Intentionstricks

Wovor fürchten wir uns konkret, wenn wir wichtige Entscheidungen oder Handlungen vor uns herschieben? Wird es lange dauern und nervig sein? Oder wird es Konsequenzen geben?

Häufig werden wir ausgetrickst von unserer Intention. Und unser intuitives Verständnis lässt sich leicht auf den Holzweg führen.

Es lohnt sich, den Sinn und den Hintergrund unserer Handlungen zu prüfen und zu analysieren, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Klagen

Wir können klagen und das Leben mühsam finden und die Freunde, die Familie, die Mitarbeiter und die Leute anstrengend, unfreundlich oder wenig verständig finden. Das Wetter, die Medien, die Werbung, die Geräusche, der Dreck und unseren Körper zermürben uns mal kurz und hart, mal langsam aber sicher. Und in wachen Momenten können wir bemerken, dass wir nur einer mehr sind, der nörgelt und sich beklagt.

Rückzug

Es wurde ein Fehler gemacht und nun muss man damit umgehen. Das erste Resultat ist schlechte Laune. Bei schlechter Laune fällt es leichter, gereizt zu sein, Dinge schlecht zu finden und Mißstände zu sehen. Doch die schlechte Laune darf keine Chance bekommen sich zu etablieren. Auf Dauer kostet sie nur Kraft und macht sinnvolles Handeln schwierig.

Die schlechte Laune ist ein Hilfsmittel, um zu erkennen, dass etwas getan werden muss. Die Erkenntnis eines Fehlers sollte sofort die Überlegung auslösen, ob etwas getan werden kann und was zu tun ist.

Lösungsorientiertes Denken wird schnell zur Gewohnheit. Aber man muss es nähren und pflegen. Es gedeiht und wächst nicht von allein.

Fakten

Falsche Aussagen sind leicht gesagt und aufwändig zu widerlegen. Das ist unangenehm, wenn man eine falsche Aussage nicht stehen lassen möchte. Man sollte sich fragen, ob man die Mühe des Versuchs auf sich nimmt, den Fehler aufzuklären.

Es ist kein Resignieren, wenn man die Worte Victors von Strauss Übersetzung des Dao De Jing  beherzigt: Viel Worte meist in nichts verrinnen. Weit besser man bewahrt es Innen.

 

Ist

Man kann jeden Tag gute Tipps lesen, über Reframing, Meditation, Lebenseinstellungs- und Atmungstipps. Und selbst wenn man nichts davon umsetzt, profitiert man.

Man beschäftigt sich mit lösungsorientiertem Denken, man gibt seinem Geist positiven Input, man bekräftigt was man bereits für richtig hält. Jedoch einen kleinen, gravierenden, aber leicht zu korrigierenden Fehler kann man machen.

Man sollte nicht denken: Okay! Alles wird gut. Diese Suggestion ist nicht hilfreich, weil sie sich auf die Zukunft bezieht. Und die Zukunft bleibt die Zukunft.

Sprachliche Feinheiten sind wichtig. Positives Denken muss man im Präsenz formulieren! Alles ist gut.

Menschenkenntnis

Wer von sich behauptet, er hätte Menschenkenntnis, ist entweder ein Profi seines Fachs und nur darauf bezieht sich seine Menschenkenntnis. Oder er ist ein blutiger Anfänger.

Wer allgemein von Menschenkenntnis spricht, hat wahrscheinlich wenig Kenntnis von Menschen. Denn das Thema Mensch ist so groß, dass es dafür zahllose Studienfächer gibt.

Wer seine Kenntnis über die Menschen vertiefen möchte, kann die richtigen Fragen stellen: Wie funktioniere ich? Wie funktioniert das Denken? Wie funktioniert Sprache und Text? Wie funktionieren Gefühle? Wie funktionieren Sehen, Hören und Assoziation?

Hilfsmittel, um Antworten zu bekommen sind Schreiben, Meditieren, Lesen von Literatur und Meister seines Faches werden.

Luft

Wer tief einatmet ordnet den Körper so, dass Gelenke, Muskeln und Gefäße frei und locker sind. Wer tief Luft holt, korrigiert seine Haltung. Durch tiefes Luftholen weitet sich der Brustkorb. Die Schultern legen sich zurück und die Wirbelsäule streckt sich.

Außerdem wird das Blut mit Sauerstoff versorgt und das Blut versorgt Gehirn und Organe.

Durch das Beachten des Atems richtet sich der Geist auf den Moment aus. Denn der Atem findet immer im Jetzt statt. Deshalb bekommt der Atem zentrale Aufmerksamkeit in allen ganzheitlichen Sportpraktiken.

Wer regelmäßig bewusst atmet, macht es sich schnell zur Gewohnheit, weil der Effekt so deutlich ist.

Bloggen

Wer täglich für einen Blog schreibt, hat ein Messsystem für seine Verfassung. Wie ist die Zeiteinteilung? Wie erschöpft ist man? Was geht noch, wenn man erschöpft ist? Wann ist man besonders schöpferisch: morgens, abends, unterwegs, im Urlaub oder eher in einer normalen Arbeitswoche oder am Wochenende?

Man kann merken, wenn Input fehlt oder Kraft. Wenn keine Kraft ist für Standpunkte, Stellungnahmen oder konkrete Aussagen, dann braucht man wahrscheinlich etwas Ruhe, damit sich die inneren Ressourcen regenerieren können.

Zorn

Gut, Schlecht, Ja, Nein und Vielleicht sind ständige Begleiter. Wir urteilen konstant über unsere Umgebung und Möglichkeiten. Schlechtes erkennen wir häufig erst daran, es erfahren zu haben. Und Gutes können wir häufig nur erkennen, weil wir das Schlechte kennen. Emotionen zeigen uns, was wir möchten und was nicht. Sie geben uns Hinweise, wie viel Energie wir in etwas stecken sollten.

 

Zuschauen

Wer meint, verantwortlich dafür zu sein, auf Menschen und Dinge Einfluss zu nehmen, nimmt sich damit unter Umständen Ziele vor, auf die er nicht genug Einfluss hat, um sie zu verwirklichen.

Es ist ein Glücksspiel. Der Thrill ist groß, weil der Ausgang ungewiss ist. Doch kommen wir nicht um das Gefühl herum, zu meinen, wir seien mitverantwortlich, ob wir gesegnet sind, oder verflucht.

Besser, wir betrachten die Dinge, die wir nicht beeinflussen können, als den Fluss des Lebens. Und suchen uns Ziele, deren Verwirklichungen in unserer Hand liegen.

Aufmerksamkeit

Onlinemedien, Social Media, und unsere Smartphones haben mit uns mehr Blickkontakt, als reale Personen. Es sind Fässer ohne Boden. Auf diesen Plattformen finden Kämpfe statt um unsere Aufmerksamkeit. Um diese zu erlangen, arbeiten die Kämpfer sich immer dichter an unsere Triebe und Automatismen vor.

Man sollte im Vorhinein aufpassen, nicht das Schlachtfeld zu sein, auf dem diese Kämpfe ausgetragen werden.

Wir brauchen unsere Aufmerksamkeit nicht austricksen zu lassen. Vieles können wir steuern. Wir können gezielte, seriös kuratierte und endliche Informationen aufnehmen aus Zeitungen, Tonträgern und persönlichen Treffen.

Online Medien zu meiden ist eine große Zeit- und Nerveneinsparung. Wir können unsere Aufmerksamkeit für Wertvolles schützen, wenn wir unseren Handy-Bildschirm auf schwarz-weiß einstellen, das Handy nicht auf jeden Spaziergang mitnehmen und im Browser einen Adblocker anstellen.

Kaufen

Kaufen als Stabilisierung des Ich. Kaufen für Lebens-Glück. Verdienen und Kaufen. Kaufen für den Moment, für die Sinne. Kaufen für die Erinnerung. Kaufen um gesund zu bleiben. Kaufen gegen Schmerz. Kaufen für ein gutes Körpergefühl. Kaufen um gut auszusehen. Kaufen für Prestige.

Nichtkaufen als Stabilisierung des Ich. Nichtkaufen für Lebens-Glück. Verdienen und Nichtkaufen . Nichtkaufen für den Moment, für die Sinne. Nichtkaufen für die Erinnerung. Nichtkaufen um gesund zu bleiben. Nichtkaufen gegen Schmerz. Nichtkaufen für ein gutes Körpergefühl. Nichtkaufen um gut auszusehen. Nichtkaufen für Prestige.

Oft ist das Gegenteil genauso wahr und plausibel. Das stimmt auch für Argumente. Dies sollten wir berücksichtigen, wenn es um Recht und Richtigkeit geht. Wenn wir mit uns selbst oder anderen ins Gericht gehen, oder uns von etwas überzeugen wollen. Und jenseits von Argumenten liegt viel Freiheit.

