Inhalte

Es gibt die Möglichkeit ein einzigartiges und erfüllendes Leben zu erleben. 

Einzigartig durch unendliche Kombinationen von Lebensinhalten: Unterkunft, Fortbewegungsmittel, Kleidung – Gefühl, Einstellung, Handlung – Gesundheit, Energie, Vitalität – Lernen, Wissen, Logik.

Erfüllt, wenn die Einzigartigkeit wahrgenommen wird. Unverändert steht das Bewusstsein im Zentrum. Aus dem Bewusstsein entfaltet sich die Wahrnehmung. Sie ist die wahre Bühne der Lebensinhalte.

 

Münzen

Woran messen wir richtig und falsch? Bei Wahrheiten, die nicht mit Zahlen belegt werden können, stimmt meist auch das Gegenteil. Oder die Gegenteile! Denn die Wahrheit ist keine Münze mit zwei Seiten. Je näher man ihr zu kommen scheint, wird sie zu einer Pyramide mit vier Seiten, einem Würfel mit sechs oder mehr Seiten.

Wo Worte im Spiel sind, ist Interpretation. Wo Interpretation ist, sind Blickwinkel. Und die können aus allen Ecken kommen.

Wer weiß, wo er hin will, der weiß aus welchem Winkel er gucken muss.
Und wer in seinen Gedanken festhängt, der kann schauen, wo das Gegenteil auch wahr ist.

Wahnsinn

Ein und dieselbe Handlung kann sehr anders bewertet werden, je nachdem, wer sie ausführt. Was ein 60-jähriger tut, wird anders bewertet, als das, was ein 20-jähriger tut. Auch die selbe Handlung von einem 20-jährigen oder von einem 7-jährigen beurteilen wir sehr verschieden. Keine Wertung ohne Kontext. Wir brauchen Bezugssysteme, um zwischen Brillanz und Wahnsinn unterscheiden zu können. Nichts steht für für sich. Niemand ist ohne Umfeld von Bedeutung. Sich nicht all zu wichtig zu nehmen ist eine Erleichterung.

Atem

Der Atem ist das zentrale und immer verfügbare Instrument, um uns in den Moment zu führen, wo das Bewusstsein sich selbst wahrnimmt. Der Atem bringt Sauerstoff in die Lungen und dann wird das Blut mit diesem Sauerstoff gefüllt und das Blut wird durch den Körper gepumpt und versorgt den ganzen Körper mit Sauerstoff.

Durch das Vergehen von Zeit finden lebenserhaltende Prozesse statt. Zeit ist Leben, Vergänglichkeit ist Leben. Das unendliche und unveränderliche Bewusstsein, nimmt sich durch das sich immer Wandelnde wahr.

Perfekt

Kann das Perfekte optimiert werden?

Die Welt steht nicht still. Alles hängt mit anderem zusammen. So wird alles wenigstens von den Veränderungen der unmittelbaren Umgebung verändert. Jede Altersstufe, jede Epoche, jede Gesellschaft, hat ihre Ideale, ihre Wertesysteme, die zwangsläufig überholt werden müssen. Einiges kann perfekt bleiben – für seine Zeit. Nach wie vor perfekt, aber belanglos für die Gegenwart.

Es geht immer weiter!

Sanft 3

Eins meiner liebsten und am meisten gehörtesten Musikstücke ist von Moby Long Ambients 6. Diese Musikstücke sind eigentlich als Einschlaf- und Schlafhilfe gedacht und werden von ihm kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Ich finde dieses 20-minütige Stück (la6) musikalisches Ambiente wunderbar zum Baden, Aufräumen, Schreiben, für Autosuggestion, Selbsthypnose und Metta-Meditation. Wer es hört, wird in eine Stimmung von tiefem Frieden versetzt.

 

PS: Hervorragend eignet sich solche Art schöner Ambient-Musik auch zum Unterlegen von Vorträgen und Audio-Workshops. Dafür muss man sie sich natürlich entweder vorher zusammenmischen, oder über zwei getrennte Wiedergabesysteme abspielen. Aber es lohnt sich. Text bekommt durch Musikunterlegung eine neue Tiefe und kann uns nachhaltiger berühren.

Ärger

Jedes Vermeiden von Ärger ist eine hervorragende Übung, um bei späteren Ärgernissen, Missgeschicken, dummen Zufällen oder unnötigen Verlusten konstruktiv zu bleiben. Oder wie Thich Nhat Hanh sagt: Wer sich ärgert, trainiert den Ärger. Es einfach mal raus zu lassen ist wie das Nähren einer Sucht.

 

PS: Wer sich noch nie einen Vortrag von Thich Nhat Hanh angehört hat, kann auf den obigen Link klicken und staunen.

Immer

Wohnst du noch oder lebst du schon? war ein genialer Werbeclaim von Ikea. Zwar nervig und pseudophilosophisch, aber unwiderstehlich. Und sofort so kultig geworden, dass es viele erbärmliche Variationskopien in der Werbung gibt.
Und was soll das denn heißen? Was hat das mit Ikea zu tun? Wer über diesen dreisten Claim von Ikea nicht weiter nachdenkt, der zieht den Schnellschluss, dass Ikea für Leben steht. Aber bei Ikea geht es doch eigentlich genau darum, billig und schnell zu wohnen, anstatt ehrlich und wertebasiert zu leben. 

Viel besser gefällt mir der von der Clausthaler-Werbung in den Sprachgebrauch in Umlauf gebrachte Claim: Nicht immer, aber immer öfter. Immer öfter mal ein alkoholfreies Bier trinken. Immer öfter das Richtige tun. Immer öfter freundlich bleiben. Immer öfter die richtigen Wege gehen. Das gefällt mir!

Zeichen

Der Mensch lebt in einer Welt aus Zeichen. Deutung von Kleidung, Möbeln, verbalem und körperlichem Ausdruck ist wichtig, um sich zurechtzufinden. Status- und Schönheitsempfinden können im Menschlichen selten getrennt werden. Wer herausfindet, warum er was schön findet, kann etwas über die eigenen Werte erfahren.

Aufwand

Das Positive zu erhalten ist fast ebenso zeitaufwendig, wie das Schlechte zu bekämpfen. Man tut es allerdings aus einer weit angenehmeren Position heraus. Wohlstand zu erhalten ist mental eine einfachere Aufgabe, als die Gesundheit zu erhalten, weil der Wohlstand quantitativ messbar ist. Aber die Gesundheit ist eine sehr gute Grundlage für alles mögliche Andere, was man erzielen, oder sich erhalten möchte.

Heuschnupfen

Wenn das Wetter schön wird, geht es einigen Leuten schlechter, weil sie Heuschnupfen haben. Wenn diese nun durch die Tage gehen und über das Scheißwetter schimpfen würden, wäre allen klar, dass es eine sehr individuelle Sicht der Dinge ist – eine verständliche Sichtweise, aber nur auf die individuellen Umstände bezogen. Und so kann  man es in den meisten Fällen sehen, wenn Menschen über Dinge schimpfen, die nicht nur sie selbst betreffen.

Intern

Manchmal gibt es keine externe Hilfe. Da muss man selbst sehen, dass man sich von der Stelle bewegt und etwas Strecke macht. Ab und zu muss man schauen, wie man sich aus einer Erstarrung befreit und in Bewegung kommen kann. Dann blühen Lösungen und Perspektiven am Wegesrand, wie Blumen. Wenn wir unserem Internen eine andere Perspektive geben, ändert sich auch das Externe.

Sanft 2

Die sanfte Kraft ist unaufhaltsam. Im Daoismus wird die Kraft des Wassers als die höchste Kraft beschrieben. Und es wird die Widerstandsfähigkeit des Nachgiebigen gelobt, des jungen Baums, der Wind und Wetter durch seine Biegsamkeit überlebt. Sobald etwas alt und fest wird, droht es zu brechen. Wer lernt, in den richtigen Momenten nachzugeben, hat damit häufig die Gelegenheit leicht erkauften Friedens und ein Abschwellen des Egos zu erwerben.

Gegner

Es gibt nicht nur die Flucht nach Vorn. Auch wenn Lebenshilfetipps diese gern stärker betonen, als die Flucht. Unter Umständen ist es ratsam, sich einem übermächtigen Gegner zu ergeben. Und wenn dieser einen Funken Würde besitzt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er einen in Ruhe lässt, nachdem er bewiesen hat, dass er einen in die Knie zwingen kann.
Wenn er weitergezogen und man wieder in Sicherheit ist, kann man sich auf den nächsten Angriff besser vorbereiten. Oder man kann sich merken, wo die Gefahr lauert. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass man einen anderen, schöneren Weg gehen kann.

Medizin

Ohne die sogenannte Schulmedizin wäre ich nicht mehr am Leben. Den meisten, die in ihrem Leben auch nur einmal ein Antibiotikum nehmen mussten, geht es unter Umständen ähnlich. Die alltägliche Rettung nehmen wir nebenbei entgegen, als wäre sie immer schon da gewesen. Wie wäre es den Tag damit zu beginnen und zu beenden, sich bei der modernen Medizin zu bedanken für den Umstand dank ihrer noch am Leben zu sein Freunden und Familie?

Millionen

Als ich das letzte Mal schriftlich die Frage beantwortet habe, was ich tun würde, wenn ich eine Million Euro bekommen würde, habe ich geschrieben, dass ich mit meiner Frau im Tiergarten spazieren gehen würde. Das haben wir dann bald getan, ohne überraschend eine Million bekommen zu haben. Aber es fühlte sich trotzdem so an.

Wir sind so frei, dass wir die Möglichkeit haben, so vieles zu tun, was wir tun würden, wenn wir alles tun könnten, was wir wollen. Wenn wir uns das klar machen, können wir diese Tätigkeiten mit einem neuen Gefühl von Freiheit erleben.

