Prophezeiungen

Wenn etwas Unwahres oft genug wiederholt wird, können wir uns irgendwann nicht mehr vorstellen, dass sie keinen Wahrheitsgehalt haben. Und über uns selbst erzählen wir und einige Dinge schon so lange und an so vielen Gelegenheit, dass wir uns mit der Erzählung verwechseln.

Wir können uns einiges, was wir über uns meinen aufschreiben und uns fragen, ob das wirklich stimmt. Ich ich nicht kochen? Lese ich langsam? Kann ich nicht räumlich denken? Bin ich immer sofort verunsichert?

Wir können uns sicher widerlegen. Und uns von da an Schritt für Schritt voranhangeln in ein andere sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Meinen

Ein Tagebuch ist ein guter Therapeut. Man kann alles erzählen. Was es auch ist. Man kann es einfach mal ausgesprochen haben und merken, wie es sich anfühlt. Wollte man etwas einfach mal gesagt haben, oder meint man etwas wirklich? Möchte man nur etwas nörgeln oder dreht sich etwas im Kreis? Es gibt schriftlich gute Möglichkeiten, Weg zu finden. Vom Problem zur Lösung, vom Negativen zum Positiven, vom Meinen zur Wahrheit.

Wählen

Wenn die Auswahl zu groß ist, kann es passieren, dass wir uns gar nicht entscheiden. Wer weiß, wer er ist, wer seine Werte und Ziele kennt, hat es leicht. Der Weg ist klar, es muss keine Entscheidung getroffen werden.

Es ist leicht, einem Pfad zu folgen, oder einer Himmelsrichtung. Wenn das Gestrüpp zu dicht ist, wissen wir nicht, wohin wir den nächsten Schritt machen sollen.

Mehr

Wenn man nicht weiß, wo man sich befindet, ist es gut, erstmal eine Tür zu öffnen und hinaus zu schauen. Dann kann man sich überlegen, was es da Draußen für einen geben könnte. Man deutet, was man sieht, überlegt sich, was dort noch sein könnte und macht sich einen Plan. Dann geht man los und guckt nach, was wirklich da draußen ist.

Und man findet viel mehr, als man sich je hätte vorstellen können.

Lenken

Ich wünschte sollten wir uns nicht sagen. Wenn man sich etwas wünscht, dann sollte man es auch sagen. Wer sich etwas wünschte, der würde sich etwas nur unter bestimmen Umständen wünschen. Wir müssen wissen, dass wir tatsächlich viele Wünsche frei haben.

Unsere Gedanken sind automatisch Gebete an unser Unbewusstes. Und das Unbewusste zieht mehr Strippen, als wir vielleicht meinen. Deshalb sollten wir uns überlegen, was wir denken wollen. Wir sollten uns überlegen, welche unserer Gedanken uns in die richtige Richtung lenken und welche in die falsche.

 

 

Fährten

Authentisch zu sein muss nicht heißen, auf der Stelle zu treten. Wir können uns bewusst dazu entscheiden, unseren Zustand zu ändern. So zu tun als ob, kann uns auf die richtige Fährte führen.

Auch wenn wir uns gerade schwach fühlen, können wir uns aufraffen. Wenn wir in Schwung gekommen sind, sind wir ausgewechselt. Das gilt genauso für unsere körperliche, wie unsere psychische Verfassung. Haltung, Mimik, Bewegung können unseren gegenwärtigen Zustand umkrempeln.  Der Wille zum Glück trägt das Glück schon in sich.

Dunkelheit

Was ist die EINE Sache, die alles einfacher machen würde? Wenn es eine Eigenschaft gäbe, bei der uns ein hervorragender Persönlichkeitsberater helfen würde, was würden wir für uns auswählen?

Diese eine Sache befindet sich auf einer großen Zielscheibe, deren Mittelpunkt sehr klein ist. Aber wer überhaupt nur die Scheibe trifft, bekommt auch schon ein paar Punkte. Wer beginnt, sich diese Frage zu stellen, hat erstmal das Gefühl, im Dunkeln zu stehen. Er muss sich erstmal an die Dunkelheit gewöhnen und weiß noch nichts von einer Zielscheibe.

