Glanz

Einiges bleibt gut. Einiges wird besser. Einiges verliert seinen Glanz. Einiges verliert an Brisanz, um dann zögerlich und stetig an Tiefe zu gewinnen.

Vieles ist kurz höchst begehrenswert und dann schnell totaler Schrott. Vieles will man haben, weil viele es haben. Einiges will man haben, weil es sonst keiner hat.

Die Welt der Dinge, des Geldes, die Welt von Ansehen, Prestige und Ich-Erweiterung ist Alltag.

Gute Nahrungsmittel und gutes Essen erhöhen Moral, Gesundheit und Selbstrespekt.

Literatur, Lyrik und Sachbücher sind immer eine gute Investition. Wissen ist oft nicht in Geld zu messen. Und Sprache ist das grundlegende Gut unseres Verstandes.

Bei Alltagsgegenständen ist das Haltbare dem Modernen vorzuziehen. Küchengeräte, Möbel und Kleidung sollten haltbar und zeitlos sein. Dagegen sind Gimmicks und technischer Kram oft unnütz und teuer.

Einen edlen PC braucht kaum jemand, eine sehr gute Maus ist oft weit sinnvoller. Teure Kopfhörer sind gut für professionelle Audio-Arbeiten, aber Unterwegs braucht man fast nie brillanten Sound. Eine teure Kamera ist für die meisten unnütz. Die Welt quillt über von Fotos. Und Erinnerungen sind mit der Handy-Kamera meist der beste Weg für Nachbearbeitung und Cloudspeicher.

Luxus im allgemeinen ist überflüssig, aber okay, wenn man ihn sich leisten kann.

Anhalten

Wer spricht ist bei sich und seinem Ausdruck, bei den paar Worten, die die Wirklichkeit beschreiben sollen.

Wer innehält und hört, taucht in die Welt. Wer in die tiefe taucht, dem wird die Luft knapp. Und so ist der Einsatz der gedachten Worte, die das Schnappen nach Luft des Verstandes. Aber Worteanhalten kann man noch besser üben, als Luftanhalten. In die Welt hören ist eine gute Möglichkeit.

Und vielleicht werden die paar Gedanken, die die Wahrheit beschreiben sollen mit der Zeit tiefer und wahrer.

Einbahnstraße

Die meisten werden nie erfahren, wie es sich anfühlt, alles verloren zu haben. Keine Unterkunft, keine Freunde, kein Geld, kein Job, keine Perspektive, keine Hintertür. Und auf Probe kann man es nicht erleben. Wahrscheinlich ist es eine weit interessantere und tiefere Erfahrung, als umschwirrt von tollen Freunden und glücklicher Familie jenseits aller Geldsorgen zu leben.

Aber auch wenn es romantisch klingt: niemand möchte dorthin. Wir befinden uns in einer Einbahnstraße. Wir möchten leben. Wachsen, Verbinden, Sprechen, Essen, Lieben, Helfen. Das ist unsere Natur.

Soulfood

Vieles von dem, was wir tun, tun wir intuitiv. Woher kommt die Intuition? Sie kommt aus unserem persönlichen Unbewussten, woher auch sonst.

Woher kommt das Unbewusste? Aus Werten, Gewohnheiten, Selbstgesprächen, Erinnerungen, Visualisierungen, Gelesenem, Gesehenem, Gehörtem und Gesagtem.

Das, womit wir uns heute füttern, ist morgen unsere Intuition.

Belege

Die vielen Dinge des Lebens: Es ist nicht sinnvoll, sie verstehen zu wollen.  Wer nicht damit beschäftigt ist, zu entstehen, ist damit beschäftig zu vergehen.

Es braucht nicht viele Belege dafür, dass Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur verdient hat.

Einer ist der unglaubliche Text, von It’s alright ma, den er mit Anfang 20 geschrieben hat.

But I mean no harm nor put fault
On anyone that lives in a vault
But it’s alright, Ma, if I can’t please him

Verhandlungssachen

Wo Zusammenkunft und Kommunikation sind, ist Geben und Nehmen. Das Geben kann das Nehmen von Gesellschaft sein. Das Nehmen kann das Geben von Anerkennung sein. Überall werden Handel getrieben. Handel ist ein Austausch von Werten, die wir zu bieten haben.   

Es ist gut, wenn man weiß, was der andere will. Der direkte Weg ist oft der Beste. Auch in der Kommunikation. Hinschauen, Zuhören, Nachfragen. Wer es lernt, zu verhandeln, der lernt auch, herauszufinden was der andere wirklich will. Das steigert die Möglichkeit einer Win-Win-Situation.