Rechnungen

Wir können uns vieles wünschen und es auch bekommen. Vielleicht bekommen wir es sogar auf einem silbernen Tablett serviert. Wir müssen nur zugreifen.

Aber wir müssen dafür bezahlen. Und besser wir zahlen unsere Rechnungen im Voraus. Wir müssen uns anstrengen, wir müssen arbeiten, wir müssen bereit sein, die Extrarunde zu drehen. Wir müssen bereit sein, Kompromisse zu machen.

Und wenn wir es mit unseren Wünschen ernst meinen, dann ist das alles nichts Unangenehmes. Denn es geht sich gut und zufrieden auf einem Weg, von dem man weiß, dass es der richtige ist.

Mindmaps

Eine Mindmap ist oft eine gute Option, um sich Übersicht zu verschaffen. Denn hier muss das Schreiben nicht linear sein. Und in unserem Kopf sind die Gedanken auch nicht linear, sondern in Themenbereichen.

Im Mittelpunkt können wir aufschreiben, worum es geht. Drumherum schreiben wir die Themen, die uns dazu einfallen und deren Verbindungen.

Mindmaps sind ideal für Zukunftsplanung, Werteübersichten, Projektplanung und Urlaubsplanung. Sie sind aber auch gut, um sich eine Übersicht zu verschaffen über Beziehungen, Gefühle, Gelerntes und zu Lernendes. Häufig übersehen ist, dass Mindmaps sich auch hervorragend zum Mitschreiben eignen.

Mindmaps bieten auch eine gute Plattform, um gemeinsam zu arbeiten.

Der Vorteil an Mindmap-Software ist, dass man Zweige und Topics nachträglich an den passenden Ort verschieben kann.

Reihenfolge

Gedanken und Gefühle beeinflussen sich gegenseitig. Wer lösungsorientiert denkt, wird weniger unangenehme Gefühle haben. Wer sich gut und entspannt fühlt hat wenig negativierende Gedanken.

Man sollte sich nicht täuschen lassen. Sorgen sind eine Mischung aus Einstellung und Gefühl. Und wenn sie zur Gewohnheit geworden sind, suchen sie Inhalt. Sorgen gehen vom Schlimmsten aus. Sie verdrängen rationales Denken.

Die Annahme, Sorgen würden verschwinden, wenn man sich absichert, ist falsch.

Wer merkt, dass er sich häufig über Dinge sorgt, auf die er keinen Einfluss hat, oder die bei etwas tieferem Nachdenken irrational sind, kann den folgenden Satz als Antwort auf die Sorge sagen.

Ich glaube an den bestmöglichen Ausgang jeder Situation, in der ich mich befinde.

Umgebung

Stimmungen und Gefühle haben die Tendenz, sich auszubreiten. Unzufriedenheit des Einen dient nicht der Zufriedenheit des Anderen. Das mag manchmal für beruflichen oder sportlichen Erfolg stimmen und für Gewinne und Verluste. Jedoch nicht für Glück und Zufriedenheit.

Den sanften Pfad auf den Wolken des Glücks betritt, wer von zufriedenen Menschen umgeben ist. Das hat man nicht vollständig in der Hand, aber man kann die Zufriedenheit anderer beeinflussen.

Schlauheit

Man weiß ein paar Dinge. Wenn man ehrlich ist, sind das meiste von diesen Dingen, die man weiß, Vermutungen, Glauben und Interpretationen.

Doch neben diesen paar Dingen, die man sein Wissen nennt, weiß man ein endloses mögliches Wissen nicht.

In Relation zu dieser unendlichen Weite des Nichtwissens, ist unser aller tatsächliches Wissen verschwindend gering!

Wir brauchen uns nichts einbilden auf unsere paar Schlauheiten, mit denen wir uns durchs Leben zu manövrieren meinen.

Etwas Demut ist gesund. Um uns gut zu fühlen brauchen wir uns nicht zu vergleichen.

Harry

Wer möchte, dass sein Argument gehört wird, wer möchte, dass die Verhandlung zum bestmöglichen Ergebnis kommt, wer eine Gewohnheit ändern möchte, wer etwas lernen möchte, oder wer ein Ziel erreichen möchte:

Man kann in vielen Projekten damit rechnen, dass sie ungefähr fünfmal länger dauern, als man sich mit allem Drum und Dran vorstellen konnte.

Die wichtigste Eigenschaft, die man braucht, um etwas konkretes und wertvolles zu erreichen, ist Beharrlichkeit. Rückschläge und Fehler muss man hinnehmen. Lange Fahrten auf der Überholspur in die falsche Richtung sind ein ganz normaler Teil des Weges. Gefühle von Aussichtslosigkeit, sind Gefühle die einen anspornen sollten. Beharrlichkeit ist die eine Eigenschaft die die schwachen und hinderlichen Eigenschaften ignorieren kann und einen sicher zum Ziel bringt.

Sofort

Ideen, Geistesblitze, wichtige Erinnerungen, Inspirationen und ToDos muss man sich sofort aufschreiben. Gedanken sind immer auf der Durchreise und haben es eilig weiter zu kommen. Gern denken wir: Dies ist ein Guter! Der bleibt.

Falsch gedacht. Man muss gute Gedanken sofort festhalten: Unterwegs, im Gespräch, bei der Arbeit, beim Schlafen, Hören oder Fernsehen.

Ins Memo- oder Notizen-Widget, als Mail an sich selbst, in die ToDo-Liste, ins Mindmap, auf einen Zettel oder Post-it , in ein Notizheft, ins Trello oder Evernote.

Gute Gedanken sind wertvoll. Und auch wenn man meint, es kämen genug brauchbare vorbei – hier entsteht Qualität durch Quantität.

Loslassen 2

Segelsetzen, Driften, Entspannen und Genießen. Wo Werte und Ziele zusammenpassen, gibt es nicht viel zu tun. Die Ziele und die passenden Fragen müssen richtig formuliert sein, dann ist die wichtigste (Nicht-)Handlung das Loslassen. Das Unbewusste macht die Arbeit gern. Werte und Ziele sind der Treibstoff. Und wenn das Unbewusste genug Treibstoff hat, marschiert es los.

Ziele überprüfen, absegnen und driften. Nachjustieren ist immer einfach, viel einfacher als das Segelsetzen. Wenn man den Kopf klar hält, merkt man schnell genug, wenn man droht, vom Kurs abzukommt. 

 

Loslassen

Wenn man im Flow ist, kann man merken, dass man losgelassen hat. Das Losgelassenhaben ist ein eigenartiger Zustand. Es setzt sich zusammen aus Routine, Vertrauen und Hingabe. Man muss vertrauen, dass man selbst und das Umfeld ohne Anstrengung ineinandergreifen.

Wenn man nirgends hingeht, wenn man kein Ziel hat, kann es keinen Flow geben. Flow hat mit Schaffen und mit Richtung zu tun.

Effektivität und Leichtigkeit gehen Hand in Hand, weil das Unbewusst genau weiß, was die richtige Richtung ist und was es zu tun hat. Das Bewusste steht staunend daneben.

 

Teams

Ehrlichkeit ist nicht nur ein wichtiger Wert. Ehrlichkeit sollte man zum Prinzip machen.

Wenn in der Rechnung, die einem gestellt wird, eine Position fehlt, sollte man ohne zu zögern das Richtige tun und darauf hinweisen. Dem Dienstleister steht der Betrag zu. Und auch wenn Einkäufer und Verkäufer oder Kunde und Dienstleister als zwei Parteien betrachtet werden können, handelt es sich doch tatsächlich um Arbeitsteilung. Man arbeitet also im Team zusammen.

Hierzu ein Tipp zu einem beeindruckenden Spielfilm über den Ehrlichen Weg. A most violent year.

Unendlichkeit

Auch wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, ist es uns wichtig, wie es weitergeht, wenn wir nicht mehr da sind. Für die sich definierende Person hat das Jetzt keine Relevanz. Dort existiert sie nicht. Die Person nährt sich aus der Unendlichkeit: dem unendlichen Weg ihrer Herkunft und dem unendlichen Weg in die Zukunft. Diese Ausdehnung der Person in beide Richtungen der Zeit ist eine Sache von unbeschreiblicher Größe und Identifikation mit der Unendlichkeit.

Glanz

Einiges bleibt gut. Einiges wird besser. Einiges verliert seinen Glanz. Einiges verliert an Brisanz, um dann zögerlich und stetig an Tiefe zu gewinnen.

Vieles ist kurz höchst begehrenswert und dann schnell totaler Schrott. Vieles will man haben, weil viele es haben. Einiges will man haben, weil es sonst keiner hat.

Die Welt der Dinge, des Geldes, die Welt von Ansehen, Prestige und Ich-Erweiterung ist Alltag.

Gute Nahrungsmittel und gutes Essen erhöhen Moral, Gesundheit und Selbstrespekt.

