Sorgen

Wir möchten gesehen werden. Und uns gleichzeitig schützen vor der Einschätzung der anderen. Wir schützen uns, indem wir nur einiges von uns preisgeben. Wir schützen uns, indem wir uns anders darstellen als wir sind. Andere sollen nicht von uns denken, dass wir so sind, wie wir sind und dass wir denken, wie wir denken.

Wir sorgen uns, um die zahllosen Kleinigkeiten in uns und um uns. Wir möchten nicht als zu arm oder reich, zu eitel oder selbstvergessen, nicht als zu wissend oder zu unwissend angesehen werden.

Doch vor welchen Eventualitäten soll man sich schützen? Es kann immer jemand kommen, sich eine Einzelheit heraussuchen und sie als falsch darstellen. Es kann so viel passieren. Um das Leben und die Zukunft zu kontrollieren, brauchen wir mehr Vertrauen, um in Frieden zu leben, als ein Mensch aufbringen kann. 

Wenn wir uns geben, wie wir sind, ist es einfacher, mit den Menschen zusammenzufinden, die zu uns passen. Und es ist deutlich weniger anstrengend.

2 Kommentare zu „Sorgen

  1. Authentisch sein heißt das Zauberwort, aber dann muss man auch alles offenbaren, nicht nur seine hellen Seiten. Das ist ja das Problem der Gutmenschen, dass sie immer nur ihre lichte Seite zeigen und sich dann ihre dunkle Seite verselbständigt und dann der innere Wolf neben dem Lamm steht und es auslacht. Wir alle tragen Gott und Teufel in uns, sieht man ja an vielen Priestern, die Gott heiligen und nach dem Wort leben: Lasset die Kindlein zu mir kommen .. LG Sven

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