Ins Auge

Ich will nicht leugnen, dass es passieren kann. Ich habe es aber noch nie erlebt, und sogar von niemandem gehört, dass er oder sie etwas ernstlich ins Auge bekommen hätte. Was ich aber schon oft gehört habe ist, dass etwas auch hätte ins Auge gehen können. 

Vor kurzem in Indien ist mir bei einer Feierlichkeit ein Böller gegen die Wange geschossen. Ich weiß nicht, wie viele Ziele es im Raum um den Böller herum gegeben hat. Ich vermute aber, dass sich die Zielezahl im 6 bis 8 stelligen bereich abspielt (ich stand wenigstens 10 Meter entfernt). Ich sah, dass ich leicht blutete und dachte: Gut, dass es nicht ins Auge gegangen ist. Meine kleine blutende Stelle wurde desinfiziert und ein Pflaster draufgeklebt. Ca. 5 Inder haben sich freundlich darum gekümmert. Keiner hat gesagt: You are lucky it didn’t hit the eye! 

Zurück in Deutschland hat dies keiner, dem ich davon erzählte, nicht gesagt. Und natürlich ist es gut, dass es nicht das Auge getroffen hat. Aber warum hätte es sollen? Wo, wenn nicht hier muss es heißen: Knapp vorbei ist 100% daneben. 

Wenn etwas Unangenehmes passiert, ist es gut, dass nicht etwas Schlimmeres passiert ist. Eher schon ist es Pech, dass es überhaupt passiert ist. Aber da es nun mal ist wie es ist, lohnt es sich nicht, über Pech zu klagen. Und mit weder Pech noch Glück ist es einfach was es ist. Hoppla! Dinge passieren und dann geht es weiter. 

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