Aber wir müssen uns die richtigen Fragen Stellen. Über unsere Herausforderungen und Eigenschaften, über unsere Werte und Ziele. Dann können wir beginnen Möglichkeiten zu sehen und die Wege dorthin betreten.

 

Systeme

In uns selbst, oder anderen komplexen Zusammenkünften: wenn wir etwas ändern möchten, müssen wir häufig akzeptieren, dass das gewünschte Ergebnis, viele kleine Schritte erfordert. Deshalb lohnt es sich, Meilensteine zu setzen.

Und nicht nur das. Meist haben wir es nicht nur mit einer einzelnen Stellschraube zu tun, sondern mit einem System. In diesen Systemen ist eine Sache mit einer anderen verbunden. Und all diese Verbindungen lösen sich immer wieder gegenseitig aus.

Um das Systems zu ändern, ist es eine große Hilfe, sich nur einen kleinen aber zentralen Aspekt des Systems herauszugreifen, bei dem man tatsächlich eine Chance hat, ihn konsequent zu verändern. Wenn das funktioniert, kann im Rest des Systems eine Veränderung stattfinden.

Durchbrüche

Hier und da gibt es Lösungen für Aufgaben, die wir zu bewältigen haben. Doch es gibt auch größere, persönlichere, allgemeingültigere Lösungen.

Wir können erkennen, dass wir gewisse Hürden nicht überwinden müssen und eigentlich nie überwinden mussten. Wir können merken, dass wir Dinge weglassen können, die wir nicht tun brauchen. Dinge, die uns unter Druck gesetzt haben, die Zeit gekostet haben und die uns nicht mehr helfen. Dinge, die wir schon lange mit uns rumschleppen und uns das Leben schwer machen. Sie fallen wie eine unsichtbare Last von uns ab.

Wir können ein unbestimmtes Verlangen haben. Vielleicht ein Verlangen nach einer Art von Durchbruch. Ein Durchbruch kann uns die Augen öffnen.

Und auch, wenn es nicht alle Probleme für den Rest unseres Lebens löst: wir können eine neue Perspektive einnehmen. Wir fühlen uns frei und leicht. Und das Leben bleibt interessant und neu.

Wichtigkeiten

Ist es wichtiger, Ziele zu haben und zu verfolgen, oder ist es wichtiger, im Moment zu leben?

Es kann klingen, als wären Ziele eine Sache der Zukunft und würden dem Leben im Moment widersprechen. Aber im Moment zu leben, oder möglichst viel im Hier und Jetzt zu sein, ist auch ein Ziel.

Wir haben automatisch viele Ziele: körperliche, geistige und materielle. Ziele für die nächsten Momente und Langzeitziele. Wo ein Gedankenstrom fließt ist Zeit und wo Zeit ist, sind auch Ziele. Die Frage ist, wer sie kontrolliert.

Versuchung

Wir wollen das Gute für uns, nicht das Schlechte. Doch das Negative bedingt das Positive. Unser Verstand braucht Anhaltspunkte, um zu werten und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Warum denken und reden wir über Negatives? Wir wollen das Negative erkennen und meiden, weil wir uns davor fürchten. Und wir wollen uns abgrenzen und häufig damit sagen, dass wir nicht so sind. Dass wir besser sind und dass unser Anspruch höher ist.

Aber es stimmt auch, dass wir mehr von dem bekommen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Und so lohnt es sich, ab und zu der Versuchung zu widerstehen, uns aufzuwerten, indem wir abwerten. Wir können den Blick auf das Gute und Schöne richten. Auf das, was uns gefällt, darüber sprechen und so Schritt für Schritt positiver werden.

Ersatz

Sportliche Aktivität ist ein wertvoller Baustein im Alltag. Nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Dass Sport kein Allheilmittel ist, sieht man leicht, wenn man auf Profi-Sportler oder Freizeitsportfanatiker schaut. Ein guter Baustein reicht nicht, um etwas Gutes aufzubauen.

Selbsthypnose ist eine sehr gute Möglichkeit, um Werte und Visionen zu etablieren und zu festigen. Sie ist ein fast einzigartiges Mittel, das Friede und Glück schnell erfahrbar macht.

