Luft

Wer tief einatmet ordnet den Körper so, dass Gelenke, Muskeln und Gefäße frei und locker sind. Wer tief Luft holt, korrigiert seine Haltung. Durch tiefes Luftholen weitet sich der Brustkorb. Die Schultern legen sich zurück und die Wirbelsäule streckt sich.

Außerdem wird das Blut mit Sauerstoff versorgt und das Blut versorgt Gehirn und Organe.

Durch das Beachten des Atems richtet sich der Geist auf den Moment aus. Denn der Atem findet immer im Jetzt statt. Deshalb bekommt der Atem zentrale Aufmerksamkeit in allen ganzheitlichen Sportpraktiken.

Wer regelmäßig bewusst atmet, macht es sich schnell zur Gewohnheit, weil der Effekt so deutlich ist.

Bloggen

Wer täglich für einen Blog schreibt, hat ein Messsystem für seine Verfassung. Wie ist die Zeiteinteilung? Wie erschöpft ist man? Was geht noch, wenn man erschöpft ist? Wann ist man besonders schöpferisch: morgens, abends, unterwegs, im Urlaub oder eher in einer normalen Arbeitswoche oder am Wochenende?

Man kann merken, wenn Input fehlt oder Kraft. Wenn keine Kraft ist für Standpunkte, Stellungnahmen oder konkrete Aussagen, dann braucht man wahrscheinlich etwas Ruhe, damit sich die inneren Ressourcen regenerieren können.

Zuschauen

Wer meint, verantwortlich dafür zu sein, auf Menschen und Dinge Einfluss zu nehmen, nimmt sich damit unter Umständen Ziele vor, auf die er nicht genug Einfluss hat, um sie zu verwirklichen.

Es ist ein Glücksspiel. Der Thrill ist groß, weil der Ausgang ungewiss ist. Doch kommen wir nicht um das Gefühl herum, zu meinen, wir seien mitverantwortlich, ob wir gesegnet sind, oder verflucht.

Besser, wir betrachten die Dinge, die wir nicht beeinflussen können, als den Fluss des Lebens. Und suchen uns Ziele, deren Verwirklichungen in unserer Hand liegen.

Aufmerksamkeit

Onlinemedien, Social Media, und unsere Smartphones haben mit uns mehr Blickkontakt, als reale Personen. Es sind Fässer ohne Boden. Auf diesen Plattformen finden Kämpfe statt um unsere Aufmerksamkeit. Um diese zu erlangen, arbeiten die Kämpfer sich immer dichter an unsere Triebe und Automatismen vor.

Man sollte im Vorhinein aufpassen, nicht das Schlachtfeld zu sein, auf dem diese Kämpfe ausgetragen werden.

Wir brauchen unsere Aufmerksamkeit nicht austricksen zu lassen. Vieles können wir steuern. Wir können gezielte, seriös kuratierte und endliche Informationen aufnehmen aus Zeitungen, Tonträgern und persönlichen Treffen.

Online Medien zu meiden ist eine große Zeit- und Nerveneinsparung. Wir können unsere Aufmerksamkeit für Wertvolles schützen, wenn wir unseren Handy-Bildschirm auf schwarz-weiß einstellen, das Handy nicht auf jeden Spaziergang mitnehmen und im Browser einen Adblocker anstellen.

Schlauheit

Man weiß ein paar Dinge. Wenn man ehrlich ist, sind das meiste von diesen Dingen, die man weiß, Vermutungen, Glauben und Interpretationen.

Doch neben diesen paar Dingen, die man sein Wissen nennt, weiß man ein endloses mögliches Wissen nicht.

In Relation zu dieser unendlichen Weite des Nichtwissens, ist unser aller tatsächliches Wissen verschwindend gering!

Wir brauchen uns nichts einbilden auf unsere paar Schlauheiten, mit denen wir uns durchs Leben zu manövrieren meinen.

Etwas Demut ist gesund. Um uns gut zu fühlen brauchen wir uns nicht zu vergleichen.

Loslassen 2

Segelsetzen, Driften, Entspannen und Genießen. Wo Werte und Ziele zusammenpassen, gibt es nicht viel zu tun. Die Ziele und die passenden Fragen müssen richtig formuliert sein, dann ist die wichtigste (Nicht-)Handlung das Loslassen. Das Unbewusste macht die Arbeit gern. Werte und Ziele sind der Treibstoff. Und wenn das Unbewusste genug Treibstoff hat, marschiert es los.

Ziele überprüfen, absegnen und driften. Nachjustieren ist immer einfach, viel einfacher als das Segelsetzen. Wenn man den Kopf klar hält, merkt man schnell genug, wenn man droht, vom Kurs abzukommt. 

 

Loslassen

Wenn man im Flow ist, kann man merken, dass man losgelassen hat. Das Losgelassenhaben ist ein eigenartiger Zustand. Es setzt sich zusammen aus Routine, Vertrauen und Hingabe. Man muss vertrauen, dass man selbst und das Umfeld ohne Anstrengung ineinandergreifen.

Wenn man nirgends hingeht, wenn man kein Ziel hat, kann es keinen Flow geben. Flow hat mit Schaffen und mit Richtung zu tun.

Effektivität und Leichtigkeit gehen Hand in Hand, weil das Unbewusst genau weiß, was die richtige Richtung ist und was es zu tun hat. Das Bewusste steht staunend daneben.