Arbeiten

Vergangenheit verarbeiten, Zukunft erdenken. Wer diese beiden Tätigkeiten aktiv angeht, hat mehr Ruhe für den Moment.
Verarbeiten heißt: Gefühle zulassen und fühlen. Genug Schlaf, Pausen, Schreiben, Reflektionsmöglichkeiten, Treiben, damit das Unterbewußtsein Zeit dafür hat.
Zukunft erdenken heißt, eine Vorstellung, einen Wunsch eine Plan zu haben, wo es hin gehen soll – auch, wenn es im Moment gerade so gemütlich ist. Vielleicht ist es für viele Menschen eine große Hürde, hier konkret zu werden, weil sie daran glauben, dass es wirklich in Erfüllung geht, was sie sich wünschen. Aber sie trauen ihren Wünschen nicht, weil sie ihre Werte nicht kennen.

Dabei ist es nicht so schwer. Werte sind fast alle Gefühle, Einstellungen, Tugenden, Herangehensweisen, für die es Worte gibt. Es hilft, sich mit einigen konkret zu identifizieren und sich basierend auf diesen Werten vorzustellen, wie sich diese Werte auf der Grundlage des eignen Lebens steigern lassen.

Fahrt

Drive ist etwas anderes als Schwung, bzw. Momentum. Schwung ist gut und wichtig, er entsteht erst, wenn Fahrt aufgenommen wird. Und Drive ist die Eigenschaft, Schwung zu produzieren und aufrecht zu erhalten. Drive ist sich nach vorn entfaltendes Energiepotential. Drive ist auch eine Tugend und ein Wert. Drive bedeutet unterwegs zu sein und weiterzumachen. Jede Vollendung ist ein Teil des Weges. Ein kraftvoller Drive entsteht aus dem Ausblick auf ein großes Ziel.

Freiheit

Wenn man akzeptiert hat, dass es keinen freien Willen gibt, (und damit auch keine separate Persönlichkeit), dann macht das Sich-Entscheiden erst richtig Spaß! Die Person kann das Gefühl von Freiheit und Verantwortung nicht verlassen. Die Person ist frei. Frei von Verantwortung – die sie allerdings höchst selbst tragen muss. Man kann voll dabei sein und die Umstände des Moments betrachten, die Fürs und Widers seiner Abwägungen verfolgen und mit Spannung die Entscheidungen erwarten, die man getroffen haben wird.

Lust

Die Lust nicht in die Schule zu gehen ist für mich unbeschreiblich. Kindern kann und muss man es zumuten. Als Kind ist man hart im Nehmen. Man kennt noch nichts anderes. Außerdem gibt es keine andere Perspektive, keine Alternative.

Es ist aber auch eine große Lust, nicht in anderen misslichen Umständen zu stecken! Thich Nhat Hanh lobt den Umstand, keine Zahnschmerzen zu haben. Es ist schön, wenn man damit gesegnet ist, die geistige Möglichkeit zu haben, sich mit solchen Umdeutungen der erdachten Umstände in den Frieden des Moments zu schleudern, tief und beglückt einzuatmen und zu denken: Danke!

Nuancen

Kleinste Veränderungen oder Variationen führen zu großen Unterschieden. Der Geschmack von Kaffee, auch wenn er immer als Kaffeegeschmack identifizierbar bleibt, setzt sich aus Bohne, Röstgrad, Malgrad, Luftfeuchtigkeit, Brühtemberatur, Brühdruck, Brühdauer und Geschirr zusammen. Und so ist es mit der Wirkung von Koffein: Filterkaffee, Espresso, Mokka, Tee in vielen Nuancen, Koffeintabletten und Energydrinks – die Wirkung von allen Koffeinverbindungen hat eine leicht andere Wirkung.

Es gibt auch sehr viele Arten von Müdigkeit. Die Schläfrige, die Komatische, die Schwache, die Erschöpfte, die Verwirrte, die mit schweren Augen oden mit tränenden Augen.

Wir benutzen ein Wort und wissen, dass es sich um eine Abstraktion handelt. Aber wir können jederzeit eintauchen in eine vielfältige Welt voll feiner und feinster aber hoch interessanter und unterhaltsamer Unterschiede.

Die Nuancen, die unser Gemüt beschäftigen, sind ein bedeutender Teil unserer Persönlichkeit. Und wer die Menschen genau betrachtet findet Leben in unendlichen Facetten.

Bäume

Ich habe mal einen Tipp für Cross-Motorradfahrer gehört, die von ihrer Strecke abgekommen sind und versehentlich in den Wald rasen. Um nicht gegen einen Baum zu fahren, sollen sie nicht auf die Bäume achten, sondern auf die Lücken dazwischen.
Wir sollten dorthin schauen, wo wir hin möchten.

Es heißt, das Unbewusste verstehe keine Verneinungen. Ein Grund, warum Visualisieren ein Hilfsmittel ist, um an seine Ziele zu gelangen ist, dass das Unbewusste empfänglich für Bilder ist. Und man kann kein verneintes Bild denken. Es ist viel einfacher, Lücke zu denken und die Lücke zu sehen und durch die Lücke zu fahren, als Nicht-gegen-den-Baum zu denken, und nicht gegen den Baum zu fahren.

Scheuklappen

Vieles, was wir essen belastet den Körper. Vieles, was wir tun, belastet die Umwelt. Vieles, was wir nicht lernen, hätte uns das Leben erleichtert. Viele Menschen, die wir nicht treffen, hätten unser Leben bereichert.

Wer nicht auf seinem Weg bleibt, wird sein Ziel nicht erreichen. Er wird zwischen zusammenhangslosen Inhalten umherirren und Sinn suchen.

Bei Zweifeln hilft eine einfache Maxime: Einiges fokussieren, vieles ignorieren.

Pflanzen

Ich habe mir gerade erzählen lassen, dass die Menschen in Finnland im Winter, wenn es nicht mehr hell wird, kaum mehr sprechen.

Wenn es im Frühling hell und warm wird, dann blühen die Menschen auf. Sie sind nämlich sehr pflanzlich.

Wir brauchen uns nicht einbilden, dass nur unsere Gedanken unsere Gefühle steuern. Aber wir können uns warm anziehen, wenn es kalt ist. Wir können es hell machen, wenn es meist dunkel ist. Wir können unseren Verstand nutzen, um unsere Gefühle und unsere Einstellung zu beeinflussen.

Zonen

Welche Tiefs bringen einen in die nötige Tiefe, in der wir neue Erkenntnisse finden können? Wichtige Fortschritte machen wir häufig außerhalb unserer Komfortzone. Außerhalb unserer Komfortzone sind wir in Unsicherheit und Ambivalenz. Die Zone des Nichtkomforts ist ein meist selten betretenes Gebiet. Wenn wir uns entwickeln, also verändern möchten, müssen wir dieses Gebiet erforschen. Und wir müssen lernen zu unterscheiden, ob wir mutlos, verzagt und unscharf deprimiert sind, oder ob wir uns gerade in Wirklichkeit mutig auf von uns unerforschten Wegen befinden.

Ein guter Indikator ist, ob wir gerade alles und jeden skeptisch betrachten, oder ob wir verzagt sind und zurück in die Geborgenheit und Sicherheit des Altbekannten möchten.

Wunden

Wenn einem ein Messer im Fuß steckt, braucht man sich nicht zu fragen, ob man sich nicht eigentlich gut fühlen sollte. Es ist okay anzuerkennen, dass man in eine Lage geraten ist, in der man sich mit etwas Schmerz und Bewegungseinschränkung abfinden muss. Ebenso ist es auf psychischer Ebene. Es gibt auch im Geiste so etwas wie Muskelkater, Schürfwunden, Verspannungen und Verletzungen, die Heilungszeit benötigen. Wenn einen etwas erwischt hat, ist es ratsam, sich Erholungszeit zu genehmigen.

 

Candide

Irgendwann hat mein Vater meiner Frau das Buch Candide von Voltaire (1694-1778) geschenkt. Nun ist es irgendwie glücklicher Weise mir in die Hände gefallen. Gestern habe ich angefangen darin zu lesen. Seitdem greife ich es mir in jeder freien Minute. So frisch, lustig und spannend  geschrieben, als sei es Topmodern. Pulp Fiction meets Forrest Gump mit Splatterelementen – da kommt ungeahnt Freude auf. Aus philosophischer Sicht ist da natürlich einiges zu holen! Jedoch übertrifft die unverfrore Spritzigkeit des Textes für mich den vermittelten Sinn.

Gegenüber

Solange kein verbaler oder tätlicher Angriff vorliegt, ist Unfreundlichkeit eine Frechheit. Nicht nur im Servicebereich, sondern immer und überall. Man muss niemands Freund sein. Man muss auch nicht zuvorkommend sein. Freundlichkeit ist ein Zeichen von Respekt. Nicht nur für das unmittelbare Gegenüber, auch für das allgemeine Zusammenleben.

Stunden

Jedes Jahr ist anders. Teils eine Variation des Vorjahrs, teils mit ganz neuen Elementen. Jeder Monat ist anders. Jeder Frühlingsanfang ist ein noch größeres Wiedersehen als im Vorjahr. Die Wochen vergehen schnell und was wir konsumieren an Essen, Kultur und Sozialem verändert sich wie die Landschaft, durch die das Wasser eines langen Flusses fließt. Durch den Tag ziehen sich Wachheit und Müdigkeit und Launen und Stimmungen und Reden und hoffentlich etwas Ruhen. Nur der Moment ist eine stehende Grundlage, die sich nie verändert. Er ist die Plattform, die Bühne auf der die Person getrieben wird und treibt.

Situationen

Wenn man sich in emotional belasteten Situationen gern anders verhalten würde, kann man Visualisieren, wie man sich in diesen Situationen anders verhält. Es ist allerdings eine große Herausforderung, sich dabei nicht von seinen Emotionen davontragen zu lassen und auf diese Weise gedanklich immer wieder in derselben unangenehmen Situation zu enden*.

