Rechercheur

Das Unbewusste ist unser privater Recherche-Assistent. Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir fragen, wie wir es erreichen können. Schriftlich und gedanklich. Einzeln oder wieder- und  wiederholt.

Die richtigen Fragen muss man sich erarbeiten. Sie sollten so konkret wie möglich sein und nur eigene Handlungsmöglichkeiten betreffen.

Aber es gibt auch viele einfache Fragen verschiedener Ausrichtungen, die auch so weiterhelfen: Wie werde ich reich? Wie werde ich so freundlich, dass ich es leicht mit Fremden habe? Wer bin ich? Was will ich wirklich? Wo bin ich glücklich? Wann bin ich glücklich? Was fällt mir leicht und tut mir gut? Was kann ich tun, damit es mir gut geht und ich mich wohl fühle?

Jahreswechsel

Es ist gut, positiv zu reflektieren. Täglich oder fast täglich eine Sache oder ein paar Sachen aufzuschreiben, die gut gelaufen sind, oder einfach gut sind. Zum Jahreswechsel, oder einfach zwischendurch ist es erbaulich, sich 100 Dinge aufzuschreiben, die im letzten Jahr gut gelaufen sind. Erfüllte Werte, erreichte Ziele, Freuden, Errungenschaften, Genüsse, Treffen, Finanzen, Gesundheit, Bewegung, Bücher, Gelerntes, Gesagtes, Gewünschtes, Gegessenes, Geändertes.

Behauptungen

Fast alles, was man über Lebensführung, über Moral oder Ethik sagt, ist nicht abschließend wahr. Aber man kann sich aussuchen, was man glauben möchte, nach welchen Werten man leben möchte. Man kann den Lebensentwurf fördern, den man gern für sich wahr haben möchte.

Die meisten Dinge kann man von verschiedenen Seiten betrachten und man hat Einfluss darauf, welche Seite man sieht. Wenn man seinen Blick auf die Dinge entwickelt, wird man immer mehr aus dieser Perspektive, die man sich ausgesucht hat, sehen können.

Mammuth

Was ist die Angst zu scheitern? Angst, Zeit zu verlieren? Angst, dass andere oder wir selbst uns lächerlich finden? Haben wir nur diesen einen Versuch und der darf nicht misslingen? Haben wir Angst zu enttäuschen? Oder haben wir eine undefinierbare Urangst*, die uns zu absurden Ausreden verleitet? Auf jeden Fall haben wir am Ende immer Angst, uns unwohl zu fühlen.

Was wir paradoxerweise nicht berücksichtigen, ist dass wir durch Angst Zeit verlieren. Dass wir und andere unsere Angst lächerlich finden. Dass Dinge, die wir aus Angst nicht beginnen, zwangläufig misslingen. Dass wir enttäuschen, wenn wir uns nicht trauen.

Diese Angst sitzt tief. Und es ist klar, dass wir sie nicht einfach wegwischen können. Aber es ist auch klar, dass sie so eine essentielle Rolle in unseren Leben spielt, dass es sich lohnt, Zeit zu investieren und sich unsere Ängste eine nach der anderen vorzuknöpfen.

*Es lohnt sich, etwas zu scrollen und ein paar der Mammuth-Cartoons anzuschauen.

Ist

Man kann jeden Tag gute Tipps lesen, über Reframing, Meditation, Lebenseinstellungs- und Atmungstipps. Und selbst wenn man nichts davon umsetzt, profitiert man.

Man beschäftigt sich mit lösungsorientiertem Denken, man gibt seinem Geist positiven Input, man bekräftigt was man bereits für richtig hält. Jedoch einen kleinen, gravierenden, aber leicht zu korrigierenden Fehler kann man machen.

Man sollte nicht denken: Okay! Alles wird gut. Diese Suggestion ist nicht hilfreich, weil sie sich auf die Zukunft bezieht. Und die Zukunft bleibt die Zukunft.

Sprachliche Feinheiten sind wichtig. Positives Denken muss man im Präsenz formulieren! Alles ist gut.