Literatur, Lyrik und Sachbücher sind immer eine gute Investition. Wissen ist oft nicht in Geld zu messen. Und Sprache ist das grundlegende Gut unseres Verstandes.

Bei Alltagsgegenständen ist das Haltbare dem Modernen vorzuziehen. Küchengeräte, Möbel und Kleidung sollten haltbar und zeitlos sein. Dagegen sind Gimmicks und technischer Kram oft unnütz und teuer.

Einen edlen PC braucht kaum jemand, eine sehr gute Maus ist oft weit sinnvoller. Teure Kopfhörer sind gut für professionelle Audio-Arbeiten, aber Unterwegs braucht man fast nie brillanten Sound. Eine teure Kamera ist für die meisten unnütz. Die Welt quillt über von Fotos. Und Erinnerungen sind mit der Handy-Kamera meist der beste Weg für Nachbearbeitung und Cloudspeicher.

Luxus im allgemeinen ist überflüssig, aber okay, wenn man ihn sich leisten kann.

Hunger

Immer satt zu sein macht stumpf. Hungrig schmeckt das Essen besonders gut. Auch Essen, dass sonst nicht den höchsten Ansprüchen genügen würde, ist überaus befriedigend.

Hunger kann ein grosser Helfer sein. Enthaltsamkeit holt den Geist aus der Reserve. Hungrig ist man bereit, Neues auszuprobieren und das Andere zu schätzen. Und besonders würdigen wir Dinge oder Gerichte, die uns einst aus der Not geholfen haben.

So dient Urlaub der Arbeit. Das Fasten dem Essen. Das Schweigen dem Ausdruck und dem Miteinander. Das Luftanhalten der Sauerstoffversorgung und dem Hormon- und Säurehaushalt.

Und dass die Meditation einfache und verschobene Gedanken interessant, dringlich, fast unwiederstehlich macht, und uns selbst in den antriebslosesten Zeiten nach Handeln gieren lässt, kann jeder, der noch nie meditiert hat, in weniger als 5 Minuten des stillen Sitzens am eigenen Leib erfahren.

Antworten

Viele Wahrheiten sind nicht in Worte zu fassen. Es kann viel argumenriert werden. Aber die Wahrheit ist jenseits von Gesellschaft, Gesetz und Auslegung.

Der Mensch ist eine Erscheinung im Universum. Er hat kein Hoheitsrecht über die Wirklichkeit. Er kann nur zusehen, wie er in der Unendlichkeit mit sich und seinesgleichen klar kommt. Unsere Wahrheit in Worten bezieht sich immer aufs Soziale, angefangen bei einem selbst.

Aber das Leben findet statt in etwas, das Wahrheit, Weg, Dao oder Gott genannt wird.

Götter

Götterreligionen sind sehr praktikabel. Götter symbolisierten Werte und Ethik. Auch wenn die starren Dogmen der Religionen für ein wissenschaftsbasiertes, modernes und tolerantes Leben hinderlich sein können, kann man von den Praktiken der Religionen viel lernen.

Gebete sind ein tiefer, emotionaler und ehrlicher innerer Monolog, der auf Werten basiert, von denen der betende überzeugt ist. Das Anbeten eines Gottes, der für bestimmte Werte steht, ist kraftvoller, als Zettel am Spiegel oder die Abstraktheit der reinen Worte, die diese Werte beschreiben. Auch das materiell Greifbare, das Örtliche, das Gesellschaftliche – die Opfergaben, Tempel, Rituale, sind für das Unbewusste Gold wert.

Auch die Dankbarkeit, die den Werten, die als Götter dargestellt werden, entgegengebracht werden müssen, um überhaupt um etwas bitten zu dürfen, ist psychologisch extrem sinnvoll. Dankbarkeit veredelt das Leben. Sie ist ein tiefes und positives Gefühl, die das Ich mit einem höheren Sinn verbindet.

Wer sich als Nichtreligiöser keine philosophische Struktur baut, die einen Gott der Zerstörung, des Wandels und Wiederaufbaus ersetzt, wird durch die Erkenntnisse der Wissenschaft auf Dauer keine große Freude haben.

Füsse

Beim Gehen auf unebenem Grund kann man nur auf seine Füße achten. Wenn man nur kurz in die Umgebung schaut, kann schnell ein Fehltritt passieren.

Wenn wir die Umwelt sehen und genießen möchten, müssen wir uns bewußt anhalten, uns umschauen. Dann können wir reflektieren, atmen und genießen.

Dieses aktive Innehalten müssen wir tun, wenn wir gerade sehr von unserem Weg eingenommen sind.

Warum mache ich dies hier eigentlich? Inwiefern ist hier auch der Weg das Ziel? Möchte ich gerade wirklich nur Strecke machen? Genieße ich aktiv das, wofür ich mit Zeit, Geld und Aufmerksamkeit bezahle? Reflektiere ich, oder konsumiere ich nur?

Innehalten, Sehen, Hören und Fühlen sind jetzt. Und das Jetzt ist der Kern unseres Seins.

Trikots

Wer mit aufs Spielfeld will, muss sich ein passendes Trikot anziehen.

Wer einen Kredit möchte, erhöht die Wahrscheinlichkeit ihn zu bekommen, wenn er äußerlich zeigt, dass er das Vertrauen wert ist. Wer Teil einer Gemeinschaft sein möchte, der sollte zeigen, dass er bis zu einem gewissen Grad bereit ist, sich anzupassen.

Um unsere Individualität leben zu können, kann es helfen, sich anzupassen.

Morgens

Wenn möglich, sollte man versuchen, ohne Wecker aufzuwachen. Dann kann sich das Unbewusste den besten Moment aussuchen.

Häufig ist nach dem Aufwachen der Kopf leer. Diese Zeit kann man nutzen, um sich für den Tag zu primen. Besser man sagt sich einige uninspirierte aber positive Sätze, als diese wichtigen ersten Worte des Tages dem Zufall oder dem morgendlich zaghaften Gemüt zu überlassen.

Perfekt

Wenn zu perfekt, lieber Gott böse.

Und es stimmt. Denn es geht immer noch besser, weiter und feiner. Je perfekter etwas ist, desto deutlicher wird der kleinste Makel. Das ist kein Aufruf zu Schludrigkeit und Nachlässigkeit.

Es sollte als Aufruf zu genau definierten Zielen verstanden werden. Besser, so gut wie möglich, oder perfekt sind relative Werte und damit für Zielsetzung nicht sinnvoll.

Wir müssen aufpassen, dass unsere Ziele praktikabel, effizient und endlich sind. Sonst kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste und erreichen nie das Ziel.

Respekt

Wer sich zurückzieht und meint, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, wird unzufrieden.

Wir möchten etwas beitragen zu der Gemeinschaft. Wir möchten uns unseren festen Platz verdienen. Wir möchten Sicherheit und Gemeinschaft.

Wahrgenommen werden, gehört werden, bekommen, was man will, gleiche oder mehr Rechte haben, als andere: das erfahren wir als Selbstbestätigung und Respekt. Es gibt uns Mut und Kraft. Wir sind intuitiv bereit, sehr viel dafür zu tun.

Es ist meist eine sinnlose Vergeudung von Energie, sich dieser inneren Selbstverständlichkeit entgegen zu stellen.

Okay

Es ist okay, nicht alle und alles und jeden Zustand und jedes Wetter zu mögen. Es ist auch okay, nicht von jedem und allen gemocht zu werden. Es ist okay, von einigen verachtet zu werden. Und es ist okay, von sehr vielen nicht wahrgenommen zu werden.

Hingegen ist es wie ein Wunder, hier und da mit einer Person eine Wellenlänge zu haben. Wenn da jemand ist, der einem auffällt, der einem merkwürdig weniger egal ist.

Es ist besonders, dass Menschen da sind, mit denen man Verbindungen eingeht, zwischen all den Menschen, mit denen man keine eingeht. Wir müssen sie würdigen, wie eine gefundene Nadel im Heuhaufen.

Schmerz

So vergeht der Schmerz langsam. Tag für Tag, Woche für Woche. Erst kann man die Finger wieder bewegen. Dann langsam die Hand auf und ab. Erst kann man etwas ganz Leichtes halten, bald eine Türklinke drücken. Dann kann man sich schon wieder aufstützen und man wird nur in Extremsituationen erinnert, dass überhaupt etwas war.

Und genauso lernt man etwas. Erst merkt man nur, dass gar nichts geht. Und bald weiß man nicht mehr, was man daran nicht können könnte. So kann man das Können als Normalzustand in der Zukunft betrachten, den man wiedererlangen wird, wenn etwas Zeit und nach und nach vergehendes Unwohlsein verstrichen sind.

Teilnehmer

Es lohnt sich, in Menschen grundsätzlich die besten Intentionen zu vermuten. Selbstverständlich anderen den Vortritt zu lassen und unter Menschen so umsichtig zu sein, als würde man in derselben Mannschaft spielen.