Ein ausgezeichneter Trick ist es, sich den gewünschten Verlauf der Situation aufzuschreiben. Und dann die Visualisierung nach Anleitung durchzugehen. So oft, bis man sie kann. Das mag alles in allem 15 Minuten dauern, ist aber ein weitaus effektiverer Vorgang, als sich hilflos zu bemühen, sich eine Situation vorzustellen, in der man von seinen Gefühlen die immer gleichen Bilder und Gedanken serviert bekommt.

 

*Genau aus diesem Grund möchte man sich übrigens häufig nicht mit seinen Defiziten oder Situationen, die einem bevorstehen beschäftigen.

Skiurlaub

Wie entstehen und vergehen Dinge?

Vor 20 Jahren begann mit der Fernsehserie Sopranos eine neue Ära des qualitativ hochwertigen Fernsehens. In den frühen 2000ern wurden die neuen Serien gelobt, als die neue Literatur. Noch zehn Jahre später sind wir nun bei einem leicht angestumpften Netflix-Einerlei gelandet, das wieder stark an das alte Fernsehen erinnert… und HBO präsentiert uns ein zur Soap verwaschenes Game of Thrones. Es gibt wieder Raum für positive Innovation!

Nachdem in den 90ern Pesto als eine Spezialität aus Italien an italienischen Marktständen in Deutschland erhältlich und schnell bekannt wurde, haben grüne Gemische mit schwer definierbarem Geschmack ihren festen Platz in jedem Supermarkt.

Und wie konnte der Ski-Urlaub jemals so populär werden, dass jeder meint, er müsse das mal mitgemacht haben? Ich vermute, der Ski-Urlaub kommt aus einer Zeit, als Fliegen noch teuer war und man eine gute Idee brauchte, wie man zwei Wochen Urlaub in der Kälte halbwegs sinnvoll verbringen kann.

Vieles erregt Aufmerksamkeit, weil es gut ist. Sobald es für alle gemacht wird, mischt es sich als unüberprüft Gutes ins Alltagseinerlei der Mitläufer. Diese Dinge gehen nicht von selbst wieder weg, weil sie nicht gut sind. Sie trödeln erst langsam davon, wenn sie von anderem vermilderten Einerlei verdrängt werden.

Da das Mäßige den Schuss nicht hört und schnell wieder geht, sobald seine Scheinhaftigkeit entlarvt ist, sollte man die Ohren und Augen offen halten und sich stets fragen: Ist das wirklich gut? Will ich das wirklich auch haben? Oder gibt es wirklich Gutes, das nur darauf wartet von mir entdeckt und gewürdigt zu werden.

Anarchie

Es gibt in einigen Kreisen, den Ruf nach Anarchie. ???! Was soll das heißen? Dass alle Menschen machen können, was sie wollen? Dass sich jeder von jedem nehmen darf, was er möchte? Absoluter Liberalismus – wer die Mittel hat, sich zu schützen hat Schutz und wer keine Mittel hat, hat nichts?

Wenn ich ein eingekreistes A sehe, weiß ich nicht, was damit gemeint sein soll. Praktisch leben wir ja immer in der Anarchie, die sich aus der Gesetzlosigkeit entwickelt hat. Es kann keine Anarchie (also einen ungesteuerten Staat) geben, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt. Dieses zu relativieren ist eine Weiterentwicklung des Sozialen.

Erziehung

Mein Sohn sagt, er wisse nicht, was eine Gute Erziehung sei. Aber wahrscheinlich will er nur in Ruhe weiter auf dem Handy spielen. Ich denke, es ist schon mal eine ganz gute Erziehung, das entspannt so hinzunehmen. Man muss auch Kinder (wenigstens in Maßen) machen lassen, was sie ganz besonders gern tun… Solange es mit Konfuzius erstem Gesetz harmoniert: Was du nicht möchtest, was gegen dich getan wird, das tu auch nicht gegen andere.

Wenn man von sich selbst weiß, was man besonders gern tut, dann sollte man es sich auch ab und zu machen lassen. (Auch hier gilt selbstverständlich Konfuzius erstes Gesetz – sogar noch erweitert, dass man auch seinem eigenen Körper nicht antun sollte, was man auch anderen nicht antun würde).

 

Neigungen

Der Weise Ramana Maharshi hat gesagt: Körper und Geist neigen von Natur aus zur Trägheit.

Zig Ziglar hat berühmter Weise gesagt: Das Reinhalten des Denkens hält nicht lange vor. Es ist wie mit dem Duschen: Man macht es nicht einmal gründlich und das reicht dann für die nächsten zehn Jahre. Wir sollten es am besten jeden Tag tun.

Mein Freund Tim sagt: Wenn man keinen Alkohol mehr trinkt, wird man süchtig danach, wie gut man sich fühlt, wenn man nicht getrunken hat.

Wenn man die Möglichkeit hat, (sich oder andere) zu ziehen, zu schieben, anzufeuern, zu bejubeln – die natürliche Trägheit einzudämmen, den Geist zu reinigen und süchtig nach dem Reinen und Positiven zu machen, dann sollte man sie nutzen.

Tabs

Wenn man sich nicht mehr traut, seinen Browser zu schließen, weil man die ganzen wertvollen, geöffneten Tabs nicht nicht verlieren möchte, hilft ein Tab-Sammel-Plugin. Ich benutze Toby. Davor habe ich OneTab benutzt. Aber Toby gefällt mir noch besser. Da kann man seine Tabs nach Überschriften sortieren und jeder neue Tab ist automatisch meine private Toby-Liste.

Menschen

Menschen lernen, kommunizieren und bilden wachsende Gesellschaften. Das empfinde ich als Wunder.

Und wenn man bedenkt, wie kompliziert es ist, zu Leben, zu Überleben, sich im Leben und einer sozialen Struktur zurechtzufinden, dann ist es noch ein umso größeres Wunder, wie gut diese Welt funktioniert.

Wasser

Ein paar Mal, während der Entwicklung unserer Firma, haben wir Personen getroffen, von denen wir vermutet haben, dass sie mehr Erfahrung mit Firmenentstehung haben, als wir. Dann haben wir uns vorher zusammengesetzt und all unsere Fragen aufgeschrieben. Wir gingen davon aus, dass diese Person auf jede unserer Fragen eine Antwort hat. Meist waren diese Gespräche befriedigend, aber selten haben wir Antworten auf auch nur einen Bruchteil unserer Fragen bekommen.

Vor kurzem hat mir ein Freund, der seit über zehn Jahren als Professor arbeitet und sich mit gut gebildeten Menschen aus aller Welt unterhält eine interessante Einsicht erzählt. Er sagte: Wenn ich Eins aus diesen Treffen gelernt habe, dann dass alle nur mit Wasser kochen.

Seth Godin formuliert dafür besonders schön ein Fazit. In einem seiner Blogposts sagt er sinngemäß: Die Lösung nach der du so angestrengt suchst, liegt genau vor dir! Es ist nur so: Sie braucht erheblich mehr Arbeit, mehr Einsatz und mehr Durchhaltevermögen, als du gehofft hast.

Spezialisten

Man kann fachkundiger Vertreter für die radikale Form einer Religion, eines alternativen Heilverfahrens oder eines ausgeklügelten Wirtschaftskonzeptes sein: wenn die Grundannahmen nicht wahr sind, ist der Rest des Wissens Blendwerk. Wie ein Palast auf Sumpf erbaut. Die Einrichtung mag gemütlich und feudal sein, es mag glitzern und funkeln und alle Freunde sind begeistert. Trotzdem ist der langfristig beste Weg, dort nicht einzuziehen.

Spontan

Gestern sagte ich zu meiner Frau: Ich überlege, ob ich meine Atemübungen machen soll. Sie sagte: Auf jeden Fall. Im Zweifel immer machen!

Und so ist es mit vielem: Laufen gehen? – Ja. Zum Yoga? – Ja. Möchtest du ein Glas Wasser? – Ja! Soll ich meditieren? – Ja. Mit einem alten Freund ins Konzert? – Ja. Aufräumen? – Ja. Mit dem Rad, statt mit dem Auto? Ja.

Komplizierter wird es, wenn man wieder nicht zum Meditieren kommt, wenn man mit der Freundin in ein Konzert gehen könnte. Dann bleibt man am besten bei seinem Plan.

Es ist gut, es sich zur Gewohnheit zu machen, das zu tun, was man sich vorgenommen hat.

Zählen

Es geht immer weiter. Pausen und Innehalten kommen nicht von selbst. Man muss sie aktiv einleiten. Sonst fühlen sie sich an, wie Langeweile und machen rastlos.

Wenn man eigentlich gerade Ruhe hat und merkt, dass der Verstand keine Pause macht, hilft Zählen. Halbwegs im Takt mit dem Atem. Tief Einatmen, Ausatmen 3, 2, 1, 0. Ich spüre meinen Körper 1. Ich bin entspannt und ruhig. Ab jetzt bringt mich jeder Gedanke tiefer in die Ruhe. 2. Ich bin entspannt und ruhig und wenn ich bis 10 gezählt habe, bin ich in einer angenehmen Trance, die mir neuen inneren Raum gibt und mich nachhaltig befriedet. 3. Ich bin ruhig und spüre das Glück und den Frieden in dem mein Leben stattfindet….

Der Inhalt dieser Selbsthypnosen kommt (nach etwas Übung) wie von selbst. Das ist nicht schwierig. Die mal kleinere, mal größere Hürde ist es, „1“ zu sagen.

Magie

Offene Weit- Nichts von Heilig. Es gibt keine effektive Zahlenmystik, kein magisches Voodoo. Es gibt die Macht des Verstandes. Es gibt aber keine Wahrheit hinter der Wahrheit.

Es gab magische Kunsttücke, genannt Siddhis, mit denen indische Gurus ihre Glaubwürdigkeit unterstützten. Sehr schön beschrieben in dem Buch Yogis von Paul Brunton. Auf seiner ausführlichen Suche nach den Weisheiten Indiens in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, gerieht er schließlich an Ramana Maharshi, der ihm trocken mitteilte, dass das größte und einzig brauchbare Siddhi das Verweilen im Moment sei.

