Daodejing 3

Der zweite Vers nach Zählung der alten Ausgaben (vor Mawangdui). Eine gute Erklärung des buddhistischen Alles-ist-Eins. Und Hoppla!: Als logische Konsequenz die Negierung des Freien Willens. So schlicht und so wahr. Eine einfache Erkenntnis mit weitreichender Konsequenz, die weitreichender kaum sein könnte. Wunderbar!

2
Das als schön Erkannte definiert das Häßliche.
Das Gute definiert das Schlechte.
Sein und Nichtsein entstehen gemeinsam.
Wie Schwer und Leicht.
Wie Lang und Kurz.
Wie Hoch und Tief.
Wie Geräusch und Klang.
Wie Vorher und Nachher.

Wer dies erkannt hat, der weiß, dass es kein eigenständiges Handeln gibt.
Er missioniert nicht. Er handelt nach seiner Erkenntnis.
Doch er antwortet, wenn er gefragt wird.
Was er erschafft, hält er nicht für sein persönliches Werk und Eigentum. Er ist nicht stolz.
Er macht einfach weiter mit dem Nächsten und immer kommt Neues.

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2 Kommentare zu „Daodejing 3

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