tiefes Gefühl von Frieden. Erst hinter diesem Gefühl fließt der Gedankenstrom. Aber das Friedensgefühl, nimmt den wichtigsten Teil des Bewusstseins ein.

Im zweiten Teil können Vergangenheit, Zukunft und Jetzt (Ansichten und Einstellungen) modelliert werden. Eine tiefe Entspannung und das Gefühl von großem Glück können eintreten. Werte und die Beziehung zu Zielen können gestärkt werden. Lösungen können sich wie aus dem Nichts manifestieren.

Dies alles funktioniert nicht jedesmal und sofort. Aber sie bietet eine sehr gute Chance, signifikante Aspekte des Lebens auf angenehme Weise zum Besseren zu ändern. Die Hypnose ist ein Wunderwerkzeug.

Nachgeben

Unsere positiven Gewohnheiten und funktionierenden Abläufe sind keine universellen Pflichten. Wenn es sich um keine gefährliche Sucht* handelt, kann ein Nachgeben aus der alltäglichen Routine auszubrechen, eine große Bereicherung sein. Bestenfalls hören wir dabei auf einen dringenden Rat des Unbewussten.

Vielleicht kommt einer unserer Werte zu kurz. Oder das Unbewusste braucht einen großen Teil unserer Energie für einen Durchbruch.

*Rausch- oder Betäubungsmittel, oder Handlungen zum direkten Nachteil anderer, wie körperliche oder verbale Gewalt