Bewegung

Ein Ziel zu haben, (oder mehrere) ist ein guter Anfang. Aber es erspart einem nicht das Losgehen, das sich in Bewegung setzten, das Nachdenken darüber, was ein guter Weg zum Ziel ist. Und auch wenn es schon in Sichtweite sein sollte, vielleicht groß und hoch wie ein Berg, heißt das nicht, dass man nicht nicht durch einen Fluss schwimmen, eine Felswand hochklettern und einige Höhenmeter wandern muss.

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist ein guter erster Schritt, ein paar Werte zu finden, mit denen man sich identifiziert der Zweite. Sich seine Wünsche und Ideen schwarz auf weiß als Ziele zu definieren ist eine große Hilfe. Dann ist es notwendig, motiviert loszugehen. Beim passieren des ersten Meilensteins festigt sich das Selbstbewusstsein und die Werte werden klarer…

Rückzug

Der Rückzug ist eine Wunderwaffe. Allein mit dem Sein umgehen zu können ist ein Key-Soft-Skill. Es handelt sich um eine besondere Art des Sich-Treiben-Lassens. Es kann Meditieren, Ausruhen, Spazieren, Schreiben oder Sport sein. Es muss allein sein und den Geschmack des Rückzugs haben. Dann ist es ein Schöpfen an der Quelle des Wertvollsten im Leben.

Werkzeug

Der denkende Verstand besteht aus Worten. Die Sinne sind Auslöser für unmittelbare Handlungen und Gefühle. Doch in der Reflexion und in der Planung zum Glück kann nur das Werkzeug Wort zum Einsatz kommen. Deshalb müssen wir an unseren Worten feilen, unsere Worte planen und kontrollieren. Bewusste Werte, Ziele, Affirmationen können uns zu dem machen, was wir sein möchten.

Etwas

Nur etwas mehr! Das ist es, was fast jeder will. Und theoretisch hat fast jeder damit recht. In seinem sehr sympathischen Buch The only investment guide you’ll ever need, schreibt Andrew Tobias auch genau das. Es ist das Etwas Mehr, das Freude macht und das Leben frisch hält.

Allerdings: Wenn wir das stetige Etwas Mehr wollen, sollten wir uns langfristig das Viel Viel Mehr wünschen und als Ziel setzen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir auf der Stelle treten, deutlich geringer. Denn für dieses Etwas Mehr, ist der Wille, es zu bekommen, auf Dauer deutlich schwerer zu mobilisieren und aufrecht zu erhalten.

Erleben

Es gibt unterschiedliche Lebensqualitäten. Worin sich diese begründen ist ambivalent. Einerseits ist Lebensqualität nicht in dem zu finden, was die Werbung verspricht. Andererseits wollen am Ende doch alle das gleiche – nämlich Lebensglück.

Was Lebensqualität ausmacht, ist mehr im Empfinden als im Empfundenen begründet: wichtiger ist, als wie gut wir ein Essen empfinden, als wie gut es tatsächlich auf einer messbaren Skala ist.

Und was nützt uns die gesündeste Ernährung, wenn unsere Gesundheit uns nicht darin unterstützt ein glückliches Leben zu führen. Es ist dann also doch kompliziert.

Hierzu passt eine Bemerkung, die ich gerade bei Brian Tracy über Aristoteles gelesen habe:
Der griechische Denker [Aristosteles] beginnt mit der Beobachtung, dass der Wunsch nach Glück so etwas wie der kleinste gemeinsame Nenner der Menschen ist, und
schließt daraus, die Beantwortung der Frage, wie man glücklich
wird, sei Aufgabe der Philosophie.

Ausgedacht

Ich habe sehr gern die Motivations-Tapes von Zig Ziglar gehört. Damals, als seine Hörseminare erschienen sind, haben sie wahrscheinlich 10 – 20 Kassetten gefüllt.

Was mir nach einigen Stunden hören allerdings äußerst unangenehm auffiel, war dass Zig Homosexualität als durch den Glauben an Gott heilbar besprochen hat.
Ich habe mich gefragt, ob dies nun all das Gute und Gütige und Helfende, das er sagt zunichte macht.

Hilfreich reframed hat mir das Seth Godin. Seth erzählt gern, dass er damals wieder und wieder die Zig-Ziglar-Tapes im Auto gehört hat, bis sie durchgeleiert waren. Und wenn er nun seine Bücher und CDs empfiehlt, sagt er, dass Zig Ziglar nach wie vor eine große Hilfe sein kann, auch wenn einige seiner Ansichten extremely outdated seien.

Auch ich empfehle das Hören und Lesen von Motivationssprechern, die mitreißen und Mut machen. Sie helfen gegen Grübeln und Zweifel, sie motivieren, machen dankbar und geben dem Hörer eine positive Einstellung.

 

PS: Natürlich kann und sollte man damit viele Faux-Pas nicht rechtfertigen. Ich denke aber, dass Herr Ziglar nach bestem Wissen und Gewissen gesprochen hat und einfach nur helfen wollte.

Einrichtung

Wenn man es  irgendwie einrichten kann, ist es aus produktiver Sicht sinnvoll, sich ab und zu treiben zu lassen. Scheinbar ziellos mal hier, mal dort herumzustöbern, etwas anfangen und nach ein paar Minuten wieder bleibenlassen, oder mit alten Freunden telefonieren ohne daran zu denken, was man noch zu tun hat.

Und wenn man das Sichtreibenlassen richtig professionell angehen möchte, dann sollte es nicht am Wochenende stattfinden, wo Hardcoreentspannen ohnehin eine der Hauptpflichten des Zielstrebigen ist!

Sich Treibenlassen und Rumtüdeln macht sorglos, frisch und jugendlich. Wohl dosiert ist es das Tüpfelchen auf dem i des Produktivitätsoptimierers.

Richard Bandler

Wer sich Tim Ferriss anguckt oder Wim Hoff, der weiß, dass Lebensweisheiten, Lifehacks, Eisbäder und extralanges Luftanhalten nicht gegen Haarverlust helfen. Das heißt aber nicht, dass dies alles nicht für vieles andere gut und hilfreich ist.

Etwas wundersamer ist es mit Richard Bandler, einem der Begründer von NLP. Bandler und Grinder haben die Verfahren von drei als besonders erfolgreich geltenden Therapeuten zusammengetragen, zu mini Einzelverfahren extrahiert und NLP genannt.

Wenn ich Bandler in aufgezeichneten Workshops gesehen habe, habe ich ihn als sehr unangenehmen Typen erlebt. Er hat keine linguistischen Tricks benutzt, um Menschen von seinen Verfahren zu überzeugen. Kritiker hat er sogar beschimpft und grob gesagt, sie sollten besser das Seminar verlassen und nicht seine Zeit stehlen, wenn sie noch nicht so weit seien zu kapieren, dass das was er sagt stimmt.

Wer das Herz auf der Strecke lässt, wird von seinem Wissen nicht profitieren. Herz ist wichtiger als Wissen.

 

Pronoia

Falsches Denken ist gefährlich. Denn jeder Gedanke hat den Drang sich zu verwirklichen.

Richtiges Denken ist zuträglich. Wer merkt, dass er sich sorgt, sollte sich überlegen, ob die gegensätzlich positive Entwicklung zur Sorge vielleicht sogar wahrscheinlicher ist.

Gedanken entstehen automatisch. Wenn wir uns ihrer bewusst werden, haben wir eine Chance. Denn man kann sein Denken erziehen: wer sich überlegt, was alles schief laufen könnte, sollte sich überlegen, was alles gut gehen kann und sich auch einreden, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es passiert.

Jeder Gedanke hat den Drang sich zu verwirklichen. Gedanken verwirklichen Dinge! Und dass Gedanken so mächtig sind, sollte man sich zunutze machen.

 

Streit

Streit funktioniert in emotionalen Potenzen. Wenn ein Thema sich nicht rasend hochschaukeln würde, in ein Aggressions-Richtig-Falsch-Gemisch, würde es sich nicht um einen Streit handeln, sondern um ein Gespräch oder höchstens eine Diskussion.

Streit kann in Gedanken mit sich selbst, oder ausgesprochen mit anderen stattfinden.

Falls das Streitthema sich wiederholt, sollte man sich weigern, sich auf einen erneuten Streit zu dem Thema einzulassen. Lieber sollte man ein Lösungskonzept entwerfen.

Falls das Streitthema sich nicht wiederholt, sondern nur das Streiten dann stimmt etwas anders nicht. Es kann Stress sein, Unzufriedenheit oder die Angewohnheit zu Streiten. Dann muss mindestens eine der Personen Frieden mit oder in sich selbst machen.

Zwang

Dinge unter Zwang zu tun ist furchtbar. Der Fluchtinstinkt dominiert die Aufmerksamkeit. Das macht die Tätigkeit, zu der man gezwungen ist umso schwieriger zu erfüllen und die Fluchtinstinkt wächst. Ein Teufelskreis.

Um in diesen nicht hineinzugeraten, richten wir uns die Dinge, die wir tun müssen, am besten so angenehm ein wie möglich. Was auch immer hilft. Ein bequemer Schreibtischstuhl, Arbeitsmaterialien, die Spaß machen, Arbeitskleidung, deren Qualität wir schätzen.

Wenn man sein Leben selbst bestimmen kann, lohnt es sich, sich zu bemühen nicht in Situationen zu kommen, in denen man gezwungen werden kann, etwas zu tun, das einem zuwider ist. Und dafür lohnt es sich, seine Ziele zu kennen. Dann weiß man, dass man nicht in einem sinnlosen Zwang gefangen ist, sondern an der Verwirklichung von etwas arbeitet, das es sich zu erarbeiten lohnt.

 

Drinnen

Was macht die Welt da draußen, während ich hier sitze und schreibe? Was macht die Welt da draußen, während du hier sitzt und dies liest?

Unsere Einstellung jetzt ist mehr die Welt da draußen, als die Welt da draußen unsere jetzige Einstellung sein kann. Obwohl das Ich erstmal klein scheint gegen das alles. Aber das alles kann nur in dem einen sein, das das Ich ist.