Wer dies tut, zum Beispiel im Straßenverkehr oder beim Einkaufen, wird eine freundliche Welt erleben, in dem das Miteinander eine große Bereicherung ist.

Auch mit Fremden in unpersönlichen Situationen können wir Freundlichkeit genießen – die unseres Gegenübers und unsere eigene.

Aufräumen

Wenn alles in Unordnung ist, kann man beim Aufräumen überall anfangen. Alles muss aufgeräumt werden! Man braucht sich in den meisten Fällen nicht zu fragen, ob man am richtigen Ende angefangen hat. Jeder Handgriff bringt einen näher zum Ziel.

So ist es auch, wenn man in seinem Leben aufräumt. Schlechte Gewohnheiten ablegen, gute Gewohnheiten fördern, Finanzen, Ernährung und Gefühle in Ordnung bringen. Es ist nicht wichtig, wo man anfängt. Nur ein Start ist wirklich problematisch und der heißt: Bevor ich anfange, muss ich erstmal…

Zuhören

Der wichtigste Tipp Peter Druckers ist: Erst zuhören, dann reden.

Wer diesen Rat nicht befolgt, dreht sich um sich selbst. Wer zuhört, lernt etwas über die Menschen. Wer nicht zuhört, weiß nicht, mit wem er es zu tun hat. Wer zuhört weiß, ob er jemandem nochmal zuhören soll oder ob weiterer Kontakt besser gemieden werden sollte.

Und wer schweigen kann, lernt auch über sich selbst und die Welt. Er hört sein Denken und die Welt in der er lebt.

Lyrik

Die Gedanken werden der Wahrheit nicht gerecht. Worte sind ein Versuch und Musik ist ein anderer, erkennbar zu machen, was den Zauber des Lebens ausmacht. Es drängt uns zum Versuch der Erkenntnis.

Wo wir empfinden, dass uns jenseits des konkreten Ausdrucks etwas als wahr erscheint, sprühen Funken. Wir sind gebannt und beseelt im Geist und fühlen uns im Herzen leicht und frei.

Werbung

Es geht die Sage um, dass jede Werbung gute Werbung ist, weil sie besser sei, als keine Werbung.

Doch schlechte Werbung ist wie schlechte Ernährung: sie schützt vorm Hungertod, kann aber auch langsam aber sicher zugrunde richten.

Besser man investiert den Aufwand in das Produkt, damit es für sich selbst werben kann, als in ein schlechtes Image fördernde Aufmerksamkeit.

Und das stimmt auch für die Person. Besser man investiert in einen guten Kern, in Entspannung, reine Gedanken und Dankbarkeit, als in schönen Schein, Schulterklopfen und leeres Gelächter.

Emotion

Der Bund zwischen Menschen birgt die höchsten Emotionen. Vergeben, verlieben, verbrüdern, verlassen. Gemeinsam allein sein, gemeinsam in die Zukunft blicken, gemeinsam stark sein.

Die großen Momente passieren zwischen Menschen. Niemals zwischen Mensch und Ding.

Schokolade

In Indien ist Schokolade lange nicht so beliebt, wie in Deutschland. Das liegt daran, dass der Geschmack von Schokolade sich in einer bestimmten Temperaturspanne besonders gut entfaltet. Zu kühl ist der Geschmack stumpf. Zu warm ist die Konsistenz unbefriedigend weich.

Was wir gern haben, entwickelt sich aus unserer Umgebung, unseren Vergleichen und Gewohnheiten. Unsere Objektivitäten entstehen aus unseren einzigartigen Entwicklungen. So gibt es für jeden viele Entwicklungsnuancen. So explodiert die Welt des Seins in alle Richtungen und schafft sich alle erdenklichen Wahrheiten. Wir haben das Glück ein Teilchen darin zu sein.

Fluss

Wir schauen zu, wie der Fluss fließt. Die Strömung treibt den Wandel. Unaufhörlich fließt der Fluss aus tausenden Quellen in seine Unendlichkeit und nährt und zehrt und zerrt und schiebt und rauscht und plätschert vorbei an den Seelen des Lebens.

Der Fluss ist ein Sinnbild der Ungreifbarkeit des Seins. Wir sind unterwegs in diesem Fluss von Zeit und Materie.

Und wir können jederzeit aus diesem Blickwinkel schauen, auf das, was uns umgibt. Wenn wir innehalten, spüren wir das Sein jenseits von Wort und Sinn.

Packen

Wer häufig reist, erleichtert sich seine Reiseplanung mit einer Packliste in Trello aus drei Spalten.

  • Dinge – Dinge, die man mitnehmen könnte.
  • Mitnehmen – Dinge die man mitnehmen möchte. (Für die Kulturtasche kann man eine Extrarubrik anlegen).
  • Gepackt – Dinge die gepackt sind.

Diese Liste ergänzt sich von selbst. Und man kann die potentiell mitzunehmenden Dinge immer wieder zurückschieben, bevor man anfängt zu packen.

Wichtig ist es, dass man die Dinge erst in die Kategorie gepackt verrückt, wenn sie auch wirklich im Gepäck sind.

Berufung

Supporter, Leader, Visionäre, Tüftler, Gerechtigkeitsfans, Haarspalter, Expressionisten, Follower, Zeichner, Unangepasste.

Tüftelnde Gerechtigkeitsfans, Unangepasste Leader, Zeichnende Follower, Expressionistische Haarspalter.

Tüftelnde Gerechtigkeitsfans mit einer Vision, Haarspaltende Leader, die einem Trend folgen.

Es gibt viele Variablen mit unendlichen Kombinationsmöglichkeiten. Mit etwas Ambition setzten sich die richtigen Bausteine zusammen, und bilden die Grundlage für eine Berufung.

Schwimmen

Gelassen bleiben, und abwarten ist häufig eine gute Lösung. Nicht abwarten und sinken, sondern abwarten und schwimmen. Panisch schreien und strampel ist Energieverschwendung. Ruhig bleiben und eine Lösung suchen ist ein guter Weg. Schlechte Laune zu bekommen nützt nie. Sie soll Ernsthaftigkeit und Fokus bringen, aber die schlechte Laune raubt Energie und macht aus einer kniffligen Situation eine tatsächlich schlechte Situation.

Gelassen bleiben und schwimmen, anstatt schlecht gelaunt gestresst zu sein, ist erlernbar. Man kann einen Schritt zurücktreten und sich neu ausrichten. Vielleicht kann man beim ersten Mal nur einen Schritt zurück treten. Beim zweiten Mal schon 2%, (also fast unmerklich), entspannen. Irgendwann kann man sich überlegen, ob die schlechte Laune jetzt irgendetwas nützt, oder ob man einfach den nächsten logischen Schritt geht.

Zwecke

Erfolg in Schule, Studium und Beruf sind ein netter Zeitvertreib. Man kann top sein in der Schule, immer Zweien und Einsen im Zeugnis haben. Medizin oder Jura studieren, Oberarzt oder Richter werden, und trotzdem süchtig, verloren und perspektivlos. Über ein Jahrzehnt Erfolg in Schule und Studium ebnen nicht den Weg in ein erfüllendes Leben!

Man kann reich werden und es verändert sich nicht viel. Man arbeitet, isst, liest, schaut abends bewegte Medien und geht schlafen. Kleidung, Urlaube, Transportmittel und Freunde sind teurer, erfüllen aber ihre Zwecke nicht besser als zuvor.

Offenheit, sein Umfeld sehen, hören und achten, Hilfsbereitschaft und Selbstbewusstsein sind ein weit sichererer Weg zu Glück, Frieden und Erfüllung als Leistung und Anpassung.

Input

Wir leben zwischen den Polen. Anstrengung und Ruhe, Input und Output, Aufregung und Kontemplation, Anspannung und Entspannung.

Nahrung, soziale Bindung, Information waren jahrtausendelang Mangelware. Für die meisten Lebewesen, die es in der Evolution bis heute geschafft haben, war es nicht einfach, genug zu bekommen, um zu überleben. Daher sind wir tendenziell nicht auf ein Weniger oder einen Ausgleich, sondern auf ein Mehr ausgelegt. 

Offensichtlich hat sich die Lage geändert. Die Lebensbedingungen für Körper, Geist und Umwelt unterliegen nun den Bedingungen des Überflusses. Plötzlich müssen wir ein aktives Innehalten provozieren, anstatt nach dem Mehr zu suchen.

Wir müssen unseren Input aktiv kuratieren: Sinnvolles von Junk trennen, uns aktiv darum kümmern, diesem Input eine Chance zu geben, sinken zu können und seine Wirkung zu entfalten.

