Sorge

Weniger Geld zu haben, als man zu brauchen meint, ist eine Last. Leicht passiert das, wenn man seine Finanzen nicht kontrolliert, stattdessen von seinen Finanzen kontrolliert wird. Dabei ist Geld trotz seiner Zählbarkeit mehr Gefühlssache, als objektiver Wert.

Ein guter Ratschlag, der seit wenigstens vielen Jahrzehnten umgeht, ist der Folgende: 10% legt man zurück, bzw. an, sobald man eine Eiserne Reserve hat, die es einem ermöglicht, die Sparrücklagen nicht anzutasten. 10% spendet man, vom Rest lebt man.

Und von jeder Einkommenserhöhung zahlt man direkt 50% konstant in die Sparanlage ein. So passt man seine Altersvorsorge seinem Lebensstandard an.

Noch eine gute Idee ist es, ein extra Konto für Sonderanschaffungen* und Urlaube zu haben. So hat man ein gutes Maß für seine nicht notwendigen höheren Ausgaben.

*Und noch etwas: Bevor man sich größere Anschaffungen durch die täglichen Kosten schönrechnet, sollte man lieber die Prozente von seinem täglichen Nettoüberschuss berechnen.

Spielen

Wer meint, etwas zu verlieren zu haben, wird im Leben weniger Risiko eingehen. Wenn Nahrung, Fortpflanzung und soziale Sicherheit da sind, wird oft krampfhaft versucht am Status Quo festzuhalten.

Materielles nicht zu hoch zu schätzen, ist eine Lebenseinstellung, die es einem ermöglicht, mehr Geld, mehr Dinge, mehr Mehr zu bekommen. Und vielleicht ist es ein unfaires Paradox, dass man es zum Teil um so eher bekommt, je gleichgültiger es einem ist.

Zucker

Was wird alles getan fürs Wachsein? Wie viel Kaffee und Zucker nehmen wir ein, um präsent, um fit, um wach zu sein?

Und was wird alles getan und eingenommen, um zur Ruhe zu kommen, um zu schlafen!

Wir brauchen einen langen Atem, um eine gewisse Balance unseres Schlaf- Wachrhythmus herzustellen. Und für ein befriedigendes Ergebnis müssen wir manchmal über unseren Tellerrand hinaus schauen. Die besten Methoden zeigen weder unmittelbare Wirkung, noch fallen sie auf Anhieb leicht. So schwer es zu verstehen sein mag: wenn wir weiter machen, wie bisher, werden wir bekommen, was wir auch vorher bekommen haben.

Tiere

Es gibt frohe und glückliche Momente für jeden, ebenso Momente der Trauer, Unsicherheit und Sorge.

Doch wenn es bei Menschen um ein allgemeines Froher und Zufriedener geht, geht es um Qualitäts- und Quantitätsfragen.

Man kann sich gerade über Wasser halten und wenn man zur nächsten Sandbank kommt, sagen: Geht doch! Alles klar, ich bin zufrieden. Doch ein echter, tiefer Friede entwickelt sich. Er breitet sich langsam aus, wenn er genährt wird und sickert nach und nach in die Tiefe der Person. Doch bevor das passieren kann, tastet er sich langsam heran, wie ein wildes Tier und ist genau so schnell wieder verschwunden, wenn er verschreckt oder misstrauisch wird.

Angst

Der Mut ist ein Teil der Angst. Weil Mut als Gegenpol der Angst entsteht. Ohne Angst kein Mut. Wer sich mehr Mut wünscht, nährt daher die Angst. Wer sich bewaffnet nährt die Konfrontation.

Tatsächlich steht unserer angeborenen Angst nicht der Mut, sondern die Arglosigkeit gegenüber. Also besser man würde sich mehr Arglosigkeit wünschen. Mit mehr Gelassenheit kann man nüchtern großen Aufgaben entgegentreten.

Kompliziert

Es ist unglaublich, wie einfach es ist, das Leben kompliziert zu machen. Zwänge, eigene Auflagen, Nachlässigkeiten, Verkrampfung und starre Ansichten lassen uns aufbrausen, auflehnen und wütend im Kreis tanzen. Sie machen Menschen und Umgebung zu Feinden.

Werte, Gelassenheit und Toleranz öffnen die Tür zum viel gepriesenen Loslassen. Wer den Menschen und den eigenen Werten vertraut, wird gelassen, entspannt und energetisch in die richtige Richtung driften.