Zeit

Kevin Kelly sagt, es heiße, man brauche 5 Jahre um eine große Sache im Leben zu machen. Ich glaube, in 5 Jahren kann man ein Studium abschließen, eine Firma aufbauen, eine stabile Familie gründen, eine Sprache lernen.

Und eine der besten Einsichten, die ich gelesen habe, sowohl bei Tony Robbins, wie auch bei Bodo Schäfer ist die Folgende:

Wir überschätzen leicht, was wir in einem Jahr schaffen können. Und wir unterschätzen, was wir in 10 Jahren schaffen können.

Diese Einsichten über Zeit helfen, sich Ziele zu setzen, an die man glauben kann.

Mut

Vertrauen ist einer der wichtigsten Bausteine der Lebensführung. Vertrauen zu finden und sich Vertrauen zu erarbeiten sind Prozesse.

Vertrauen in die Dinge, die man tut. Vertrauen in sich selbst. Vertrauen ins Leben. Vertrauen in das, was man als gut erkennt. Vertrauen, dass das Gute gut ist und man es (wenigstens) ausprobieren sollte.

 

Lärm

Wenn man im Restaurant sitzt und bestellt hat, weil das Kind schon so hungrig ist und von den Aussenrestaurants links und rechts dudelt versetzt Musik. Dann geht die wöchentliche Gesangszeremonie vom Tempel hinter dem Restaurant los und am Strand vor dem Nebenrestaurant wird zu der Vorstellung eines Feuerspuckers geklöppelt. Das Essen kommt mit zu wenigen Tellern für alle und keiner mag das Essen so recht. Was ist dann? Dann mosert man etwas rum, zieht sich zurück und isst das nächste Mal wo anders.

Manchmal hilft kein Reframing. Wenn etwas nicht passt, dann kann es das Beste sein, die Lektion zu nehmen.

Das erinnert mich an die berühmte Antwort eines Meisters an seinen Schüler, der fragte, was er machen soll, weil er sich vom Lärm der Werkstatt unter ihm täglich beim Meditieren gestört fühle: Umziehen.

Handeln

Wie man auch immer zu dem Thema Lebensoptimierung stehen mag: Es gibt in letzter Konsequenz keine Handlungen, die nicht dazu da wären, das Leben (ob kurz- oder langfristig) zu verbessern.

Dies sollte man bei seinen täglichen Handlungen bedenken. So kann man allein durch die Anerkennung der Tatsache, dass in jeder Handlung das Ziel einer Lebensverbesserung steckt, mit minimalem Aufwand viel erreichen.

Essen, sich kleiden, kommunizieren: Um Vieles im Leben kommen wir nicht drumrum.

 

 

Vornahmen

Es ist gut, während des Nachtschlafs sein Unbewusstes gezielt zu beschäftigen. Sonst langweilt es sich und beschert nervige Träume. Besonders gern hat das Unbewusste gute Fragen. Wenn man sie vorm Einschlafen stellt, darf man auf eine baldige Antwort hoffen. Ich habe mich zu dem Thema schon einmal leicht im Spaß geäußert, so dass man es sogar ironisch deuten konnte. Aber tatsächlich ist es mir damit sehr ernst. Vor dem Einschlafen auf die richtige Weise zu denken ist eine nicht zu unterschätzende Lebenshilfe. Verknüpft mit der Technik die richtigen Fragen zu stellen, ist es magisch!

Umwälzen

Es ist schön, mit Freunden eine gute Zeit zu verbringen. Wenn es Schwierigkeiten gibt, oder Probleme, kann man darüber sprechen. Man kann sich beratschlagen. Man kann herausfinden, ob man richtig handelt oder nicht. Man kann auch erzählen zum Reflektieren. Man kann zuhören und verstehen, warum es dem anderen geht, wie es ihm geht und gemeinsam warten, dass die Zeit vergeht, weil manchmal Zeit die Lösung ist.

Aber wie ist es mit dem Problemewälzen als Selbstzweck?

Wer viel Zeit damit verbringt, jemandem seine Probleme darzulegen, der sollte Lösungsansätze annehmen und ausprobieren. Ansonsten vergeudet er die wertvolle Zeit und Energie seines Gegenübers.

Schreiben

Schreiben ist schön. Aber viele Dinge werden besser besprochen als geschrieben. Das wird klar, wenn man das Kommentar-Hin-und-Her aus den (sogenannt) Sozialen Medien oder generell Kommentare im Internet liest.

Kommunikation besteht aus Körperhaltung, Intonation, Worten, Geräuschen, Schweigen und Blicken. Und selbst mit Information aus all diesen Ebenen ist es häufig noch ein Kunstwerk, die richtige Aussage gedeutet zu haben.

König

Noise ist eine abstrakte psychedelische Musik. In der Zeit, in der ich mich mit Noise beschäftigt habe, fand ich keinen besseren Noise-Künstler als Merzbow.

Merzbow ist der Künstlername von Masami Akita. Oder wie er selbst es ausdrückt: Merzbow is the Vegan Straight Edge Noise-Projekt from Masami Akita.

Noise ist wie ein Frequenzwellenbad. Der Lärm kann den eigenen Gedankenlärm ausstellen – so wie Wellen die Spuren im Sand klarspülen. Ob Noise radikal ist, oder ein Statement, oder was das überhaupt ist, kann jeder für sich entscheiden.

Zwei besonders gute, reine Noise-Soloalben von Merzbow: 1930 und Sphere, sind auf John Zorns Label Tzadik erschienen. Eine wunderbare Zusammenarbeit ist die Dubfusion Merzdub mit Jamie Saft. Wer sich mit einem dieser Alben in die Wellen stürzt, kann neue klangliche Weiten erleben.

Stufen

Was für den Fleischesser sein Fleisch ist, ist für den Vegetarier seine Milch. Was für den Vegetarier seine Milch ist, ist für den Veganer sein Flug in den Urlaub. Was für den Fernurlaubsfreund sein Flug ist, ist für den Nichtflieger sein iPhone. Und so geht es weiter. Bevor wir andere anklagen, können wir uns überlegen, wo wir selbst genauso sind. Es bringt nichts, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Tiefe Gewohnheiten oder Belange zu ändern ist unter Umständen eine große Hürde. Wer es häufig schafft, diese Hürden ab und zu zu überwinden kann sich beglückwünschen, anstatt sich über andere zu beklagen.

Rennen

Nach großen Runs habe ich tiefe Tiefs erlebt. Und nach Tiefzeiten unerwartete Runs. Mit den Runs bin ich etwas vorsichtiger geworden, weil die Tiefs nicht angenehm sind. Tiefs finde ich nicht mehr so dramatisch, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich sie als ein Tanken von Energie deuten kann.

Wenn ich es einrichten kann, bemühe ich mich um Beständigkeit. Schritt für Schritt und ohne Hast Weitergehen bringt einen auf Dauer am sichersten voran.

Fundament

Von den meisten Tipps bekommt und sieht man kein unmittelbares Ergebnis. Aber wer sich mit seinen privaten Werten und Zielen beschäftigt und sich um körperliche und geistige Gesundheit bemüht, bildet sich ein starkes Lebensfundament.

Wer weiß, wo er herkommt und wo er hin will, wird sanfter, beständiger und zufriedener.

WHM

Nachdem ich das Interview von Tim Ferriss mit Wim Hof gehört habe, habe ich diese Techniken ausprobiert. Ich habe damit gerechnet, dass Unglaubliches passiert: Zustände, die ich mir nicht vorstellen kann und vielleicht sogar grundlegend Lebensveränderndes. So ist es, wie es auf den ersten Blick erscheint, nicht gekommen. Aber was heißt schon lebensverändernd? Vor ca. 1,5 Jahren habe ich einen 10 Wochen Wim-Hoff-Audio-Video-Workshop gemacht und kann das Folgende mit Sicherheit sagen:

  • Seitdem bin ich bis auf wenige leichte Erkältungen (kein Husten) nicht mehr krank geworden, auch wenn es alle um mich herum erwischt hat.
  • Ich bin mehrfach 5 bis 10 Minuten in zum Teil eisbedeckten oder eiskaltem Wasser geschwommen. Das ist jedesmal ein großes Erlebnis und erweitert den Horizont, wozu man in der Lage ist.
  • Ich habe ausgeatmet bis 3,5 Minuten die Luft angehalten, eingeatmet bis 5 Minuten. Zwei Mal habe ich erlebt, wie ich auf diese Weise einen Grippe- oder Fieberanflug abgewendet habe.
  • Ich habe einige (allerdings schnell vergängliche) geistig-körperliche Zustände erlebt, die sehr angenehm waren.

WHM braucht (genau wie Meditation, Sport, Selbsthypnose, Weiterbildung, Affirmation) Zeit. Und man muss sich überlegen, wie viel Zeit man wofür aufwenden möchte. Die Methode besteht aus drei Komponenten: Stretching, Atemübungen, Kälte. Stretching mache ich beim Yoga und vor und nach dem Sport. Kalt duschen tue ich meist, wenn ich dusche, aber nicht mehr gezielt mindestens fünf Minuten am Tag. Diesen Winter hatte ich ehrlich gesagt auch manchmal keine Lust, nach einer langen kalten Dusche noch stundenlang leicht nachzufrieren. Die Atemübungen habe ich schon relativ schnell leicht verkürzt. In den letzten Monaten mache ich sie wieder etwas ausfühlicher (ca. 20 – 25min), aber nur ein bis zwei Mal pro Woche. Allerdings auf jeden Fall, wenn Infekte im Umlauf sind.