Halb

Es lohnt nicht, den halben Weg zu gehen und dann umzukehren. Wer nur den halben Weg geht,  hat Zeit und Energie aufgewandt und kehrt mit leeren Händen zurück. Oft gibt es nichts Sinnvolles zwischen Ja und Nein. Natürlich gibt es gute Kompromisse, aber nicht für alles.

Und selbst wenn es so ist, dann ist die Art des Kompromisses nicht selbstverständlich. Mit Frack und kurzer Hose ist man nicht moderat legere gekleidet.

Häufiger zum Erfolg führt der Weg bis zum Ziel. Das ausschließende Ja ist kraftvoll und charismatisch. Es zieht Verbündete an, die den Weg teilen möchten und auf dem man sich gegenseitig bestärkt.

Instanzen

Gute Jugendmusik ist erst dann richtig gut, wenn sie von den Erwachsenen ganz objektiv als aller unterste Kanone eingeschätzt wird. So erging es Jazz und Techno, Rock und Rap. Die bahnbrechendsten Erfindungen, wie Auto, Computer, Internet, Email und SMS wurden anfangs als weitgehend nutzlos eingeschätzt. Bob Dylans electric band wurde ein Jahr lang auf der Bühne ausgebuht.

Ein Nein, ein Urteil, die Meinung anderer bedeutet in vielen Fällen in zweiter Instanz ihr Gegenteil.

Oder mit dem Daodejing ausgedrückt: Wenn der Narr nicht laut lacht, ist es nicht der wahre Weg.

Lächeln

Man kann lächeln, ohne sich zu freuen. Sowie man Schokolade essen kann, ohne sie zu genießen. Wir halten das folgende Glück für selbstverständlich, aber das ist es nicht. Und es kommt auch nicht, wenn wir mehr und mehr und mehr essen. Den Funken müssen wir manchmal selbst zünden, sonst wird das Feuer nicht entfacht.

Wir können Gefühle in unserm Körper steuern. Durch Körperhaltung, Atem, Mimik, Gedanken und Bilder.

Es ist gut, freudig zu lächeln. Wer lächelt, freut sich eher über die Dinge, die ihn umgeben und den Zustand, in dem er sich befindet. Und wer lächelt, kann sich fragen, wie Glück sich anfühlt. Und wenn man lächelt, ist es leicht, Glück zu fühlen.

Vorsicht

Mit schlechter Stimmung muss man sehr aufpassen. Wenn man nicht peinlich darauf achtet, sie bei sich zu halten, springt sie in alle Richtungen über und potenziert sich.

Eine gefährliche schlechte Laune ist leicht erkennbar. Wenn man nicht nur von den unmittelbaren Gegebenheiten genervt ist, sondern von allem, das man sich vorstellt, handelt es sich um einen klaren Fall. Dann sollte man Ruhe bewahren und sich zurückziehen, wenn es geht. Falls das nicht möglich ist, kann man versuchen, über seinen verschrobenen Verstand zu schmunzeln. (Vielleicht hat man auch einfach nur Hunger).

Ultimum

Jede Wahrnehmung ist einzig. Jeder Moment ist einzig. Manchmal können wir zurück zum Ausgangspunkt. Aber es wird dort nie mehr genau so sein, wie es war. Die Umstände haben sich verändert und wir selbst haben uns verändert. Wir können Gesagtes nicht ungesagt machen. Das Jetzt ist immer das ultimative Sein. Ein einziges Mal wahrgenommen in den Weiten von Zeit und Universum.

Augen

Häufig beurteilen wir Dinge danach, wie wir denken, wie sie auf andere wirken. Wir sehen sie durch die Augen von unserer Vorstellung einer anderen Person oder Personengruppe. So kann uns ein Film, ein Buch, ein Kleidungsstück, ein Musikstil nicht gefallen, weil wir meinen, er oder es sei nicht intelligent (aus einer geborgten Sicht, mit der wir uns identifizieren wollen). Auf der unkritischen Gefühlsebene aber finden wir Gefallen. Umgekehrt können wir uns (aus dem gleichen Grund) für etwas öffnen, das uns spontan nicht gefällt.

Wer sich diese Erkenntnis aktiv zu Nutze macht, kann sinnvoll reframen. Wer diesen Prozess nicht erkennt, ist seinen Vorurteilen und Mindgames ausgeliefert.

Diversität

Jeder hat seinen Part. Der eine nimmt Essen mit. Der andere liest die Karte und einer überlegt sich, wo es hingehen soll. Eine Einigkeit über Werte und Ziele ist vom Individuum über kleine bis zu den größten Gruppen der solideste Antrieb. Doch Teams brauchen unterschiedlich ausgerichtete Menschen. Menschen müssen verschieden sein. Dort, wo sich nur gleiche zusammenfinden, wird keine befriedigende Arbeitsteilung stattfinden.

Wie in der Natur ist wahrscheinlich eine große Diversität hilfreich für eine gesunde und stabile Gesellschaft.

Intentionen

Unsere Aufregungen über Andere entstehen aus unseren Interpretationen ihrer Handlungen. Aus diesen Interpretationen schließen wir die Intention des Anderen, über den wir uns ärgern. Oder wir ärgern uns von vornherein über das, was es bei uns auslöst, ohne zu bedenken, was eigentlich gemeint war. Wir fühlen uns unterbrochen, unsere eigentlichen Beweggründe fühlen wir missverstanden, oder wir fühlen uns, ganz allgemein formuliert, nicht respektiert.

Bevor wir uns in eine Aufregung hineinsteigern, können wir uns zum einen fragen, ob wir die Intention, über die wir uns aufregen, ganz sicher richtig interpretiert haben. Zum anderen können wir uns fragen, warum es in uns Aufregung auslöst. Dies kann zu einfachen Lösungen für große Aufregungen führen.

Wunderwaffen

Wenn wir fahrig, überlaufen oder lebensratlos sind, hilft fast immer eine der 2 Königsdiziplinen der Lebensführung: Schreiben und Meditation.

Ich vermute, die Wunderfrau Doris Dörrie würde mit mir übereinstimmen.

Ihr tolles neues Buch ist eine spezielle Hilfe, die die Freude und Leichtigkeit des Schreibens einem auf eine Weise nahebringt, die einen die Mühelosigkeit des Schreibprozesses schon beim Lesen spüren läßt. Und das Lesen weckt eine ungeheure Neugier, was man sich selbst schriftlich zu bieten hat.

Kaputt

Nichts funktioniert immer. Alles braucht Wartung, Pflege und Reparatur. Beziehungen, Maschinen, Systeme. Die Erwartung, dass man beim ersten oder zweiten Anlauf genau das Bekommt, was man erwartet, ist stark bedroht enttäuscht zu werden.

Es ist gut, zu wissen was man will. Dann weiß man, dass es sich lohnt zu warten, zu pflegen, zu reparieren und so oft zu versuchen bis es klappt.

Sicherheit

Was soll einem passieren, wenn man aus Gewohnheit in allem Möglichkeiten sieht? Hinter jedem Ende ein Anfang. Nach jedem Fall eine Lehre. In jeder Ermüdung ein Ausruhen oder eine Arbeit des Unbewussten.

Wer den Blickwinkel ändern kann, der kann sich immer in eine Stellung bringen, aus deren Perspektive es einen Weg gibt, den es sich lohnt zu gehen.

Gratifikation

Bevor Menschen etwas tun, ist die Motivation für die Handlung meist extrinsisch. Ich tue es, weil ich etwas dafür bekomme (Geld, Gesundheit, Anerkennung).

Während Menschen etwas tun, ist die Motivation weiterzumachen intrinsisch. Ich tue es, weil es mir Spaß macht. Aus der intrinsischen Motivation entstehen auf Dauer bessere Resultate und höhere Zufriedenheit.

Wir sollten uns nicht von der Belohnung führen lassen, sondern von der Freude am Tun. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit zu Scheitern hoch. Fast schlimmer, wenn wir nicht scheitern und weitermachen. Dann stürzen wir uns täglich erneut für eine Gratifikation von Außen in die Unzufriedenheit.

Täglich

Was ist der Tipp, den man für den Tag braucht?
Es sind die vielen, kleinen, wiederholten Tipps, die das Denken, das selbstverständlich in einem fließen soll, beeinflussen. Es sind die Anstöße, die helfen, die Gewohnheiten von Streit, Racheplänen und Missgunst abzulegen. Es sind die kleinen Aussagen, die unser Denken dazu bewegen zu sagen: Das stimmt, die den Blick und die Gefühlsgewohnheiten ändern. Es heißt, wenn man etwas vermitteln möchte, ist es hilfreich, es auf viele verschiedene Weisen zu sagen.

Neugier

Das Leben ist voll Überraschungen. Vieles, was passiert, ist im Vorfeld unvorstellbar. 

Träume und Wünsche zu haben ist nicht selbstverständlich. Man kann sich wünschen, Träume zu haben auf deren Verwirklichung man neugierig ist.

