Papadam – roasted or fried?

Wer in Deutschland in ein indisches Restaurant geht, bekommt häufig ein Papadam als Vorwegsnack. Wenn man Papadam bestellt bekommt man fast immer fritiertes Papadam. Papad ist ein knuspriges dünnes Ding aus Linsenmehl. Manchmal mit Pfeffer im Teig, manchmal mit Kreuzkümmel oder auch plain. Papad ist kein Brot. Es ist eher so etwas wie ein großer Nacho.

Wenn man in Indien nordindisch essen geht, wird das Papad später bestellt. Unter den Vorspeisen in der Karte findet man eigentlich immer auch das Masala Papad. Ein fritiertes Papad belegt mit gehackten rohen Zwiebeln, Tomatenstücken, Knusperkartoffelschnipseln und Koriander. Aber um dieses soll es nicht gehen.

Erst werden Starter bestellt. Dann Curry und Brot: Naan oder Roti. Danach erst Reis und Dal. Und zum Reis Papad, und zwar roasted und nicht frittiert. Wenn man ein Papad frittiert, saugt es sich mit Öl voll und geht auf. Wenn man es röstet, bekommt es Blasen und wird knusprig. Aber für mich das Besondere am Papad ist, dass dieses ganz nette, aber nicht all zu eindrucksvolle Knusperding bei vielen Indern zum Essen höchsterwünscht ist. Wenn es nicht kommt, ist die Enttäuschung groß. Falls es nur frittiertes Papad gibt, nimmt man es etwas enttäuscht hin. Es ist, wie die Enttäuschung, die man hier erlebt, wenn es zur Pasta keinen Parmesan gibt. Auf meine Frage, was es  mit der Papadwichtigkeit auf sich hat, kann man mir auch nicht mehr sagen, als das es halt dazugehöre.

Hoppla! Aber so ist es mit vielem.

 

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