Meditation übt den Verstand im Hier und Jetzt zu sein und still zu werden. Sie deckt den dauernden Drang des Verstandes auf, beständig umherzuschweifen zwischen Deutungen der Vergangenheit und Prognosen und Handlungsentwürfen für die Zukunft.

Sport, Selbsthypnose und Meditation sind verschiedene Tätigkeiten. Alle drei sind wunderbare Tätigkeiten. Und keine ersetzt die andere.

Wandlung

Es gibt, keine Garantie, dass wir dort ankommen, wo wir hinwollten. Sicherer ist, wer mit dem Moment im Reinen ist. Und ein Weg mit der richtigen Richtungsintention ist Teil einer guten Grundlage, um mit dem Moment im Reinen zu sein. Aber die Welt verändert sich stetig und wir mit ihr. Deshalb sollten wir unsere Ziele ab und zu mit der jetzigen Situation und unserer Einstellung abgleichen.

Auf diese Weise können wir uns in Bezug auf unsere Ziele auf einen angemessenen Spannungslevel bringen. Vielleicht haben wir alles getan und müssen warten, um den nächsten Schritt zu tun.

Vielleicht haben wir unser Ziel auch näher gewähnt, als es ist. Wer von Hamburg nach Berlin möchte, wird die Strecke nicht in einer halben Stunde zurücklegen. Egal, was er sich vorgenommen hat.

Wenn uns auffällt, dass der Weg länger ist, als gedacht, müssen wir unsere Zeitlinie verschieben, damit wir mit frischem Mut den nächsten Schritt gehen können.

Besessen

Schlechte Laune ist eine Sauerei. Sie hat viele dunkle Seiten: sie ist unangenehm, destruktiv, feindlich, mutlos, unfreundlich, pessimistisch, gewaltbereit, erniedrigend und unkonstruktiv. Wenn uns die schlechte Laune anhaftet, sind wir besessen, wie von einem Dämon. Er ergreift Besitz von uns und lässt uns nicht klar denken.

Wir müssen erkennen, wenn der Dämon in uns steckt und ihn abschütteln. Schlafen, rennen, duschen, putzen, aufräumen, hyperventilieren, oder was auch immer. Alles ist erlaubt, bis auf Betäubung und Destruktivität.

Verarbeitung

Gefühle bestimmen unser Leben. Alles, was wir tun, tun wir, um in irgendeiner Weise ein gutes Gefühl zu haben. Zwietracht zu spüren, ist eine Belastung. Eine Auseinandersetzung aus der Vergangenheit oder in der Zukunft zu spüren, gibt der Vergangenheit oder Zukunft ein Gewicht, das wir in der Gegenwart tragen.

Wie kann man diese Last leichter machen? Muss man stärker werden, oder kann man dieses virtuelle Gewicht aus der anderen Zeit reduzieren?

Wenn man sagt, man solle im Hier und Jetzt sein, dann heißt das nicht, man solle sich durch Ablenkungen in dieses Hier und Jetzt hineinzwingen. Sich in Situationen zu begeben, die extremer sind, als Gedanken und Gefühle, die einem von diesem Hier und Jetzt fernzuhalten scheinen.

Für den wahren Weg ins Hier und Jetzt brauchen wir Ausdauer. Unsere unerbetene Vorstellungswelt dehnt sich aus, oder sie schrumpft. Um ihr langsam aber sicher die Luft auszulassen, können wir Zufriedenheit und Stille suchen. Meditation und Bewegung sind eine Hilfe, um nicht mehr aufwühlenden Input zu bekommen, als wir verarbeiten können.

 

Pragmatik

Wenn wir unser Leben vereinfachen möchten, brauchen wir einen pragmatischen Ansatz. Veränderungen zu fördern hat Vorrang vor der Klärung der Vergangenheit oder dem Verständnis der Bedeutung von Symptomen.

