Figuren

Zu selten passiert es, dass Menschen ihren Standpunkt erklären. Im Film sollen die Figuren Handeln anstatt zu reden. Mit dem dramaturgischen Mittel, dass Figuren sich nicht erklären, um sich anderen verständlich zu machen, werden die zwischenmenschlichen Spannungen im Film künstlich hoch gehalten.

Wir sind glücklicherweise keine Figuren, deren Daseinsberechtigung dadurch entsteht, dass wir in Konflikten leben. Wir dürfen uns unser Recht, uns zu erklären, zunutze machen.

Desinfizierung

Auch psychische Verletzungen verursachen Wunden. Wenn wir verletzt worden sind (oder uns verletzt haben), müssen wir unsere Wunde pflegen. Wenn wir sie ignorieren, oder sogar weiterhin stark belasten, fügen wir uns Schaden zu.

Wenn wir verletzt worden sind, müssen wir es merken und akzeptieren. Wir müssen die Wunde reinigen, dass kann schmerzhaft sein. Wir müssen die Wunde schützen. Wenn sie stark ist, nicht nur die Wundstelle: der ganze Körper braucht Ruhe. Vielleicht brauchen wir etwas Hilfe.

Psychische Verletzungen können wir spüren. An unserer Haltung, unserem Appetit, daran, ob sich unangenehme Gedanken im Kreis drehen. Wir sind alle verletzbar. Wer es nicht ist, lebt zurückgezogen in einer Rüstung. Auch Thich Nhat Hahn sagt, dass er nach Gesprächen, in denen es um Unfrieden ging, eine Weile in Ruhe herumläuft, um sich wieder zu sammeln. (Peacefull Walking).

Gemeinschaft

Es ist erstaunlich, wozu eine Person fähig ist, wenn sie es für andere tut. Für andere können wir Herausforderungen annehmen und über uns selbst hinauszuwachsen. Eltern sind für ihre Kinder über Jahre die halbe Nacht wach. Menschen springen über ihren Schatten, um aus ihrem Trott zu kommen und das nötige Geld für ihre Familie zu verdienen. Und im Krieg kämpfen Menschen um Leben und Tod.

Der Mensch ist sozial. Was uns zu Höchstform treibt, sind die anderen und was sie über uns denken.

Es ist gut, wenn man versteht, dass wir ohne die Gemeinschaft Antrieb und Nutzen verlieren. Deshalb ist es wichtig zu prüfen, mit wem wir uns umgeben.

Rechercheur

Das Unbewusste ist unser privater Recherche-Assistent. Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir fragen, wie wir es erreichen können. Schriftlich und gedanklich. Einzeln oder wieder- und  wiederholt.

Die richtigen Fragen muss man sich erarbeiten. Sie sollten so konkret wie möglich sein und nur eigene Handlungsmöglichkeiten betreffen.

Aber es gibt auch viele einfache Fragen verschiedener Ausrichtungen, die auch so weiterhelfen: Wie werde ich reich? Wie werde ich so freundlich, dass ich es leicht mit Fremden habe? Wer bin ich? Was will ich wirklich? Wo bin ich glücklich? Wann bin ich glücklich? Was fällt mir leicht und tut mir gut? Was kann ich tun, damit es mir gut geht und ich mich wohl fühle?

Jahreswechsel

Es ist gut, positiv zu reflektieren. Täglich oder fast täglich eine Sache oder ein paar Sachen aufzuschreiben, die gut gelaufen sind, oder einfach gut sind. Zum Jahreswechsel, oder einfach zwischendurch ist es erbaulich, sich 100 Dinge aufzuschreiben, die im letzten Jahr gut gelaufen sind. Erfüllte Werte, erreichte Ziele, Freuden, Errungenschaften, Genüsse, Treffen, Finanzen, Gesundheit, Bewegung, Bücher, Gelerntes, Gesagtes, Gewünschtes, Gegessenes, Geändertes.