Widerstand

Wenn man nicht verrotten möchte, sind Umkehren und Stillstand keine Option. Man braucht eine Richtung und einen konstanten Drang im Fluss zu sein und weiterzukommen. Dann kann man den Weg des geringsten Widerstands gehen.

Wer meint, dass dieser Weg, wie eine endlose Rutsche abwärts sei, der irrt sich. Um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, muss man in Bewegung sein. Wasser geht erfolgreich den Weg des geringsten Widerstands. Es drückt konstant so lange nach vorn, bis sich schließlich der nächste Weg ergibt. 

Feuer

Ob beim Lernen, Trainieren, dem Aufbau eines Geschäfts oder einer Freundschaft: Eine Starthilfe ist von großem Wert. Aber etwas daraus zu machen, kostet Mühe und Anstrengung, Langeweile und Durchhaltevermögen.

Jegliche Aufbaustrecken bestehen zu großen Teilen aus Plateaus. Diesen langen Strecken, auf denen wir uns mühen und weiterschleppen, ohne vom Gefühl belohnt zu werden, tatsächlich weiter zu kommen.

Wenn ein Funke zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann er ein Interessefeuer entfachen. Und angesichts des schnellen Lichts und der schnellen Wärme, die dieses Strohfeuer liefert, sind wir motiviert, aus der nahen Umgebung alles Brennbare zu holen und hineinzuschmeißen.

Mühsamer wird es, die großen Stämme zu holen, die lange brennen. Aber dies ist das Feuer, das uns nachhaltig versorgt, das andere anzieht und die wahre Grundlage bietet, etwas zu erschaffen.

Pause

Nach einer Anstrengungsperiode ohne echte Pausen, wird man innerlich wie leer. Die Kraft, die nötig ist, eine Aussage zu Ende zu bringen, oder sich für Gedanken, Systeme oder Erkenntnisse zu begeistern, ist erschöpft. Wenn Kraft und Quelle und diese Bestimmtheit, die man braucht, um sich zu melden und das Wort zu erheben, schlafen, braucht man eine Pause.

Gemeinschaft

Es ist erstaunlich, wozu eine Person fähig ist, wenn sie es für andere tut. Für andere können wir Herausforderungen annehmen und über uns selbst hinauszuwachsen. Eltern sind für ihre Kinder über Jahre die halbe Nacht wach. Menschen springen über ihren Schatten, um aus ihrem Trott zu kommen und das nötige Geld für ihre Familie zu verdienen. Und im Krieg kämpfen Menschen um Leben und Tod.

Der Mensch ist sozial. Was uns zu Höchstform treibt, sind die anderen und was sie über uns denken.

Es ist gut, wenn man versteht, dass wir ohne die Gemeinschaft Antrieb und Nutzen verlieren. Deshalb ist es wichtig zu prüfen, mit wem wir uns umgeben.

Sorge

Weniger Geld zu haben, als man zu brauchen meint, ist eine Last. Leicht passiert das, wenn man seine Finanzen nicht kontrolliert, stattdessen von seinen Finanzen kontrolliert wird. Dabei ist Geld trotz seiner Zählbarkeit mehr Gefühlssache, als objektiver Wert.

Ein guter Ratschlag, der seit wenigstens vielen Jahrzehnten umgeht, ist der Folgende: 10% legt man zurück, bzw. an, sobald man eine Eiserne Reserve hat, die es einem ermöglicht, die Sparrücklagen nicht anzutasten. 10% spendet man, vom Rest lebt man.

Und von jeder Einkommenserhöhung zahlt man direkt 50% konstant in die Sparanlage ein. So passt man seine Altersvorsorge seinem Lebensstandard an.

Noch eine gute Idee ist es, ein extra Konto für Sonderanschaffungen* und Urlaube zu haben. So hat man ein gutes Maß für seine nicht notwendigen höheren Ausgaben.

*Und noch etwas: Bevor man sich größere Anschaffungen durch die täglichen Kosten schönrechnet, sollte man lieber die Prozente von seinem täglichen Nettoüberschuss berechnen.

Rechercheur

Das Unbewusste ist unser privater Recherche-Assistent. Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir fragen, wie wir es erreichen können. Schriftlich und gedanklich. Einzeln oder wieder- und  wiederholt.

Die richtigen Fragen muss man sich erarbeiten. Sie sollten so konkret wie möglich sein und nur eigene Handlungsmöglichkeiten betreffen.

Aber es gibt auch viele einfache Fragen verschiedener Ausrichtungen, die auch so weiterhelfen: Wie werde ich reich? Wie werde ich so freundlich, dass ich es leicht mit Fremden habe? Wer bin ich? Was will ich wirklich? Wo bin ich glücklich? Wann bin ich glücklich? Was fällt mir leicht und tut mir gut? Was kann ich tun, damit es mir gut geht und ich mich wohl fühle?