Wenn wir immer wieder in ähnliche Probleme geraten, sollten wir versuchen zu erkennen, welche Muster sich dahinter verbergen. Wer zum Beispiel häufig zu spät kommt, kann herausfinden, ob es an einem Denkfehler in seiner Zeitberechnung liegt und sich für jeden Termin einen genauen Zeitplan notieren: Wie lange brauche ich zum Aufbruch mit Trinken, Badezimmer, Anziehen, Schlüssel suchen? Wie lang ist der Weg mit allen Wartezeiten, Zwischenstopps, Wartezeiten und vielleicht Parkplatzsuche? Wie lange brauche ich für die Reststrecke?

Wie es dazu gekommen ist, dass sich irgendwann ein Denkfehler zu einem Muster entwickelt hat, ist nicht wichtig. Hilfreich ist es, den Fehler zu beheben und eine neue Handlungs- oder Denkweise zu etablieren.

Pool

Das, was wir gerade von uns geben, was wir sagen, wie wir uns bewegen, wie wir uns fühlen, wonach uns gerade ist, denken wir uns nicht spontan aus und tun es dann. Unser Unbewusstes stellt es für uns bereit. Wir nehmen war, was passiert (was wir gerade tun) und identifizieren uns.

Es kann passieren, dass wir mit unseren Handlungen oder Gedanken intervenieren. Aber wer interveniert? Woher kommt der Impuls? Auch aus dem Unbewussten. Aus einem inneren Pool aus Worten, Werten, Bildern und Gefühlen, die sich im Gehirn tummeln, dort miteinander verknüpft und (mehr oder weniger) geordnet sind.

Was uns über den Weg läuft, findet seinen Eingang in diesen Pool und nimmt von da an Einfluss auf das, was unsere Gegenwart bestimmt. Eine besonders gute Möglichkeit, Eingang in diesen Pool zu finden, dort Suggestionen zu platzieren und die richtigen Verknüpfungen zu machen, ist Hypnose.

Werkzeug

Wir identifizieren uns mit den Dingen, die wir tun. Deshalb fällt es uns schwer, Dinge aufzugeben, auch wenn sie uns nicht mehr entsprechen. Doch die Fähigkeiten, die wir für dieses Dinge brauchen, nehmen wir mit. Und mit der Zeit setzen wir sie an sinnvolleren Stellen ein.

Die Fähigkeit, die wir zerstörerisch eingesetzt hatten, können wir konstruktiv einsetzen für Aufbau und Wachstum. In Friedenszeiten werden Waffen zu Werkzeugen.

Energieaufwand

Jeder Aufwand von Energie ist die Überwindung von Widerstand. Je kleiner wir unseren inneren Widerstand machen, desto geringere Hürden müssen wir überwinden. Daher ist es sehr ratsam, an große Aufgaben strategisch heranzugehen. Im Herzen das Ziel, vor Augen den kleinstmöglichen nächsten Schritt. 

Psychologische Tricks, die sich die Werbung zunutze macht, können wir uns auch zunutze machen, um für uns selbst unsere eigenen Ziele zu bewerben. Reframen, Emotionalisieren, den Zugang einfach machen, uns süchtig machen, schöne und kraftvolle Worte benutzen und ein Call to Action.

 

Versuchung

Wer merkt, dass nicht die anderen nervig sind, sondern man selbst schlecht gelaunt ist, ist trotzdem versucht, den anderen die Schuld zu geben. Die reine Erkenntnis ist keine Absicherung gegen eigenes Fehlverhalten. Unsere Stimmungen und Gefühle sind häufig stärker als der gute Wille. Am besten schützen wir uns durch Vorsorge. Wir können Ruhe-, Entspannungs-, Ausgleichsmethoden finden, die uns entsprechen und die uns helfen. Klassiker sind Bewegung, Kreativität, Schreiben, Therapie, Selbsthypnose und Meditation.

Torheiten

Weniger Stress im Job und dafür mehr verdienen. Wir meinen, haben zu wollen, was alle wollen, sei töricht und stehe am Ende niemandem zu. Doch wer weniger Stress im Job möchte, macht vielleicht tatsächlich einen zu stressigen Job.

Ich denke, wenn wir uns etwas wünschen, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass es keine freche Forderung ist, sondern ein berechtigter Wunsch, der uns zusteht.