Was ist die Essenz, auf die es ankommt? Was sind die Meilensteine? Wie kann man an die Verwirklichung rangehen? Was fehlt noch – woher wird kommen was fehlt? Es ist spannend zu beobachten, wie das Leben sich entfaltet und was erfüllt wird und was nicht.

Es ist schön, Wünsche und Träume zu haben. Es ist schön, neugierig zu sein, zu erfahren, wie es ist, etwas zu haben, an einem Ort oder mit jemandem zu sein.

 

Vergleiche

Zu einem guten Selbstbewußtsein gehört, sich an seinen Schwächen nicht zu stören und anderen neidlos zuzugestehen, in etwas besser zu sein, als man selbst. Wer sich das nicht zugesteht, der wird kein Glück und Frieden finden.

Besser man schaut auf die eigenen Ziele und auf den nächsten Schritt. Und besser, man gönnt sich ab und zu etwas Zeit in Meditation, jenseits von Wert und Person und Gesellschaft.

Wahn

Überlastung ist der falsche Weg. Unsere Zeit, Kraft und Emotionale Energie verteilen wir sinnvoll Ausgewogen auf unsere Lebensbereiche – sehr grob unterteilt in Arbeit und alles Andere. Und in jedem Bereich sollte es eine gesunde Sättigung geben. Wenn sich Sportwahn, Putzwahn, Arbeitswahn, Gesundheitswahn, Verlangen nach täglichem Rausch oder ein anderes Fass ohne Boden öffnet, dann muss das zwar nicht das ganze Lebensbereiche-System zerstören. Aber der Wahn frisst die Ressourcen.

Wir brauchen ständig Ressourcen für all das Unvorhergesehene. Krankheiten, Freunde in Schwierigkeiten, ein Kollege ist ausgefallen.

Wer keine Ressourcen hat, hat flache Wurzeln. Er steht nicht fest. Er ist schnell vom Sattel geworfen. Deshalb ist es wichtig zu bemerken, ob wir einen Bereich haben, der unsere Ressourcen frisst. Das kann Zeit, Kraft oder Emotionale Energie sein, oder alle drei. In solch einem Bereich muss man sehen, wie er dort einen Punkt macht und die nötige Entspannung für Kraftreserven zurück in sein Leben bekommt.

Anhalten

Wer spricht ist bei sich und seinem Ausdruck, bei den paar Worten, die die Wirklichkeit beschreiben sollen.

Wer innehält und hört, taucht in die Welt. Wer in die tiefe taucht, dem wird die Luft knapp. Und so ist der Einsatz der gedachten Worte, die das Schnappen nach Luft des Verstandes. Aber Worteanhalten kann man noch besser üben, als Luftanhalten. In die Welt hören ist eine gute Möglichkeit.

Und vielleicht werden die paar Gedanken, die die Wahrheit beschreiben sollen mit der Zeit tiefer und wahrer.

Messungen

Nachbereitung und Auswertung gibt Tätigkeiten doppelten Sinn. Sie helfen zu verstehen und zu verbessern. Ausserdem machen sie Steigerung sichtbar. Gerade bei sich wiederholenden Tätigkeiten ist das motivierend. Und es zeigt dem Unbewussten, in welche Richtung man möchte.

Kurzurlaube

Orte beeinflussen uns stark. Um Unterstützung vom Unbewussten zu bekommen, sind bestimmt Orte sehr hilfreich. Zum Entspannen, Arbeiten, Schlafen, Unterhalten, Trainieren. Kurzurlaube an unbekannte Orte sind daher besonders befreiend, weil es erstmal keine Anknüpfungspunkte gibt zu den vielen kleinen und großen Baustellen auf denen sich unser eifriger Geist befindet.

Brüche

Häufig schließt die eine Option, eine andere aus. Der Rausch schließt ein langzeitig nüchternes Leben aus. Möglicherweise bricht eine nichtssagende Rauscherfahrung einen wichtigen inneren Prozess im entscheidenden Moment ab. So wie ein Seitensprung in einer Beziehung lang gewachsenes Vertrauen und ein Selbstverständnis der Zusammengehörigkeit brechen kann.

Lebenszeit ist begrenzt. Ein langer Prozess kann wertvoller sein, als Erlebnisse und Kicks.

Versuche

Es gibt einen Weg. Es gibt die Nuance, die Halt gibt und zum nächsten Halt führt. Versuche und neue Versuche sind die Eintrittskarte zum nächsten Schritt. Ein Nagel, der mit einem Schlag eingehauen ist, gibt keinen Halt.

Ein echtes Problem, an dem man wachsen kann, muss von verschiedenen Seiten betrachtet werden und die Vorstellung, dass es nicht zu lösen ist, muss herausgefordert werden.

Zu leicht vergessen wir, dass die Wiederholung der selben Tätigkeit unser Können vertieft und uns (dann doch viel schneller, als wir dachten) zum Erfolg führt.

Klang

Klang wirkt auf uns. Wahrscheinlich mehr als wir denken. Ruhe ist für unseren Geist eine besondere Wohltat. Das Schallwellengewirr, dem die Eremiten schon seit Jahrtausenden entkommen möchten, hat sich heute hundertfach potenziert.

Unseren vielen so subtilen, wie unberechenbaren Gefühlsregungen liegen minimale Einflüsse zugrunde. Natürlich auch direkte Wahrnehmungen von Sinn aus Wort und Darstellung. Aber winzige und offenbare Geruchs- und Geräuschwahrnehmungen spielen in dem feinstofflichen Gefühlspalast unserer Wahrnehmung eine große Rolle. Vieles, was sich schließlich zum benannten Gefühl zusammensetzt, entsteht aus vielen Einflüssen, die jenseits sind von gut und schlecht, von Gedanke und Wort.

In der menschlichen Evolution waren die meisten Klänge unserer modernen Welt nicht vorhanden. Fast alles, was wir hören ist evolutionär noch brandneu.

Wir fühlen uns wohl mit Rauschen von Wellen, Wind und Regen. Tierlaute haben für unsere Intuition Bedeutungen, die wir gedanklich kaum noch nachvollziehen können. Und der fröhliche Gesang von Vögeln schenkt unserem Gemüt einen Frieden, den Menschen seit den Anfängen ihrer Entwicklung verspüren.

Es ist gut für unser Gemüt, schöne und sanfte Klänge zu hören. Und es ist schön wenig zu hören. Moderne Ohrstöpsel sind ein große Hilfe. Und es gibt weit mehr Gelegenheiten als man gemeinhin denken mag, um mit ihnen das Leben zu bereichern.

Harmonie

Unser Lebensinhalt, unsere erreichten und erdachten Ziele, sind organisch. Sie wachsen und entstehen. Karrieren, Beziehungen, Freundschaften, Finanzen, Muskeln und Denkstrukturen wachsen. Wie Pflanzen brauchen sie ein Fundament, Wasser und Licht.

Einiges braucht Pflege und Zuwendung. Anderes wächst stetig und stabil wie ein Baum. Einiges kann geerntet anderes betrachtet werden.

Wie in einem Garten stehen die Dinge, die unser Leben füllen, in Beziehung zueinander. Wenn sie auf harmonisierenden Werten gründen, stehen sie in Symbiose zueinander. Wenn nicht, eifern sie um die bestehenden Ressourcen.

 

Check-Ups

Viele Ziele, die wir uns vornehmen, die hauptsächlich von uns persönlich abhängig sind, können wir erreichen. Vieles ist möglich, aber es braucht Zeit und Einsatz. Und diese beiden Komponenten sind schwer einzuschätzen. Das Nötige muss getan werden, wir brauchen Vertrauen und Geduld.

Langfristige Ziele haben vielleicht zwei Jahre länger gedauert, als einst geplant. Dafür ging es danach schneller. Vielleicht haben wir uns vorgenommen, nicht mehr als 30 Stunden die Woche daran zu arbeiten, und doch haben wir ein paar Monate 60 Stunden gearbeitet. Danach wurde es aber deutlich entspannter.

Wenn wir auf dem Weg zu unseren Zielen sind, verwirklichen sie sich wie von selbst. Deshalb sind regelmäßige Check-Ups sehr hilfreich. Ab und zu müssen wir überprüfen, ob wir noch dabei sind, ob wir Fortschritte machen, auch, ob unser Unbewusstes vielleicht noch dabei ist, Ziele zu verfolgen, die wir einst hatten, uns aber gar nicht mehr interessieren.

Computer

Das meiste, was wir konsumieren und benutzen, produzieren wir nicht selbst. Es entsteht aus der Geschichte. Aus dem kollektiven Wissen an dessen Ende eine Umsetzung stattfindet.

 Jemand anders stellt die Früchte bereit. Jemand anders erntet den Weizen. Jemand anders backt das Brot. Und noch jemand anders bereitet zu, was wir schließlich konsumieren.

