Trikots

Wer mit aufs Spielfeld will, muss sich ein passendes Trikot anziehen.

Wer einen Kredit möchte, erhöht die Wahrscheinlichkeit ihn zu bekommen, wenn er äußerlich zeigt, dass er das Vertrauen wert ist. Wer Teil einer Gemeinschaft sein möchte, der sollte zeigen, dass er bis zu einem gewissen Grad bereit ist, sich anzupassen.

Um unsere Individualität leben zu können, kann es helfen, sich anzupassen.

Perfekt

Wenn zu perfekt, lieber Gott böse.

Und es stimmt. Denn es geht immer noch besser, weiter und feiner. Je perfekter etwas ist, desto deutlicher wird der kleinste Makel. Das ist kein Aufruf zu Schludrigkeit und Nachlässigkeit.

Es sollte als Aufruf zu genau definierten Zielen verstanden werden. Besser, so gut wie möglich, oder perfekt sind relative Werte und damit für Zielsetzung nicht sinnvoll.

Wir müssen aufpassen, dass unsere Ziele praktikabel, effizient und endlich sind. Sonst kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste und erreichen nie das Ziel.

Respekt

Wer sich zurückzieht und meint, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, wird unzufrieden.

Wir möchten etwas beitragen zu der Gemeinschaft. Wir möchten uns unseren festen Platz verdienen. Wir möchten Sicherheit und Gemeinschaft.

Wahrgenommen werden, gehört werden, bekommen, was man will, gleiche oder mehr Rechte haben, als andere: das erfahren wir als Selbstbestätigung und Respekt. Es gibt uns Mut und Kraft. Wir sind intuitiv bereit, sehr viel dafür zu tun.

Es ist meist eine sinnlose Vergeudung von Energie, sich dieser inneren Selbstverständlichkeit entgegen zu stellen.

Okay

Es ist okay, nicht alle und alles und jeden Zustand und jedes Wetter zu mögen. Es ist auch okay, nicht von jedem und allen gemocht zu werden. Es ist okay, von einigen verachtet zu werden. Und es ist okay, von sehr vielen nicht wahrgenommen zu werden.

Hingegen ist es wie ein Wunder, hier und da mit einer Person eine Wellenlänge zu haben. Wenn da jemand ist, der einem auffällt, der einem merkwürdig weniger egal ist.

Es ist besonders, dass Menschen da sind, mit denen man Verbindungen eingeht, zwischen all den Menschen, mit denen man keine eingeht. Wir müssen sie würdigen, wie eine gefundene Nadel im Heuhaufen.

Schmerz

So vergeht der Schmerz langsam. Tag für Tag, Woche für Woche. Erst kann man die Finger wieder bewegen. Dann langsam die Hand auf und ab. Erst kann man etwas ganz Leichtes halten, bald eine Türklinke drücken. Dann kann man sich schon wieder aufstützen und man wird nur in Extremsituationen erinnert, dass überhaupt etwas war.

Und genauso lernt man etwas. Erst merkt man nur, dass gar nichts geht. Und bald weiß man nicht mehr, was man daran nicht können könnte. So kann man das Können als Normalzustand in der Zukunft betrachten, den man wiedererlangen wird, wenn etwas Zeit und nach und nach vergehendes Unwohlsein verstrichen sind.

Teilnehmer

Es lohnt sich, in Menschen grundsätzlich die besten Intentionen zu vermuten. Selbstverständlich anderen den Vortritt zu lassen und unter Menschen so umsichtig zu sein, als würde man in derselben Mannschaft spielen.

Wer dies tut, zum Beispiel im Straßenverkehr oder beim Einkaufen, wird eine freundliche Welt erleben, in dem das Miteinander eine große Bereicherung ist.

Auch mit Fremden in unpersönlichen Situationen können wir Freundlichkeit genießen – die unseres Gegenübers und unsere eigene.

Schokolade

In Indien ist Schokolade lange nicht so beliebt, wie in Deutschland. Das liegt daran, dass der Geschmack von Schokolade sich in einer bestimmten Temperaturspanne besonders gut entfaltet. Zu kühl ist der Geschmack stumpf. Zu warm ist die Konsistenz unbefriedigend weich.

Was wir gern haben, entwickelt sich aus unserer Umgebung, unseren Vergleichen und Gewohnheiten. Unsere Objektivitäten entstehen aus unseren einzigartigen Entwicklungen. So gibt es für jeden viele Entwicklungsnuancen. So explodiert die Welt des Seins in alle Richtungen und schafft sich alle erdenklichen Wahrheiten. Wir haben das Glück ein Teilchen darin zu sein.