Schluckauf

Ein Schluckauf verschwindet, wenn man sich erschrickt. Jeglicher Ehekrach verfliegt mit der Nachricht, dass das Kind im Krankenhaus ist. Von einem vernünftigen Schreck verschwindet fast alles: Schmerz und Grübeleien, Erstarrung, Missgunst und Ego. 

Wir können diese Macht der starken Impulse für uns nutzen. Aber nicht, um vor unserem Leben davon zu laufen. Denn wenn die kleinen Sorgen des Alltags vom Billigfernsehen (heute Instagram) überrauscht werden, entsteht langsam aber sicher ein Alltagssorgenstau. 

Aber wenn wir durch Urinstinkte überheftig reagieren , wenn wir uns im Negativen verheddert haben oder wenn die Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt erstarren lässt, können wir uns bewusst Impulse geben, die uns wieder auf den Boden der Tatsache zurückholen. Mit einer kalten Dusche bis man friert, mit Kopfstand, damit ins Schwitzen zu geraten, mit etwas Bitterem oder Scharfem. 

Kleiden

Die Wahrscheinlichkeit, dass man wird, was man sich wünscht, steigt wenn man sich schon vorher dafür gehalten hat. Und wir meinen zu sein, wen wir im Spiegel sehen.

Beim Kleiden kann es darum gehen, gepflegt und wohlhabend zu wirken, oder verwegen und stark. In beiden Fällen schützt die Kleidung nicht nur vor Wind und Wetter. Wer wollen wir sein? Was sollen die anderen denken? Für wen wollen wir uns halten?

Rechercheur

Das Unbewusste ist unser privater Recherche-Assistent. Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir fragen, wie wir es erreichen können. Schriftlich und gedanklich. Einzeln oder wieder- und  wiederholt.

Die richtigen Fragen muss man sich erarbeiten. Sie sollten so konkret wie möglich sein und nur eigene Handlungsmöglichkeiten betreffen.

Aber es gibt auch viele einfache Fragen verschiedener Ausrichtungen, die auch so weiterhelfen: Wie werde ich reich? Wie werde ich so freundlich, dass ich es leicht mit Fremden habe? Wer bin ich? Was will ich wirklich? Wo bin ich glücklich? Wann bin ich glücklich? Was fällt mir leicht und tut mir gut? Was kann ich tun, damit es mir gut geht und ich mich wohl fühle?

Jahreswechsel

Es ist gut, positiv zu reflektieren. Täglich oder fast täglich eine Sache oder ein paar Sachen aufzuschreiben, die gut gelaufen sind, oder einfach gut sind. Zum Jahreswechsel, oder einfach zwischendurch ist es erbaulich, sich 100 Dinge aufzuschreiben, die im letzten Jahr gut gelaufen sind. Erfüllte Werte, erreichte Ziele, Freuden, Errungenschaften, Genüsse, Treffen, Finanzen, Gesundheit, Bewegung, Bücher, Gelerntes, Gesagtes, Gewünschtes, Gegessenes, Geändertes.

Behauptungen

Fast alles, was man über Lebensführung, über Moral oder Ethik sagt, ist nicht abschließend wahr. Aber man kann sich aussuchen, was man glauben möchte, nach welchen Werten man leben möchte. Man kann den Lebensentwurf fördern, den man gern für sich wahr haben möchte.

Die meisten Dinge kann man von verschiedenen Seiten betrachten und man hat Einfluss darauf, welche Seite man sieht. Wenn man seinen Blick auf die Dinge entwickelt, wird man immer mehr aus dieser Perspektive, die man sich ausgesucht hat, sehen können.

Mammuth

Was ist die Angst zu scheitern? Angst, Zeit zu verlieren? Angst, dass andere oder wir selbst uns lächerlich finden? Haben wir nur diesen einen Versuch und der darf nicht misslingen? Haben wir Angst zu enttäuschen? Oder haben wir eine undefinierbare Urangst*, die uns zu absurden Ausreden verleitet? Auf jeden Fall haben wir am Ende immer Angst, uns unwohl zu fühlen.

Was wir paradoxerweise nicht berücksichtigen, ist dass wir durch Angst Zeit verlieren. Dass wir und andere unsere Angst lächerlich finden. Dass Dinge, die wir aus Angst nicht beginnen, zwangläufig misslingen. Dass wir enttäuschen, wenn wir uns nicht trauen.