Aus dem was getan wird, um anderen Menschen das Leben zu erleichtern, entstehen Berufe. Irgendwann und irgendwo sind tausende kleine Schritte gemacht worden, damit wir die Dinge haben, die uns umgeben. Wer oder was es getan hat, ist meist unwichtig. An unserem Ende ist das Ding, das uns umgibt. Bei vielem waren Hilfsmittel wie Werkzeuge, Maschinen und Computer im Spiel.

Wo tritt nun die große Veränderung ein, wenn die sogenannte künstliche Intelligenz ins Spiel kommt. Wir befinden uns noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten für menschliche Tätigkeiten. Es geht immer weiter. Der Sinn war immer das Leben und das Leben wird sich immer füllen.

Im Daodejing steht: The Dao is like an empty vessel, which in being used will never be filled up.

Schuhe

Unsere Vorstellung von dem wer wir sind und was wir wollen ist ausgeprägter, als wir meinen. Wenn wir meinen, unsere Wahl wäre beliebig, täuschen wir uns meist. Es wurden nur im Vorfeld schon viele Einschränkungen und Richtungen vorgegeben. Und eine grobe Vorauswahl ist auch schon getroffen.

Die Wahl von Schuhen ist etwas Besonderes, weil wir viele Möglichkeiten gleichzeitig sehen. Und aus 200 Paaren sind 199 unmöglich. Wenn wir Glück haben, ist ein paar dabei, das uns gefällt.

Falls es den gewünschten Schuh in unserer Größe nicht gibt, müssen wir weitersuchen.

Einbahnstraße

Die meisten werden nie erfahren, wie es sich anfühlt, alles verloren zu haben. Keine Unterkunft, keine Freunde, kein Geld, kein Job, keine Perspektive, keine Hintertür. Und auf Probe kann man es nicht erleben. Wahrscheinlich ist es eine weit interessantere und tiefere Erfahrung, als umschwirrt von tollen Freunden und glücklicher Familie jenseits aller Geldsorgen zu leben.

Aber auch wenn es romantisch klingt: niemand möchte dorthin. Wir befinden uns in einer Einbahnstraße. Wir möchten leben. Wachsen, Verbinden, Sprechen, Essen, Lieben, Helfen. Das ist unsere Natur.

Soulfood

Vieles von dem, was wir tun, tun wir intuitiv. Woher kommt die Intuition? Sie kommt aus unserem persönlichen Unbewussten, woher auch sonst.

Woher kommt das Unbewusste? Aus Werten, Gewohnheiten, Selbstgesprächen, Erinnerungen, Visualisierungen, Gelesenem, Gesehenem, Gehörtem und Gesagtem.

Das, womit wir uns heute füttern, ist morgen unsere Intuition.

ICE

Es lohnt sich, zu schauen, ob für ein Ziel alles getan ist und wir bereits auf dem besten Weg sind, anstatt Energie zu verschwenden und Prozesse beschleunigen zu wollen, die uns längst sicher ans Ziel bringen werden.

Wer sich in den ICE von A nach B setzt, braucht sich nicht mehr zu fragen, wie er schneller nach B kommt. Das Ziel ist ermittelt, die Fahrkarte bezahlt und man ist auf dem schnellsten Weg. Es hilft nicht, in den vordersten Wagon zu laufen. Wir kommen auch nicht schneller ans Ziel , wenn wir den Zugführer bitten, etwas schneller zu fahren.

Es gibt Ziele, die wir physisch noch nicht erreicht haben. Aber solange wir den Zug nicht vorzeitig verlassen, brauchen wir nichts mehr tun, um anzukommen.

Was ist schon erreicht? Was ist angeleiert? Wo können wir schon neue Ziele setzten und neue Pläne schmieden und (damit) in Gang setzten?

Jammern

Um Hilfe zu bitten ist ein Lösungsansatz, Jammern ist eine Lebenseinstellung. Deshalb: wer jammert, dem wird nicht geholfen. Und wer sich beklagt, bei dem werden Fehler gesucht.

Vielleicht ist das nicht fair. Aber so funktioniert unsere intuitive Logik. Diese Ansicht ist tief in unsere Gene geschrieben. Man sollte also aufpassen. Jammern kann zur Droge werden. Es gibt vor zu helfen und etwas Erleichterung zu verschaffen, verursacht aber auf längere Sicht eine versiechen der möglichen Lösungsquellen.

Fallen

Der Mensch kommt auf die Welt, mit der Angst abzustürzen. Und die Angst vor Absturz weitet sich vom physischen Fallen zum sozialen und finanziellen Fallen. Morgen beruflich oder finanziell schlechter dastehen als heute, davor haben die Furchtlosesten Angst. Wir definieren uns durch den Status, in dem wir uns zu Hause fühlen und die Dinge, die wir als unser eigen verstehen.

Und so sehr wir wissen, dass dies mehr Leiden als Freude verursacht, hält der Verstand daran fest. Für den Verstand geht es um den Sinn seines Lebens und die Richtung seines Strebens.

Die beste Medizin, die den Boden dieser Angst marode macht und nicht die Leber kaputt macht, ist Meditation.

Gewinngarantie

Zahlen und nichts erhalten ist ein schlechter Tausch. Besser man sucht sich Positivzwickmühlen:

Wer sein Unbewusstes bittet, nach einem Schlaf eine Frage zu beantworten, hat immerhin schon mal eine gute Frage gestellt.

Wer eine Selbsthypnose mit einer Lösungssuche macht, hat die Entspannung der Selbsthypnose.

Wer zum Wettkampf geht und nicht gewinnt, hat die Bewegung.

Wer macht, was er will und (noch) keinen Erfolg hat, ist frei.

 

Blicke

Der Blick fürs Wesentliche ist die Königin der Effektivitätstools.

Worum geht es: Entspannung, Motivation, Effektivität, Lernen, Energie, Ernährung, Fun, Gemeinsamkeit?

Worum geht es beim: Kleiden, Kommunizieren, Erholen, Kochen, Arbeiten, Hygiene, Ordnen, Musikhören, Filmegucken und Lesen?

Was ist das Wesentliche im Leben? Welche Werte möchte man in der Erziehung vermitteln, in der Mitarbeiterführung, für sein eigenes Unbewusstes?

Die Frage, was das Wesentliche ist, funktioniert vom Kleinsten bis zum Größten und sie schärft den Blick für alle Bereiche des Lebens.

Evolution

Auf dem Blog Wait but Why begann gestern ein neuer Eintrag. Der fertige „Post“ ist so lang, dass er über Wochen oder Monate verteilt erscheint, um den Lesern das Gefühl zu lesen, sie läsen noch einen Blog. Es geht in dem Betrag darum, wie die Menschheit tickt.

Im ersten Teil wird erklärt, was das Besondere am Menschen ist und wie er sich durch Logik, Vorstellungsvermögen und Einfühlungsvermögen von anderen Wesen unterscheidet.

Er sagt, dass wir immer  entweder nur mit dem triebgesteuerten Reptilienhirn denken, oder mit dem menschlichen Gehirn, dass die Triebe im Zaum hält.

Ich vermute, der Artikel wird lesenswert bleiben und freue mich auf die kommenden Posts.

Stau

Kleine und große Renovierungen, Anschaffungen, Papierkram, etc: heimlich und konstant schleichen sich Dinge ins Leben, die man nicht gern machen möchte. Sie sind nicht dringend, man hat keine Lust sie zu machen und in Gedankengängen, die mit ihnen zu tun haben, tauchen Worte auf wie eigentlich, sollte und nicht jetzt. Irgendwann entsteht ein Stau. Um zu wissen, womit man es zu tun hat, lohnt es sich, eine Liste mit diesen unscheinbaren Begleitern zu erstellen. Keine ToDo-Liste. Erstmal kann man einfach nur aufschreiben, was gerade alles liegen geblieben ist. So stellt sich immerhin schon mal heraus, dass diese Liste endlich ist.

Wo diese Liste nun schon mal existiert, ist es sicher ab und zu ein gutes Gefühl, eine der Dinge zu erledigen. Das kann erfüllender sein, als Ruhe und Suggestion und schafft neue Leichtigkeit.

 

Schreiben

Schreiben für sich selbst ist ein wertvoller Baustein im Leben. So wichtig, wie Ernährung, soziale und örtliches Umfeld, Denken, Meditieren, Selbsthypnose und Bewegung. Das Manifestieren von Worten – schwarz auf weiß führt zum Erkennen und ordnen von Worten.Tagebuch, Morgenseiten, Blog, Erfolgsjournal, MIQ, ToDo-Listen, Reflektionen, Planungen, Werte, Gedichte, Wortsammlungen, Bücher, Dialoge – es gibt viele Schreibansätze und alle sind gut.