Da ich diese Methode nun schon relativ lange praktiziere, hätte ich noch einiges dazu zu erzählen. Theoretisch hätte ich auch Lust, sie zu vertiefen, ich habe aber zum Einen keine Lust, an einem Workshop teilzunehmen und zum Zweiten möchte ich auch nicht noch mehr Zeit in etwas investieren, von dem ich nicht weiß, ob es mir einen größeren Nutzen bringen würde als meine derzeitige Praxis. Ich möchte kein WHM-Profi oder Ausbilder werden. Mir reicht es, den gesundheitlichen Effekt der regelmäßigen Kälte und der Atemübungen zu erhalten. Die Zeit, die ich nicht in WHM investiere, möchte ich lieber in Meditation, Reflektion, Weiterbildung und Sport stecken.

Ich empfehle aber jedem, diese Technik auszuprobieren. Wenigstens ist (auch schon das kurze) Kaltduschen von hohem gesundheitlichen Nutzen. Aber auch die Wissenschaft, die hinter den Atemübungen steckt ist erstaunlich.

Sucht

Wenn man etwas in seinem Leben haben möchte, das weder schädlich ist, noch viel Zeit in Anspruch nimmt, handelt es sich nicht um Sucht. Wenn Zigaretten überall verfügbar wären, nicht schädlich, nichts kosten und niemanden stören würden, dann wäre das Rauchen höchstens eine Macke oder ein Tick. So, wie Kaugummi kauen.

Ein wichtiges Charakteristikum von Sucht ist die Zeit, die sie in Anspruch nimmt. Sucht soll eine Negative und unnötige Abhängigkeit beschreiben. Süchtig ist auch, wer Negatives in Kauf nimmt, um eine eigentlich nutzlose Befriedigung oder eine Betäubung zu erlangen. Die Befriedigung liegt in nichts anderem mehr, als in dem Ernähren der Sucht.

Wer eine angewöhnte Verhaltensweise ändern möchte (z.B. eine Sucht), der kann sich helfen, indem er diese nicht einfach versucht wegzulassen, sondern durch etwas anderes ersetzt. Es ist okay, eine Sucht erstmal durch eine Macke oder einen Tick zu ersetzen. Aber man kann auch eine nutzlose Befriedigung durch eine nützliche Befriedigung ersetzen. Gewohnheiten lassen sich ändern, wenn man es bewusst und zielstrebig angeht.

Style

Dass die meisten Dinge nicht das sind, was sie eigentlich sind, sondern das, was wir uns von ihnen versprechen, ist klar und keine tiefe philosophische Weisheit. Aber doch sollte man über diese Erkenntnis regelmäßig reflektieren. Style ist sozial. Wer soll was über mich denken? Was will ich mir über mich erzählen? Mit wem will ich ähnlich sein, mit wem verschieden?

Ist mein Style angepasst, weil ich mir andere Verschiedenheiten rausnehmen möchte? Möchte ich stark oder sensibel aussehen? Warum?

Wer seine Werte kennt, kann ihnen seine Kleidung anpassen. Wer seine Ziele kennt auch. Wer sich nicht sicher ist, über seine Werte und Ziele, kann sich anhand seiner Kleidung besser kennen lernen. 

Mindset

Es ist schwierig Menschen zu belehren, die selbst gerade belehren möchten. Leicht landet man in einem Gestrüpp aus Rechthabereien. Es ist auch schwierig, sich mit Menschen zu streiten, die sich häufig streiten. Denn diese Menschen sind streitgeübt und Streit ist ihnen zu einer Gewohnheit geworden. So, wie vielen Menschen das Sich-Sorgen zur Gewohnheit geworden ist.

Von Orten, wo die Belehrer und Streiter sind, hält man sich am besten fern. Es gibt genügend Platz für Win-Win um nicht ins Lose-Lose geraten zu müssen.

Menschen

Im Daodejing steht sinngemäß, dass es besser ist, sich selbst zu verstehen, als andere zu durchschauen. Und es stimmt.

Sich selbst zu kennen, zu beeinflussen oder zu ändern sind mächtigere Eigenschaften als die Manipulation anderer. Ramana Maharshi hat gesagt: Wenn einem die Erde zu heiß ist, ist es besser, sich Leder unter die Füsse zu binden, als die ganze Welt mit Leder überziehen zu wollen.

Eine sehr gute Methode, um sich selbst kennen zu lernen, ist es, andere als Spiegel zu benutzen. Wenn man sich über andere ärgert, ist es gut, in sich hineinzuhorchen und sein eigenes Leben zu betrachten: Wo bin ich genauso? Wann mache ich die gleichen Fehler?

Erkenntnis ist ein Schlüssel für eine abgeschlossene Tür zu einer (Auf-)Lösung.

Anders

Wer weitermacht, das zu tun, was er bisher getan hat, wird weiterhin bekommen, was er bisher bekommen hat. Das klingt auf deutsch etwas sperrig, ist in der amerikanischen Selbsthilfeliteratur aber ein zu Recht viel zitierter Satz. Und, wie viele andere einfache Leitsätze, ist er es wert, verinnerlicht zu werden.

Wer seit Jahren sein Kind beschimpft, dass es gewisse Dinge anders tun soll, sich aber seit Jahren nichts ändert, tut genau dies.

Wer seit Jahren versucht, mit Diäten abzunehmen, es aber nicht schafft, sollte sich überlegen, ob er eine andere Herangehensweise verfolgen soll.

Wenn eine Technik nicht funktioniert, sollte man sich von ihr trennen! Auch wenn sie einem als einleuchtend und deshalb wirksam erscheint.

Wenn das eigene Leben ausbaufähig erscheint, kann man vieles ändern. Seine Arbeitsweise, seine Ernährung, seine Kommunikation, seinen Schlaf-Wach-Rhythmus, seine Gewohnheiten. Dinge auszuprobieren ist gut. Man erfährt die besten Herangehensweisen und das Leben bleibt interessant.

Die äußeren Umstände des Lebens werden sich nicht ändern, wenn man nicht bereit ist, sich selbst zu ändern.

 

Positivzwickmühle

Manche Praxis wirkt einem so bescheuert oder gewollt, dass man erst einen Effekt merken muss, um sie vor sich selbst selbstbewusst zu rechtfertigen:

Ajahn Brahm wurde von seinem Lehrer Ajahn Chah empfohlen, morgens 20 Mal in den Spiegel zu lächeln. Als ich dieses Lächeln vorm Spiegel die ersten Male ausprobiert habe, war es mir vor mir selbst peinlich. Auch wenn ich es mit vollen 20 Mal nur ein Mal gemacht habe, weiß ich mittlerweile, dass es ein effektives Priming ist, morgens den Lächel- den Freudereflex zu aktivieren.

Falls es nicht klappt, ist es wenigstens eine gute Übung, über den eigenen Schatten zu springen. Und das zu beherrschen ist mindestens so hilfreich, wie positiv in den Tag zu starten. Also eine Positivzwickmühle. Es ist wie mit Affirmationen in Selbsthypnose: Falls die Affirmation nichts bringen sollte, ist die Entspannung der Trance trotzdem eine äußerst angenehm verbrachte Zeit!

Erfüllung

Wenn etwas unnatürlich oder umständlich erscheint, kann es trotzdem vernünftig sein, es auszuprobieren. Manchmal treten Versprechen, die zu schön zu sein scheinen, um wahr zu sein, ein.

Wie wäre es, wenn es etwas gäbe, was wir 20 Minuten jeden Tag machen, wodurch wir kaum mehr krank werden?

Wie wäre es, zwei Stunden pro Woche zu investieren, um ab 50 nicht schnell und sicher zu vergreisen, sondern bis ins hohe Alter beweglich zu bleiben?

Lohnt es sich 15 Minuten am Tag zu investieren, um die Chance finanziell unabhängig zu werden zu verzehnfachen?

Was ist der Zeitwert für die Verwirklichung von Lebensträumen?

Bevor wir Zeit, Anstrengungen und Geld investieren, lohnt es sich herauszufinden, was die eigenen Träume wirklich sind und was wir uns von ihnen versprechen.

7 Tricks

Wenn man etwas will, dann gibt es einen Weg zu dem Gewollten. Der Weg beinhaltet Hürden und Durststrecken. Ein Problem entsteht erst, wenn man vor einer Hürde steht, über die man nicht rüber will, weil man nicht weiß, was auf der anderen Seite ist.

Ein Grundschüler will nicht sein Abi, er will Handy spielen!

Und ob wir wollen oder nicht: in jedem von uns steckt ein Grundschüler. 7 Tricks helfen, die Hürden im Unbewussten einfach zu überwinden:

  1.  Ein Ziel, das so groß ist, dass die Hürden es nicht verdecken (Fokus)
  2. gute Gründe (die man visualisieren kann)
  3. Meilensteine (sichtbare Horizonte)
  4. Visualisieren (das Unbewusste motivieren)
  5. den kleinstmöglichen nächsten Schritt kennen (Minihürden)
  6. Erfolgserlebnisse (Selbstvertrauen)
  7. die Gewohnheit, weiterzumachen (Drive)

Einsam

Vor 20 Jahren habe ich ein Buch gelesen, das vergriffen ist und dessen Titel ich vergessen habe. Der Autor hat religiöse Eremiten in China besucht und interviewt. Ich war erstaunt, dass diese Menschen keine großen Lebensweisheiten zu verkünden hatten oder tiefen Frieden ausgestrahlt hätten. Stattdessen haben sie von de Schwierigkeiten des Überlebens und der Härte der Einsamkeit gesprochen. Und von eher starren religiösen Vorstellungen, wie sie auch ein Selbstmordattentäter haben könnte.

In dem Film Into the Wild von Sean Penn verlässt der Protagonist ohne sich zu verabschieden Familie und Freunde, um die Romantik der Einsamkeit in der Wildnis zu finden. Unterwegs trifft er Menschen, mit denen er sehr schöne gemeinsame Momente, Tage und Wochen erlebt. Als er endlich alles hinter sich gelassen hat und in der ersehnten Einsamkeit der Wildnis angekommen ist, verhungert er dort. Alles was er hinterlässt ist ein Satz, den er in den Tisch seiner Unterkunft geritzt hat. Dieser Satz ist in mir hängen geblieben und hat den Film für mich zu einem Lehrstück gemacht:

True happiness ist shared.