Diese Angst sitzt tief. Und es ist klar, dass wir sie nicht einfach wegwischen können. Aber es ist auch klar, dass sie so eine essentielle Rolle in unseren Leben spielt, dass es sich lohnt, Zeit zu investieren und sich unsere Ängste eine nach der anderen vorzuknöpfen.

*Es lohnt sich, etwas zu scrollen und ein paar der Mammuth-Cartoons anzuschauen.

Ist

Man kann jeden Tag gute Tipps lesen, über Reframing, Meditation, Lebenseinstellungs- und Atmungstipps. Und selbst wenn man nichts davon umsetzt, profitiert man.

Man beschäftigt sich mit lösungsorientiertem Denken, man gibt seinem Geist positiven Input, man bekräftigt was man bereits für richtig hält. Jedoch einen kleinen, gravierenden, aber leicht zu korrigierenden Fehler kann man machen.

Man sollte nicht denken: Okay! Alles wird gut. Diese Suggestion ist nicht hilfreich, weil sie sich auf die Zukunft bezieht. Und die Zukunft bleibt die Zukunft.

Sprachliche Feinheiten sind wichtig. Positives Denken muss man im Präsenz formulieren! Alles ist gut.

Menschenkenntnis

Wer von sich behauptet, er hätte Menschenkenntnis, ist entweder ein Profi seines Fachs und nur darauf bezieht sich seine Menschenkenntnis. Oder er ist ein blutiger Anfänger.

Wer allgemein von Menschenkenntnis spricht, hat wahrscheinlich wenig Kenntnis von Menschen. Denn das Thema Mensch ist so groß, dass es dafür zahllose Studienfächer gibt.

Wer seine Kenntnis über die Menschen vertiefen möchte, kann die richtigen Fragen stellen: Wie funktioniere ich? Wie funktioniert das Denken? Wie funktioniert Sprache und Text? Wie funktionieren Gefühle? Wie funktionieren Sehen, Hören und Assoziation?

Hilfsmittel, um Antworten zu bekommen sind Schreiben, Meditieren, Lesen von Literatur und Meister seines Faches werden.

Götter

Götterreligionen sind sehr praktikabel. Götter symbolisierten Werte und Ethik. Auch wenn die starren Dogmen der Religionen für ein wissenschaftsbasiertes, modernes und tolerantes Leben hinderlich sein können, kann man von den Praktiken der Religionen viel lernen.

Gebete sind ein tiefer, emotionaler und ehrlicher innerer Monolog, der auf Werten basiert, von denen der betende überzeugt ist. Das Anbeten eines Gottes, der für bestimmte Werte steht, ist kraftvoller, als Zettel am Spiegel oder die Abstraktheit der reinen Worte, die diese Werte beschreiben. Auch das materiell Greifbare, das Örtliche, das Gesellschaftliche – die Opfergaben, Tempel, Rituale, sind für das Unbewusste Gold wert.

Auch die Dankbarkeit, die den Werten, die als Götter dargestellt werden, entgegengebracht werden müssen, um überhaupt um etwas bitten zu dürfen, ist psychologisch extrem sinnvoll. Dankbarkeit veredelt das Leben. Sie ist ein tiefes und positives Gefühl, die das Ich mit einem höheren Sinn verbindet.

Wer sich als Nichtreligiöser keine philosophische Struktur baut, die einen Gott der Zerstörung, des Wandels und Wiederaufbaus ersetzt, wird durch die Erkenntnisse der Wissenschaft auf Dauer keine große Freude haben.

Morgens

Wenn möglich, sollte man versuchen, ohne Wecker aufzuwachen. Dann kann sich das Unbewusste den besten Moment aussuchen.

Häufig ist nach dem Aufwachen der Kopf leer. Diese Zeit kann man nutzen, um sich für den Tag zu primen. Besser man sagt sich einige uninspirierte aber positive Sätze, als diese wichtigen ersten Worte des Tages dem Zufall oder dem morgendlich zaghaften Gemüt zu überlassen.

