Kompliziert

Es ist unglaublich, wie einfach es ist, das Leben kompliziert zu machen. Zwänge, eigene Auflagen, Nachlässigkeiten, Verkrampfung und starre Ansichten lassen uns aufbrausen, auflehnen und wütend im Kreis tanzen. Sie machen Menschen und Umgebung zu Feinden.

Werte, Gelassenheit und Toleranz öffnen die Tür zum viel gepriesenen Loslassen. Wer den Menschen und den eigenen Werten vertraut, wird gelassen, entspannt und energetisch in die richtige Richtung driften.

Manche

Einige Menschen erkennen durch Verlust was sie haben. Andere vermissen, was sie nicht mehr haben. Erfüllung oder Verbitterung – der eine wird vom einen Überrascht, der andere vom Gegenteil. Wo ist unser Einfluss darauf, was wir unmittelbar erfahren? Wie sichern wir uns ab im Leben, um zu denen gehören, die nicht verbittern?

Auch hier folgen wir Gewohnheiten und auch hier ist es gut, diese im Kleinen zu etablieren. Aus kleinen Missgeschicken die Chancen lesen. Aus kleinen Fehlern die Lehre ziehen. Durch kleine Verluste die Dankbarkeit spüren für das, was ist und war.

Warum

Warum mache ich dies hier gerade eigentlich? Diese Frage sollten wir uns viel häufiger stellen. Und wir müssen wissen: Alles, was wir tun, ist immer der Versuch, ein persönliches Bedürfnis zu erfüllen.

Wollen wir das Bedürfnis nach Ruhe mit Lärm erfüllen? Das Bedürfnis nach Anerkennung durch Schimpfen? Das Bedürfnis nach Gesundheit durch zusätzlichen Stress? Das Bedürfnis nach Freude durch Betäubung? Das Bedürfnis zu Helfen durch Egozentrik?

Wenn wir wissen, weshalb wir gerade tun, was wir tun, können wir auch besser feststellen, ob wir einen sinnvollen Weg gewählt haben.

 

Härte

Schriftlich ausgedrückt klingt vieles härter, als es klingt, wenn man es sagt. Deshalb übermittelt man Kritik am besten gesprochen. Eine positive Nuance in der Betonung kann den ganzen Sinn verändern. Aber auch auf schriftlich erfahrene Kritik – und eine nicht eindeutige Bejahung klingt schriftlich oft schon nach Abweisung- reagiert man am besten mündlich oder persönlich. So erfährt man deutlich besser, woran man wirklich ist.

Zeitdruck

Es ist immer gut, sich zu entscheiden. Doch Entscheidungen in Wut und Angst sind nur zu empfehlen, wenn Zeitdruck es nicht anders zulässt, oder wenn diese starken negativen Gefühle notwendig sind, um überhaupt eine Entscheidung zu treffen.

Allgemein kann man sagen, dass Aufregung zum Handeln motivieren soll. Es lohnt sich nicht, sich aufzuregen, wenn keine Handlung folgt. Allerdings ist es gut abzuwarten, bis man einen klaren Kopf hat, um sich nicht für eine destruktive Handlung zu entscheiden, sondern für eine konstruktive Lösung.

Natürlich: am besten entscheidet man die wichtigen Dinge, wenn sie noch nicht dringend sind. Denn die besten Handlungen folgen aus einer positiven Haltung und aus Besonnenheit und Überlegung. 

Schichten

Das Leben ist vielschichtig. Unser soziales, berufliches, körperliches und geistiges Leben bedingen einander.

Wir sollten viele Ziele haben, die auf sich nicht widersprechenden Werten beruhen. Dann setzten sich diese Ziele in Beziehung zueinander. Ein einzelnes Ziel ist nicht kraftvoll genug. Ziele sind für sich gegenseitig Meilensteine, von denen man nicht sicher sein kann, welchen man zuerst passiert.

Und für jeden Lebensbereich können wir mehrere Ziele haben. Es gibt qualitative, quantitative und emotionale Komponenten. Es ist gut, viele davon zu kennen, zu berücksichtigen und für sie zu planen. Am besten schriftlich und mit System.

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Wer ein Sofa möchte, braucht nicht zu wissen, wie man den Sofastoff webt. Wer telefonieren möchte, braucht nicht zu verstehen, wie ein Telefon funktioniert. Wer sich bewegen möchte, braucht nicht wissen, wie die Muskeln funktionierten.

Wir müssen wissen, welche Fähigkeiten wir brauchen, um unseren Unterhalt zu verdienen. Das ist Arbeitsteilung. Wir können guten Gewissens einen Großteil des möglichen Wissens ignorieren. Wenn wir Kapazität haben, können wir uns aussuchen, ob wir Kunst, Technik, Philosophen oder Handwerke verstehen möchten.