Lesen

Lesen ist eine gezielte Gehirnwäsche. Es gibt Dinge, von denen wir uns vorstellen, dass wir sie eigentlich wollen. Nur der Funke, der das Feuer der Handlung entfacht, springt nicht über. Abnehmen, Rauchen aufhören, Früher-zu-Bett, Sport. Alles, was mit Disziplin zu tun hat, braucht innere Überzeugung. Disziplin kommt durch Motivation. Und wo soll man die her nehmen? Hypnose hilft, Barrieren abzubauen, zu motivieren, zu handeln. Schreiben hilft, wünschen hilft, Affirmation hilft und:

Lesen hilft! Viele Bücher liest man eigentlich nicht, um den Inhalt des Buches zu erfahren, sondern um motiviert zu werden. In vielen Titeln von Büchern steht eigentlich schon alles, was man wissen muss: The Power of Habit, The 5 am club, Think and grow rich. Eigentlich reicht es, die Worte „The Power of Habit“ zu lesen, um zu wissen, dass Gewohnheiten mächtig sind. Man könnte sich also denken: Okay, Gewohnheiten sind wahnsinnig mächtig. Was will ich? Was für Gewohnheiten habe ich? Welche Gewohnheiten sollte ich ändern, oder mir neu aneignen?

Vielleicht sind wir allerdings noch nicht überzeugt genug, um zu handeln. Dann lesen wir etwas mehr darüber. Vielleicht einen Blinkist Titel. Wobei das wahrscheinlich noch zu kurz ist, um zum nachhaltigen Handeln zu bewegen. Wenn man das ganze Buch liest, hat man die Chance sein Denken zu verändern und die Dinge, über die man liest tatsächlich ins eigene Denken zu bekommen und sich die passenden Gedanken anzugewöhnen.

 

30-Zone Berlin

  • leise
  • sicher
  • entspannt
  • geschmeidig
  • fahrradfreundlich

 

  • weniger Schilder
  • übersichtlich

 

  • schöneres Stadtbild
  • besseres Stadtimmage
  • fußgängerfreundlich
  • raserunfreundlich
  • umweltfreundlich

 

Im eigenen Leben ist man nicht auf die irrationalen Entscheidungen anderer angewiesen. Jeder kann gemäß seiner Werte Entscheidungen für sein Leben treffen, die:

  • vereinfachen
  • effektiver machen
  • entspannen
  • froh machen
  • frei machen
  • fit machen
  • freundlich machen
  • dynamisch machen
  • gesund machen
  • persönlichen Erfolg verwirklichen
  • erfüllen

 

Anderland

Häufig denke ich an den Film Anderland.

Nach seinem Selbstmord am Beginn des Films (wir wissen nichts), kommt der Protagonist in eine Welt ohne Stress, Lärm und Extreme. Der Chef ist dafür da, dass er sich wohl fühlt, sein Haus ist sauber, seine Frau streitet nicht, es gibt keine Kriminalität.

Was erst wie das Paradies erscheint, wird immer unangenehmer. Das ist kein richtiges Leben. Der Protagonist beginnt gierig zu werden auf echte Dispute, Anstrengung und Herausforderung. Als er durch eine Wand das Geschrei von Kindern hört, hält er es nicht mehr aus und er versucht, sich ein Loch in die Wand zu machen, um dorthin zu gelangen.

Ich denke ich an diesen Film manchmal, wenn es mir zu laut, zu lebhaft, zu stressig wird. Dann verstehe ich schnell, dass wir das Gegensätzliche brauchen und nehme mich zurück und bin dankbar.

Tricks

Gern wird behauptet, dass man durch Meditation weniger Schlaf brauche. Die Wahrheit ist, dass Menschen, die meinen, dass sie mit ihrem zu wenigen Schlaf auskommen sollten, durch Meditation lernen können, genug zu Schlafen, weil sie gesündere Prioritäten im Leben setzten.

Am Ende wollen alle glücklich sein. Doch pauschal mit Glück zu werben ist selbst für Werbung nicht glaubwürdig genug. Also muss man als Werber etwas anbieten, von dem die Leute glauben, dass es sie glücklich machen würde. Wenn das Glück nun durch den beworbenen Artikel von etwas anderem kommt, wird es den Beglückten nicht stören.

Werbung bedient sich Tricks, um die Barrieren des Verstandes zu überwinden. Darf man billige Tricks anwenden, um für das Gute zu werben? Oder anders ausgedrückt: Darf man lügen, um jemanden in eine positive Falle zu locken? Wenn man jemanden damit das Leben rettet, ja. Wenn man jemanden damit zum Leben erweckt, auch! Wenn man Menschen nur Geld und Verstand aus der Tasche ziehen will, nicht.

Jetzt

Das Leben ist zu kurz, um mit dem Rauchen aufzuhören. Andererseits wird es länger, wenn man aufhört. Wie soll man abwägen, welche langfristigen Entscheidungen man trifft? Werte helfen! Auch wenn sie, je dichter man sie betrachtet, kompliziert werden. Wenn ich nicht rauche und keinen Alkohol trinke, sollte ich dann auch keinen Zucker essen? Wenn ich Ökostrom beziehe und kein Auto besitze, sollte ich dann auch nichts in Plastik Verpacktes einkaufen und nicht mit dem Flugzeug fliegen?

Auf der ersten europäischen Zusammenkunft von 1% for the Planet-Mitgliedern hat ein Vorstand von Patagonia auf die Frage, was für Patagonia zuerst komme, Umwelt oder Produkt gesagt: Wir möchten das bestmögliche Produkt herstellen! Dann schauen wir, wie das zu den für die Umwelt besten Bedingungen möglich ist.

Wie ist es, wenn ein Ölproduzent einen Großteil seines Gewinns in die Erforschung alternativer Energiegewinnung steckt? Als Konsument von Energie gäbe ich lieber ihm mein Geld, als einem Produzenten, der das nicht tut.

Wer Werte hat und Ziele, kann müheloser im Moment leben, als jemand, der jede Entscheidung aufs Neue überdenken muss.

 

Tatoos

Ich bin mir nicht sicher, warum man sich tätowieren lässt. Ich könnte mir vorstellen, dass Tätowierungen gut sind, um zu üben, seinem früheren Ich zu verzeihen. Aber wahrscheinlich ist die Intention das Gegenteil: man wünscht sich, die gegenwärtige Geisteshaltung für die Zukunft zu bewahren. Ich habe mir nie etwas bewahren können. Und so bin ich froh, dass ich mir als kleiner Junge keine Legomännchen tätowiert habe, als Jungjugendlicher keinen Popstar und als Spätjugendlicher keine psychedelischen Muster.

Aber vielleicht sind Blogeinträge so etwas, wie kleine Tätowirungen. Öffentliche, (und wenn mann sie nicht wegmacht) dauerhafte Bekenntnisse zur gegenwärtigen Geisteshaltung.

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P.S.: Als Achtzehnjähriger wartete ich auf die S-Bahn, um in ein Tatoo-Studio zu gehen und mich zu erkundigen. Da kam ein Mann und fragte mich, was ich vor habe und ich erzählte es ihm. Er zeigte mir seine Tätowierungen, die er sich gerade nach und nach teuer, schmerzhaft und nicht besonders ansehnlich entfernen lies. Irgendwann nerven einen diese Bilder, glaub mir. Lass es bleiben, sagte er und fragte, ob ich kiffen würden. Er gab mir etwas Hasch und empfahl mir erstmal einen Joint zu rauchen und nachzudenken. In die Bahn bin ich dann nicht gestiegen.

Wenn ich heute jemandem diese Geschichte erzähle, erscheint sie mir wie ein Märchen. Aber so war es. Und ich bin diesem netten Mann, der wie aus dem Nichts kam dankbar.

Ajahn Brahm

Mehrfach habe ich die Geschichtchen in Die Kuh, die weinte von Ajahn Brahm gelesen. Ajahn Brahm leitet ein buddhistisches Kloster in Australien. Wie man im Buch erfährt war er Schüler von Ajahn Chah und hat einige Jahre unter härtesten Bedingungen als Waldmönch gelebt.

Das Buch enthält viele Wohlfühlgeschichten, buddhistische Weisheiten und Anekdoten. Gegen Ende des Buches gibt er auch noch einige wertvolle Meditations-Tipps.

Es gibt noch ein oder zwei ähnliche Bücher von ihm, aber dieses gefällt mir am besten.

Nehmen

Wenn man etwas nicht mehr hinnehmen will, weil es einem reicht und man einfach keine Lust mehr hat, dann ist das okay. Doch viel besser, man sagt ganz freundlich, dass es einem reicht, als es zu schimpfen.

Warum wird so oft geschimpft, dass es einem reicht? Weil die Person, der es reicht damit rechtfertigen möchte, dass sie gerade nicht mehr will. Die meisten Dinge, die man schimpft, kann man auch freundlich sagen und alle haben gewonnen (win-win).

Doppelt

Alles, was ich über Lebenshilfe schreibe, kann man auch geballt und ausführlich bei Tony Robbins oder Brian Tracy finden. Alles zu Dualismus, Daoismus, Advaita und Spiritualität bei z.B. Anthony de Mello.

Worte und Einsichten wachsen im Verstand wie Pflanzen aus der Erde. Bäume, Blüten, Schlingpflanzen, Unkraut, Früchte. Unaufhaltsam entstehen Symbiosen und Variationen.

Pflanzen

Streit

Die Advaitisten sagen: das Ich müsse erkannt werden. Dann wird dessen Nichtexistenz deutlich und das reine Bewusstsein tritt in den Vordergrund. Die Erkenntnis der Nichtdualität bleibt, das ist Glückseligkeit.

Der Buddhist Ajahn Brahm sagt, es gibt keine Erleuchtung ohne vorangegangene Lichterscheinungen (Nimittas).

Die Advaitisten sagen, es brauche keine Erscheinungen. Alles was kommt, geht auch wieder und ist damit eine Illusion des Verstandes.

