Neid

Wer andere beneidet verspürt ein persönliches Defizit, mit dem der Beneidete nichts zu tun hat. Die Aussage des Neids ist: Ich habe nicht genug, weil ein anderer mehr hat. Für viele Menschen hängt Lebensglück zu stark damit zusammen, mit wem sie sich gerade vergleichen.

Wie wir unsere persönliche Lage bewerten ist von unserem Umfeld abhängig. Es gibt kaum ein Entrinnen. Aber wir können dankbar sein, anstatt uns unglücklichzuvergleichen. Wir können uns Vergleichen, um uns erhaben zu fühlen, oder um uns anzuspornen und auf unseren nächsten Schritt schauen.

Belege

Die vielen Dinge des Lebens: Es ist nicht sinnvoll, sie verstehen zu wollen.  Wer nicht damit beschäftigt ist, zu entstehen, ist damit beschäftig zu vergehen.

Es braucht nicht viele Belege dafür, dass Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur verdient hat.

Einer ist der unglaubliche Text, von It’s alright ma, den er mit Anfang 20 geschrieben hat.

But I mean no harm nor put fault
On anyone that lives in a vault
But it’s alright, Ma, if I can’t please him

Biographie

Der Trick mancher Filme ist es, erst den spektakulären Ausgang der Geschichte zu erzählen,um dann mit dem Anfang der Geschichte zu beginnen. Drei Wochen vorher.

So funktionieren auch Biographien von großen Persönlichkeiten. Die ödeste Kindheit wird spannend, wenn man weiß, dass sie Teil einer steilen Karriere ist.

Was passiert mit deinem Jetzt, wenn du es in Perspektive zu deinem erlangten Ziel setzt?

Nachgeben

Unsere positiven Gewohnheiten und funktionierenden Abläufe sind keine universellen Pflichten. Wenn es sich um keine gefährliche Sucht* handelt, kann ein Nachgeben aus der alltäglichen Routine auszubrechen, eine große Bereicherung sein. Bestenfalls hören wir dabei auf einen dringenden Rat des Unbewussten.

Vielleicht kommt einer unserer Werte zu kurz. Oder das Unbewusste braucht einen großen Teil unserer Energie für einen Durchbruch.

*Rausch- oder Betäubungsmittel, oder Handlungen zum direkten Nachteil anderer, wie körperliche oder verbale Gewalt

Fehler

Wer die Angst vor Fehlern, die uns in der Schule beigebracht wurde, nicht überwindet, wird seinen Sicherheitsradius nicht verlassen.

Wer sich nicht traut, Fehler zu machen, wird kaum in unbekannte Gefilde vordringen, und so Dinge auf neue Weise denken, sagen, entwickeln.

Die Person muss im Wandel bleiben. Sich immer neu erfinden, in die Unsicherheit gehen. So bleibt sie lebendig und frisch.