Orte

Ob wir übers Meer schauen, oder gegen eine Hauswand, ist nicht so wichtig, wie das, was wir an dem Ort tun, von dem aus wir schauen. Das Wo ist nicht so wichtig, wie das Was und das Wie. Die Umgebung sind Farben und Geräusche.

Ob bei der Arbeit, zu Hause auf dem Sofa, in einem Restaurant in Indien, oder in der Bretagne in Frankreich – wir sind mit unserm Verstand immer mit unseren Gedanken. Unsere Umgebung hat sehr kurzfristig und sehr langfristig einen Einfluss auf unsere Gedanken. Doch unser Verstand, die Quelle unseres Fokus, filtert, was wir sehen und hören. 

Unsere Sichtweise ist grundlegender, als unsere Aussicht.

Menschlichkeit

Wer achtlos mit Geld um sich schmeißt, zieht damit Menschen an, denen Geld wichtiger ist, als Freundschaft. Aber bedachte Großzügigkeit ist eine Tugend. Und auch dem Geld gefällt sie, da ist es sehr menschlich. Wer kommt schon gern zu jemanden, der sich an einem festkrallt und eifersüchtig mit niemandem teilen möchte?

Im Geschäftsleben kommt ein gut investierter Euro doppelt zurück. In der Großzügigkeit Glück.

Entgegnungen

Die Sorge ist eine Furcht vor dem negativen Ausgang eines Ereignisses in der Zukunft. Wir können der Sorge Vertrauen entgegensetzen. Vertrauen, dass sich die Dinge früher oder später immer wieder zum Guten wenden werden. Vertrauen, dass viele der Momente, die unser wahres Glück bedeuten, immer da sein werden. Vertrauen, dass die Zukunft gut wird. Vertrauen, dass das Jetzt gut ist.

Happy

Etwas nett zu meinen, kann eine Falle sein, mit der man es sich zu einfach macht. Warum sollte man für Menschen Happy Birthday singen, wenn es ihnen nicht angenehm ist? Warum gibt man Menschen Gute Ratschläge, die sie weder hören möchten, noch ausführen werden?

Geht es dabei tatsächlich darum, das Leben der anderen zu verbessern? Oder soll der Gute Wille reichen? Reicht es, dass die anderen wissen, dass wir uns um sie Sorgen und dass wir ihnen eine Freude machen oder helfen möchten?

Der Gute Wille reicht, wenn wir es nicht besser wissen. Wenn uns das Wissen, auf das es ankommt, nicht interessiert, ist es Ignoranz. Dann geht es nicht um den anderen, sondern um uns selbst.

 

Mauern

Wer einen Durchbruch will, muss etwas einzureißen haben. Es gibt Mauern, die alt sind und bröckeln und irgendwann in sich zusammenfallen. Wahrscheinlicher kommt man aber durch die Mauer, wenn man aktiv daran arbeitet.

Und es kann gut sein, dass man man nicht durch die Mauer schauen kann, bis der letzte entscheidende Schlag getan ist.

Angst

Es gibt eine gefühlte Angst vor Dingen, die direkt vor einem liegen. Es sind Ängste, die kaum definieren werden können. Wir wissen, wovor wir Angst haben, aber nicht warum.

Wenn wir Angst haben, vor einer Gruppe zu sprechen, dann ist das keine konkrete Angst, ausgelacht zu werden, sonder eine Urangst. Diese Arten von Ängsten sind unter Menschen verschieden stark veranlagt. Es sind angeborene Eigenschaften wie Introvertiertheit und Extrovertiertheit, wie der Augenabstand, Körpergröße und Haarfarbe.

Es gibt Hunde mit ruhigem Gemüt, Hunde, die viel bellen, Hunde, die gern spielen. Das liegt  nicht an ihrer Erziehung. Es ist Teil des genetisch angeborenen Charakters.

Vielleicht finden wir einen Weg, mit unserer Angst umzugehen und friedlich mit ihr zu leben. Vielleicht verändern wir uns und brauchen die Angst nicht mehr.

Auf jeden Fall sollten wir uns nicht dafür anklagen und verurteilen. Wir sollten nicht verzagen und erstarren, aber wir dürfen sanft und freundlich mit uns selbst sein.

 

Hektik

Manchmal wollen wir Aufgaben schnell wegschaffen. Wir können uns überlegen, ob nicht all das, was wirklich getan werden muss, es nicht wert ist, langsam, fokussiert, so sorgfältig wie nötig und mit Ruhe und Bedacht erledigt zu werden.

Wie viel länger dauert es, etwas gründlich, freundlich, aufmerksam und liebevoll zu tun? Wie viel mehr Energie kostet es? Wie langsam macht uns Ruhe und Bedacht? Wie schnell macht uns Hektik?