Orte

Ob wir übers Meer schauen, oder gegen eine Hauswand, ist nicht so wichtig, wie das, was wir an dem Ort tun, von dem aus wir schauen. Das Wo ist nicht so wichtig, wie das Was und das Wie. Die Umgebung sind Farben und Geräusche.

Ob bei der Arbeit, zu Hause auf dem Sofa, in einem Restaurant in Indien, oder in der Bretagne in Frankreich – wir sind mit unserm Verstand immer mit unseren Gedanken. Unsere Umgebung hat sehr kurzfristig und sehr langfristig einen Einfluss auf unsere Gedanken. Doch unser Verstand, die Quelle unseres Fokus, filtert, was wir sehen und hören. 

Unsere Sichtweise ist grundlegender, als unsere Aussicht.

Menschlichkeit

Wer achtlos mit Geld um sich schmeißt, zieht damit Menschen an, denen Geld wichtiger ist, als Freundschaft. Aber bedachte Großzügigkeit ist eine Tugend. Und auch dem Geld gefällt sie, da ist es sehr menschlich. Wer kommt schon gern zu jemanden, der sich an einem festkrallt und eifersüchtig mit niemandem teilen möchte?

Im Geschäftsleben kommt ein gut investierter Euro doppelt zurück. In der Großzügigkeit Glück.

Entgegnungen

Die Sorge ist eine Furcht vor dem negativen Ausgang eines Ereignisses in der Zukunft. Wir können der Sorge Vertrauen entgegensetzen. Vertrauen, dass sich die Dinge früher oder später immer wieder zum Guten wenden werden. Vertrauen, dass viele der Momente, die unser wahres Glück bedeuten, immer da sein werden. Vertrauen, dass die Zukunft gut wird. Vertrauen, dass das Jetzt gut ist.

Systeme

In uns selbst, oder anderen komplexen Zusammenkünften: wenn wir etwas ändern möchten, müssen wir häufig akzeptieren, dass das gewünschte Ergebnis, viele kleine Schritte erfordert. Deshalb lohnt es sich, Meilensteine zu setzen.

Und nicht nur das. Meist haben wir es nicht nur mit einer einzelnen Stellschraube zu tun, sondern mit einem System. In diesen Systemen ist eine Sache mit einer anderen verbunden. Und all diese Verbindungen lösen sich immer wieder gegenseitig aus.

Um das Systems zu ändern, ist es eine große Hilfe, sich nur einen kleinen aber zentralen Aspekt des Systems herauszugreifen, bei dem man tatsächlich eine Chance hat, ihn konsequent zu verändern. Wenn das funktioniert, kann im Rest des Systems eine Veränderung stattfinden.

Einbrennen

Jeden Tag vertiefen wir unsere Gewohnheiten, die guten und die schlechten. Wer sich ein neues Softskill aneignen möchte, kann sich die gewünschte Fähigkeit in seine ToDo-Liste schreiben. Das ist eine große Hilfe wenn gewohnte Handlungen, so tief verwurzelt sind, dass unser Vorhaben kaum eine Chance zu haben scheint. So sieht man sie immer wieder, wenn man aus der ToDo-Liste wissen will, was man als nächstes zu tun hat.

  • Ich höre in Gesprächen genau zu.
  • Ich gehe Dinge langsam und beharrlich an.
  • Ich bemerke jeden kleinen Erfolg und freue mich darüber.

Im Präsens in der aktiven Ich-Form. Eine Sache zur Zeit. Der Satz brennt sich nach und nach ein. Vielleicht dauert es Monate, bis man sich langsam und beharrlich umgewöhnt. Aber es wird passieren, es ist einfach und es lohnt sich.

 

Happy

Etwas nett zu meinen, kann eine Falle sein, mit der man es sich zu einfach macht. Warum sollte man für Menschen Happy Birthday singen, wenn es ihnen nicht angenehm ist? Warum gibt man Menschen Gute Ratschläge, die sie weder hören möchten, noch ausführen werden?

Geht es dabei tatsächlich darum, das Leben der anderen zu verbessern? Oder soll der Gute Wille reichen? Reicht es, dass die anderen wissen, dass wir uns um sie Sorgen und dass wir ihnen eine Freude machen oder helfen möchten?

Der Gute Wille reicht, wenn wir es nicht besser wissen. Wenn uns das Wissen, auf das es ankommt, nicht interessiert, ist es Ignoranz. Dann geht es nicht um den anderen, sondern um uns selbst.

 

Mauern

Wer einen Durchbruch will, muss etwas einzureißen haben. Es gibt Mauern, die alt sind und bröckeln und irgendwann in sich zusammenfallen. Wahrscheinlicher kommt man aber durch die Mauer, wenn man aktiv daran arbeitet.

Und es kann gut sein, dass man man nicht durch die Mauer schauen kann, bis der letzte entscheidende Schlag getan ist.