Wo Worte sind, sind Meinungen. Wo Meinungen sind, sind Widersprüche. Wer Worte benutzt, muss sich festlegen und in Kauf nehmen, widerlegt zu werden.

Wo mit Worten um Wahrheit gerungen wird, behällt keiner Recht. Das muss nicht heißen, dass die Unwahrheit gesagt worden ist. Die Dinge sind aus verschiedenen Blickwinkeln einfach anders.

Milton

Eines der Bücher, die ich häufig gelesen habe, ist Jeffrey Zeigs Mitschrift eines Seminars von Milton H. Erickson. Das Buch hat den sehr schönen Titel Meine Stimme begleitet Sie überall hin. Es gibt einzigartig interessante Einsichten über die Heilungsmöglichkeiten der medizinischen Hypnose und in die echte Menschenkenntnis und Kreativität Ericksons. Allein die Lebensgeschichte Ericksons, die in der Einführung erzählt wird, ist wie ein Wunder. Und seine Weisheit ist fernab von allem Religiösen, Mode-Psychologischen, von NLPlerischer Alleswisserei und theoretischer Philosophie.

Dieses Buch ist voll von wahren Heilungsgeschichten. Es ist eingängig, lehrsam und herzerwärmend erhebend. Wenn ich regelmäßig Bücher an Freunde verschenken würde, wäre dies wahrscheinlich der Titel, den ich am häufigsten verschenkt hätte. Ich werde es noch ein paar Mal lesen. Wer es sich bestellt und die ersten Seiten liest, wird schnell wissen, was ich meine.

Gold

Bücher mehrfach zu lesen, ist Gold wert. Bei guten Büchern ist das erste Mal Lesen eigentlich nur zur Probe. Wenn ich ein Buch lese, das mich beeindruckt, nehme ich mir häufig vor, es direkt nochmal zu lesen. Denn wie viele der Einsichten kann man sich merken, wie sehr kann beim ersten Lesen die literarische Qualität genießen? Doch den Plan des wiederholten Lesens verwirkliche ich fast nie.

Noch während ich im Buch stecke, plane ich die Folgelektüre. Doch bei einigen Büchern ist es mir gelungen, mein Vorhaben zu verwirklichen und es hat sich immer gelohnt. Die Bücher, die ich ein zweites Mal gelesen habe, habe ich dann zum Teil sogar noch öfter gelesen.

Gefühle

95% unserer Gefühle spüren wir im Brustraum. Etwas hoch , bis zum Hals und etwas runter, aber beim Magen ist Schluss. Es gibt auch gegensätzliche Gefühle, die sich gleich anfühlen, aber mit anderen Gedanken verknüpft sind. Gefühle selbst plagen uns selten. Negative Gedanken sind immer eine Last. Es passiert leicht, dass wir sie auf ihre Richtigkeit überprüfen wollen, um sie zu knacken. Doch dabei landen wir in Bestätigungsirrfahrten.

Eine Technik, die helfen kann: Aufschreiben, was man denkt und warum man sich so fühlt. Dann den gewünschten Ausgang definieren und aufschreiben.

Orte

Essen gehört für mich dorthin, wo es zubereitet wurde. Jedenfalls gekochtes Essen. Bestelltes Essen ist nichts für mich. Picknick geht gerade noch. Ich bin gerade in Indien. Ich liebe das Essen hier. Ich glaube aber, dass es in einem anderen Klima, in einer anderen Atmosphäre, in einem anderen Land etwas von seinem Zauber verlieren würde. Dinge, Menschen, Essen müssen echt sein und am richtigen Ort sein. Das macht sie zu dem, was sie sind.

Alte Bekannte

Wenn man hofft, dass die eigene Zukunft sich so entwickelt, wie man es sich wünscht, reicht das unter Umständen nicht: man muss wissen, dass es so passierten wird!

Erstens muss man sich etwas wünschen und vorstellen und zum Ziel erklären.
Zweitens gucken, ob man sich nicht das Gegenteil auch wünscht. (Am besten schriftlich).
Drittens muss man das Hoffen irgendwie überspringen und stattdessen wissen, dass es so kommen wird. (Weil man es hofft).
Viertens muss man zur Sicherheit auch Nachhelfen. Dann kommt man seinem Ziel entgegen. Man läuft nicht versehentlich aneinander vorbei, sondern kann sich schon aus sicherer Entfernung zuwinken und als alten Bekannten begrüßen.

Blüten

Es ist selten der Fall, dass man einen Absatz liest und einem dadurch ein Licht aufgeht. Meist liest man etwas, nimmt es hin und manchmal beschäftigt es einen und langsam aber sicher erkennt man, dass da eine Wahrheit steckt. Man erschafft einen fruchtbaren Boden für Erkenntnis. Und man sät die Samen für die Erkenntnisse, die in einem selbst wachsen und blühen sollen. Deshalb muss man aufpassen, was man in sich hineintut. Es wird zu einem Teil der Person. Es ist gut, sich mit Lösungen zu beschäftigen. Über Lösungen zu lesen und zu sprechen und zu denken.

Lösungen für Probleme. Wege zu Zielen. Stille im Moment.

Flucht

Was macht man, wenn das Gespräch auf das Thema Telefongesellschaften und Warteschleifen und Weiterverbindungen kommt? Jede Geschichte dauert eine gefühlte Ewigkeit und berichtet von unsäglichen Misshandlungen des gesunden Verstandes. Und jeder hat diese Geschichten schon oft erlebt und weitererzählt und sich zahlreiche dieser Geschichten von anderen angehört. Was macht man also? Es ist schwer sich zurück zu halten, aber zähe Geschichten über die Nervigkeit des Daseins sind fast immer besser zu meiden. Manchmal hilft nur Flucht.

Affirmation

Vor dem Einschlafen ist ein guter Zeitpunkt für einfache Affirmationen. Es hält davon ab ins Grübeln zu geraten, oder über Dinge nachzudenken, die man besser am Tag löst. Affirmationen sollten im Präsens und auf einen persönlich formuliert sein. Das ist alles. Es sind Gedanken, die sich eingewöhnen und verwirklichen sollen. Und sie sind ein gesunder Ausgleich zu den vielen Anschuldigungen, die man jeden Tag gegen sich macht, wie: Ich bin so ein Schussel. Wie konnte ich das schon wieder vergessen. Warum habe ich dass gesagt?! Wie sehe ich denn aus?! Oh Gott, das auch noch! Das war dumm von mir. Ich komme zu spät.

Ich habe Richard Bandler einmal sagen hören, dass sich die Leute als erste Eigenschaft meistens Selbstbewusstsein wünschen würden und meinte dazu, warum sie sich nicht lieber Motivation zum Lernen wünschten, es liefen schon genug Idioten rum, die sich für die Größten hielten. Es ist nicht schlecht, selbstkritisch zu sein. Aber wenigstens für das, was man sich tagsüber so an den Kopf schmeißt, kann man einen Ausgleich schaffen. Bei den abendlichen Affirmationen kann man einfach in den großen Pool des Positiven greifen. Dabei kann man nichts falsch machen.

Ich bin selbstbewusst. Ich bin motiviert zu lernen. Ich bin gesund. Ich ernähre mich gesund. Ich habe Freude an dem, was ich tue. Ich bin schön. Ich bin stark. Ich bin gerecht. Ich bin intelligent. Ich bin freundlich. Ich bin mutig. Ich verdiene viel Geld. Ich gebe mein Wissen weiter. Ich bin offen und freundlich. Ich fühle mich frei. Alles,was ich tue, tue ich mit Hingabe. Meine Ziele ziehen mich an. Ich bin gütig. Ich bin schnell, wenn es darauf ankommt. Ich mache es mir gemütlich. Ich entspanne schnell. Ich habe Freude daran, meine Ziele zu verfolgen. Ich atme tief und ruhig. Ich höre gut zu. Ich liebe meine Familie. Ich liebe mich selbst. Ich mache den Menschen ehrliche Komplimente. Ich gebe meinem Gegenüber ein gutes Gefühl. Ich helfe den Menschen. Ich helfe mir. Ich helfe gern. Ich bin lebendig. Ich bin dankbar. Ich bin so dankbar für jede Kleinigkeit. Ich würdige den Moment. Ich bin Eins mit allem. Ich bin das Universum. Ich bin alles. Alles ist ich. Ich bin frei.

Urteile

Wenn man es mit einer Person zu tun hat, (mit einer anderen, oder der eigenen), ist es häufig hilfreich, daran zu denken, wie diese Person ein Baby war und ein Kind und eine Jugendliche. Diese Person hat viele unvermeidliche Stufen und Erfahrungen hinter sich, die ihr vom Leben meist ungebeten präsentiert wurden.

Wer dies ausprobiert, wird merken, dass das eigene spontane Urteil über den Anderen nur ein Spiegel der eigenen Wünsche und momentanen Bedürfnisse ist.

 

Eine andere sehr hilfreiche Vorstellung gegenüber Menschen ist, sich über sie vorzustellen, wie sie sich aus einem inneren Selbstverständnis heraus, liebenswürdig, umsichtig und zuvorkommend anderen gegenüber verhalten.

Diese Visualisierung ist einfach. Wer sich so etwas über die nächsten fünf bis zehn fremden Menschen vorstellt, wird Erstaunliches feststellen.

Geschmack

Geschmäcker sind nicht gegenteilig. Süß kann Sauer nicht aufheben. Eher gibt das Saure dem Süßen Tiefe. Interessante Geschmäcker entstehen durch Mischungen und gegensätzliche Akzente, wie bei leicht gesalzenem Karamell. Das Stoffliche bietet eine unendliche Vielfalt von nuancierten Variationen.

Ganz besonders mögen wir kleine Abweichung von Bekanntem. Und ganz besonders hassen wir kleine Abweichungen von Bekanntem. Und das Gleiche in total anders kann Erleuchtung oder Frechheit sein. Zu Dingen, die wir nicht gut kennen, haben wir meist keine ausgeprägten Gefühle.