Lächeln

Man kann lächeln, ohne sich zu freuen. Sowie man Schokolade essen kann, ohne sie zu genießen. Wir halten das folgende Glück für selbstverständlich, aber das ist es nicht. Und es kommt auch nicht, wenn wir mehr und mehr und mehr essen. Den Funken müssen wir manchmal selbst zünden, sonst wird das Feuer nicht entfacht.

Wir können Gefühle in unserm Körper steuern. Durch Körperhaltung, Atem, Mimik, Gedanken und Bilder.

Es ist gut, freudig zu lächeln. Wer lächelt, freut sich eher über die Dinge, die ihn umgeben und den Zustand, in dem er sich befindet. Und wer lächelt, kann sich fragen, wie Glück sich anfühlt. Und wenn man lächelt, ist es leicht, Glück zu fühlen.

Harmonie

Unser Lebensinhalt, unsere erreichten und erdachten Ziele, sind organisch. Sie wachsen und entstehen. Karrieren, Beziehungen, Freundschaften, Finanzen, Muskeln und Denkstrukturen wachsen. Wie Pflanzen brauchen sie ein Fundament, Wasser und Licht.

Einiges braucht Pflege und Zuwendung. Anderes wächst stetig und stabil wie ein Baum. Einiges kann geerntet anderes betrachtet werden.

Wie in einem Garten stehen die Dinge, die unser Leben füllen, in Beziehung zueinander. Wenn sie auf harmonisierenden Werten gründen, stehen sie in Symbiose zueinander. Wenn nicht, eifern sie um die bestehenden Ressourcen.

 

Check-Ups

Viele Ziele, die wir uns vornehmen, die hauptsächlich von uns persönlich abhängig sind, können wir erreichen. Vieles ist möglich, aber es braucht Zeit und Einsatz. Und diese beiden Komponenten sind schwer einzuschätzen. Das Nötige muss getan werden, wir brauchen Vertrauen und Geduld.

Langfristige Ziele haben vielleicht zwei Jahre länger gedauert, als einst geplant. Dafür ging es danach schneller. Vielleicht haben wir uns vorgenommen, nicht mehr als 30 Stunden die Woche daran zu arbeiten, und doch haben wir ein paar Monate 60 Stunden gearbeitet. Danach wurde es aber deutlich entspannter.

Wenn wir auf dem Weg zu unseren Zielen sind, verwirklichen sie sich wie von selbst. Deshalb sind regelmäßige Check-Ups sehr hilfreich. Ab und zu müssen wir überprüfen, ob wir noch dabei sind, ob wir Fortschritte machen, auch, ob unser Unbewusstes vielleicht noch dabei ist, Ziele zu verfolgen, die wir einst hatten, uns aber gar nicht mehr interessieren.

Soulfood

Vieles von dem, was wir tun, tun wir intuitiv. Woher kommt die Intuition? Sie kommt aus unserem persönlichen Unbewussten, woher auch sonst.

Woher kommt das Unbewusste? Aus Werten, Gewohnheiten, Selbstgesprächen, Erinnerungen, Visualisierungen, Gelesenem, Gesehenem, Gehörtem und Gesagtem.

Das, womit wir uns heute füttern, ist morgen unsere Intuition.

Hypnose

Der erste Teil der Hypnose ist der Übergang in den Zustand der Trance. Dieser Übergang wird Induktion genannt. Techniken sind Countdown, Countup, Autogenes Training, Focussing, Punktuelle Konzentrationen und viele andere fertige Induktionssysteme und Kombinationen. In Trance fühlt die Person vornehmlich ein tiefes Gefühl von Frieden. Erst hinter diesem Gefühl fließt der Gedankenstrom. Aber das Friedensgefühl, nimmt den wichtigsten Teil des Bewusstseins ein.

Im zweiten Teil können Vergangenheit, Zukunft und Jetzt (Ansichten und Einstellungen) modelliert werden. Eine tiefe Entspannung und das Gefühl von großem Glück können eintreten. Werte und die Beziehung zu Zielen können gestärkt werden. Lösungen können sich wie aus dem Nichts manifestieren.