Wir bestehen aus Gedanken. Gedanken bestehen aus Worten. Schreiben gibt uns Zugang zu unseren Worten und so gibt das Schreiben uns die Möglichkeit uns zu erkennen und uns bewusst dahin zu verändern, wo wir uns haben wollen.

Genuss

Gegenwind, Kälte, Wetter, Schlaglöcher und kleine Missgeschicke. Um zwei Dinge kommen wir im Leben nicht drumrum. Um die Welt und um uns selbst. Und wer die Welt verändern will, fängt am besten bei sich selbst an.

Wenn die Dinge gerade nicht so sind, wie wir sie uns wünschen, lohnt es sich häufig nicht, zu klagen. Weit besser ist, sich bei so vielen kleinen Gelegenheiten den magischen Satz zu sagen: Das muss man genießen!

Dieser Satz wirkt wie eine Zauberformel. Man kann damit kleine Ärgernisse in kleine Freuden verwandeln. Gelegenheiten es auszuprobieren, gibt es genug.

Verantwortung

Wir sind nicht nur eine Person. Unsere Handlungen wachsen über uns hinaus und potenzieren sich. Als Trinker kommen Freunde und Bekannte, wenn sie Lust haben, zu trinken. Der Trinker trinkt noch mehr und stabilisiert nebenher eine Kultur des Trinkens. Er öffnet die Tür, gibt Richtung und Möglichkeit und Beeinflusst die Möglichkeiten, der Menschen um sich herum. Er stärkt die Alkoholindustrie und jede Industrie möchte Wachsen. Der Nichttrinker schafft eine Kultur des Nichttrinkens.

Um einen Vegetarier herum werden andere Menschen auch zu Vegetariern. Ohne, dass er etwas dafür tun muss. Menschen wollen haben, was andere Menschen auch haben. Menschen tun, was andere Menschen auch tun. Und die Menschen schauen dorthin, wo etwas aus Überzeugung getan wird. Sie lieben es, dorthin zu schauen, wo jemand Stellung bezieht und dann Ja oder Nein zu sagen.

Alles will wachsen. Jeder Gedanke hat den Drang, sich zu verwirklichen. Handlungen, Einstellungen, Stimmungen ziehen Kreise. So bewegen wir Dinge. So sind wir verantwortlich im Kleinen.

Warum?

Warum mache ich den Scheiß hier überhaupt?

Die Konzentration aufs Wesentliche ist der wichtigste Trick, um ressourcenschonend zu leben.

Was ist erstmal das Wichtigste beim Kochen, Ausruhen, Ordnen, Auswerten, Entscheiden, Kontrollieren, Abarbeiten, Kommunizieren, Erziehen?

Was will ich eigentlich erreichen? Worauf kommt es an? Was sind die 20 Prozent, die 80 Prozent des Nutzens bringen?

Die richtigen Fragen zu stellen (und zu bohren, bis man eine Antwort hat), ist ein Schlüssel zu erfüllenden Handlungen.

Hypnose

Der erste Teil der Hypnose ist der Übergang in den Zustand der Trance. Dieser Übergang wird Induktion genannt. Techniken sind Countdown, Countup, Autogenes Training, Focussing, Punktuelle Konzentrationen und viele andere fertige Induktionssysteme und Kombinationen. In Trance fühlt die Person vornehmlich ein tiefes Gefühl von Frieden. Erst hinter diesem Gefühl fließt der Gedankenstrom. Aber das Friedensgefühl, nimmt den wichtigsten Teil des Bewusstseins ein.

Im zweiten Teil können Vergangenheit, Zukunft und Jetzt (Ansichten und Einstellungen) modelliert werden. Eine tiefe Entspannung und das Gefühl von großem Glück können eintreten. Werte und die Beziehung zu Zielen können gestärkt werden. Lösungen können sich wie aus dem Nichts manifestieren.

Dies alles funktioniert nicht jedesmal und sofort. Aber sie bietet eine sehr gute Chance, signifikante Aspekte des Lebens auf angenehme Weise zum Besseren zu ändern. Die Hypnose ist ein Wunderwerkzeug.

Neid

Wer andere beneidet, verspürt ein persönliches Defizit, mit dem der Beneidete nichts zu tun hat. Die Aussage des Neids ist: Ich habe nicht genug, weil ein anderer mehr hat. Für viele Menschen hängt Lebensglück zu stark damit zusammen, mit wem sie sich gerade vergleichen.

Wie wir unsere persönliche Lage bewerten ist von unserem Umfeld abhängig. Es gibt kaum ein Entrinnen. Aber wir können dankbar sein, anstatt uns unglücklichzuvergleichen. Wir können uns Vergleichen, um uns erhaben zu fühlen, oder um uns anzuspornen und auf unseren nächsten Schritt schauen.

Belege

Die vielen Dinge des Lebens: Es ist nicht sinnvoll, sie verstehen zu wollen.  Wer nicht damit beschäftigt ist, zu entstehen, ist damit beschäftig zu vergehen.

Es braucht nicht viele Belege dafür, dass Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur verdient hat.

Einer ist der unglaubliche Text, von It’s alright ma, den er mit Anfang 20 geschrieben hat.

But I mean no harm nor put fault
On anyone that lives in a vault
But it’s alright, Ma, if I can’t please him

Biographie

Der Trick mancher Filme ist es, erst den spektakulären Ausgang der Geschichte zu erzählen,um dann mit dem Anfang der Geschichte zu beginnen. Drei Wochen vorher.

So funktionieren auch Biographien von großen Persönlichkeiten. Die ödeste Kindheit wird spannend, wenn man weiß, dass sie Teil einer steilen Karriere ist.

Was passiert mit deinem Jetzt, wenn du es in Perspektive zu deinem erlangten Ziel setzt?

Nachgeben

Unsere positiven Gewohnheiten und funktionierenden Abläufe sind keine universellen Pflichten. Wenn es sich um keine gefährliche Sucht* handelt, kann ein Nachgeben aus der alltäglichen Routine auszubrechen, eine große Bereicherung sein. Bestenfalls hören wir dabei auf einen dringenden Rat des Unbewussten.

Vielleicht kommt einer unserer Werte zu kurz. Oder das Unbewusste braucht einen großen Teil unserer Energie für einen Durchbruch.

*Rausch- oder Betäubungsmittel, oder Handlungen zum direkten Nachteil anderer, wie körperliche oder verbale Gewalt

Fehler

Wer die Angst vor Fehlern, die uns in der Schule beigebracht wurde, nicht überwindet, wird seinen Sicherheitsradius nicht verlassen.

Wer sich nicht traut, Fehler zu machen, wird kaum in unbekannte Gefilde vordringen, und so Dinge auf neue Weise denken, sagen, entwickeln.

Die Person muss im Wandel bleiben. Sich immer neu erfinden, in die Unsicherheit gehen. So bleibt sie lebendig und frisch.

Missstände

Brian Tracy sagt, man soll Mehrwert schaffen. Egal, ob er einem gerade direkt zugute kommt, oder nicht. Generell soll man es sich zur Angewohnheit machen, Orte in einem besseren Zustand zu verlassen, als man sie vorgefunden hat. Hier einen Schnipsel aufheben, dort ein wenig säubern. Mehrwert schaffen.

Es ist erstmal ungewohnt, wird aber schnell zur Gewohnheit und hebt die Stimmung, wenn man es aus Prinzip und mit Freude tut.

Kommunikation 4

Das Unbewußte ist ein großer Helfer. Es lässt uns vorselektiert Dinge sehen, hören und Zusammenhänge wahrnehmen. Das Unbewußte möchte das verwirklichen, was es für wahr hält. Und es kann nicht unterscheiden, zwischen erdachten Bildern und tatsächlich gesehenen Bildern. Das Unbewußte glaubt die Gedanken, die wir denken und die Worte, die wir schreiben. Es glaubt die Worte, die wir uns sagen und die Visualisierungen, die wir uns vorstellen. Was soll dein Unbewußtes für dich verwirklichen? Was kannst du dir dafür sagen? Was kannst du visualisieren? Was kannst du optisch ganz real in dein Blickfeld stellen, das dein Unbewußtes inspiriert?

Denn die Kommunikation mit dem Unbewußten ist so real, wie jede andere Kommunikation auch. Wie du in den Wald hineinrufst, so ruft es hinaus.

Dylan

Es gibt für die Person weder ein endgültiges Ziel noch Stillstand. Im Scorsese-Netflix-Bob-Dylan-Film Rolling Thunder Revue, sagt Dylan wie nebenbei:

Das Leben ist nicht da, um sich selbst zu finden. Das Leben ist da, um sich selbst zu erfinden.

Suche nicht, wer du bist! Überlege, wer und was du sein willst und mache dich auf den Weg dorthin. Denn die Selbstfindung ist von Zeit unabhängig. Das erfinden der Person ist der Prozess, an dem die Person in Welt und Zeit interessiert ist.