Dies alles funktioniert nicht jedesmal und sofort. Aber sie bietet eine sehr gute Chance, signifikante Aspekte des Lebens auf angenehme Weise zum Besseren zu ändern. Die Hypnose ist ein Wunderwerkzeug.

Kommunikation 4

Das Unbewußte ist ein großer Helfer. Es lässt uns vorselektiert Dinge sehen, hören und Zusammenhänge wahrnehmen. Das Unbewußte möchte das verwirklichen, was es für wahr hält. Und es kann nicht unterscheiden, zwischen erdachten Bildern und tatsächlich gesehenen Bildern. Das Unbewußte glaubt die Gedanken, die wir denken und die Worte, die wir schreiben. Es glaubt die Worte, die wir uns sagen und die Visualisierungen, die wir uns vorstellen. Was soll dein Unbewußtes für dich verwirklichen? Was kannst du dir dafür sagen? Was kannst du visualisieren? Was kannst du optisch ganz real in dein Blickfeld stellen, das dein Unbewußtes inspiriert?

Denn die Kommunikation mit dem Unbewußten ist so real, wie jede andere Kommunikation auch. Wie du in den Wald hineinrufst, so ruft es hinaus.

Selbstcoaching

Wer NLP-Methoden für sich selbst anwenden möchte, vergisst leicht, dass der externe Coach oder Therapeut, der diese Methoden anwenden soll, erst ein Vorgespräch führt. Er muss Vertrauen aufbauen, Probleme und Wünsche kennen und ergründen. Wenn er diese wichtigen und manchmal Zeitaufwendigen Aufgaben erledigt hat, kann er ein NLP-Werkzeug ansetzen.

Wer also für sich selbst Methoden anwenden möchte, die auf das Unbewusste zielen, der muss das selbe tun.

Erst muss Vertrauen aufbaut werden, zwischen den verschiedenen involvierten inneren Perönlichkeiten. Ansonsten wird die richtige Tür zum Unbewussten verschlossen bleiben. Man muss freundlich anklopfen und belegen, dass man weiß, worum es geht und dass man einen guten Plan hat, um Veränderungen vorzunehmen, die weder schmerzhaft sind, noch gefährlich.

Schieben

Wer sich regelmäßig die Frage stellt, was er vor sich herschiebt, wird Antworten bekommen. Was tun, wenn eine Antwort da ist? Wer etwas vor sich herschiebt hat seine Gründe. Und die hält das Unbewusste vor dem bewussten Denken gern sicher verborgen. Es möchte keinen Streit.

Wer etwas ändern möchte, der sollte nicht versuchen, gleich eine perfekte Visualisierung des Gewünschten zu erreichen. Das ist wie der Versuchen, einen großen Baum mit einem einzigen Axtschlag zu fällen. Es geht anders. Man tastet sich heran.

  1. Erst schaut man, womit man es zu tun hat. Man beschreibt den Ist-Zustand schriftlich.
  2. Wenn man sich an die niedergeschriebenen Worte gewöhnt hat und sich okay damit fühlt, dass dies die derzeitige Realität ist, dann kann man langsam Vermutungen von Gründen dazuformulieren.
  3. Wer nun weiß, wie er sich verhält und warum, der kann beginnen, aufzuschreiben, was er tatsächlich gern tun und wie er sich gern dabei fühlen würde. Hier ist es gut, positiv zu formulieren* – zu schreiben, was man möchte und nicht, was man nicht möchte.
  4. Nun kann man noch Worte verändern, die positiver besetzt sind. Zum Beispiel „Streit“ durch „Lösungsgespräch“ ersetzen, oder „Trödeln“ durch „Unbewußt Ressourcen analysieren“.
  5. Nun hat man einen schönen kleinen Schatz an Suggestionssätzen. Diese kann man sich wahlweise:
    • morgendlich oder irgendwann regelmäßig aufschreiben,
    • in der Selbsthypnose aufsagen
    • zu guter Musik im Kopf mitsingen
    • in der Badewanne oder zum Entspannen denken
    • vorm Einschlafen aufsagen

 

*Das alte Thema mit dem Unbewussten und den Verneinungen: Das Unbewußte denkt in Bildern und in Bildern kann es keine negierte Darstellung geben.