Gleich

Wer seine Vorgehensweise nicht auf die gegebenen Grundwerte abstimmt, scheitert. Die Grundwerte definieren sich aus dem Kontext.

Links- und Rechtsverkehr funktionieren gleich gut. Ein System ist nicht besser, als das andere. Gegensätzliche Systeme – gleiches Ergebnis. Wenn vereinzelte Verkehrsteilnehmer ein System im anderen ausprobieren, werden sie schlechte Erfahrungen machen. Was aber nicht heißt, dass das System als Ganzes nicht funktionieren kann.

Wichtig ist, dass ein System den Grundwerten entspricht, und zweitens mit Überzeugung und konsequent umgesetzt wird.

Begeisterungsfähigkeit

Wer begeistert ist, weiß, was er will. Mit Begeisterungsfähigkeit ist es leicht, sich in ein Thema zu vertiefen, aufmerksam zu sein und zu lernen. Begeisterungsfähigkeit schafft Ziele, Werte, Motivation und Ambition.

Sie ist das Wundermittel gegen Gleichgültigkeit, Fadheit und zähes Vorankämpfen.

Es gibt keine besseren Wege im Leben, als seinen Begeisterungen zu folgen. Wer dies tut, trainiert auch nebenbei seine Fähigkeit zur Begeisterung.

Strafe

Menschen, die gegen das Gesetz verstoßen, sind wenig von der Höhe der Strafe abgeschreckt. Ausschlaggebender ist der Grad der Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden.

Menschen haben mehr Angst vor Verlust, als Risikobereitschaft für Gewinne.

Wir möchten aus Vorsicht, dass die Dinge bleiben, wie sie sind. Es braucht Courage, zu den großen Gewinnen zu streben. Nein zu sagen zu dem sicheren Weg und ja zu dem einen persönlichen Weg, der kleine Verluste und große Gewinne ermöglicht.

Kompliziert

Es ist unglaublich, wie einfach es ist, das Leben kompliziert zu machen. Zwänge, eigene Auflagen, Nachlässigkeiten, Verkrampfung und starre Ansichten lassen uns aufbrausen, auflehnen und wütend im Kreis tanzen. Sie machen Menschen und Umgebung zu Feinden.

Werte, Gelassenheit und Toleranz öffnen die Tür zum viel gepriesenen Loslassen. Wer den Menschen und den eigenen Werten vertraut, wird gelassen, entspannt und energetisch in die richtige Richtung driften.

Manche

Einige Menschen erkennen durch Verlust was sie haben. Andere vermissen, was sie nicht mehr haben. Erfüllung oder Verbitterung – der eine wird vom einen Überrascht, der andere vom Gegenteil. Wo ist unser Einfluss darauf, was wir unmittelbar erfahren? Wie sichern wir uns ab im Leben, um zu denen gehören, die nicht verbittern?

Auch hier folgen wir Gewohnheiten und auch hier ist es gut, diese im Kleinen zu etablieren. Aus kleinen Missgeschicken die Chancen lesen. Aus kleinen Fehlern die Lehre ziehen. Durch kleine Verluste die Dankbarkeit spüren für das, was ist und war.

Tod

Was auch immer ist, es wird vergehen. Das Erleben des Seins ist der größtmögliche Wert. Das Leben ist reich. Es ist einzig und mystisch, wie ein verlorener Funke im Universum. Jeder Moment im Jetzt ist erfüllt von Sinn. In stetiger Veränderung erleben wir immer neu und aus neuen Perspektiven. 

Anders als der Tod. Im Nichtleben ist Nichts. Nichts verändert sich. Es gibt keinen Wandel. Wenn man das Sein dem Nichtsein gegenüberstellt, ist jeder Moment im Sein erfüllt. Voll Farben, Klängen, Emotionen, Worten und Sinn.

Stabilität

Ein zu großes Spielfeld ist nicht Sinnvoll. Man braucht einen Grund, warum man sich wofür entscheidet. Man braucht Anhaltspunkte. Es gibt so viele Möglichkeiten in Erziehung, Gerechtigkeitssystemen, Wertesystemen und im Denken. Vertrauen in Systeme kann hilfreich sein. Feng Shui, Vatsu, NLP, Placebomedizin, Religionen und Gebete können zu Stabilität und Richtung verhelfen.

Nicht dienen sollten diese Möglichkeiten zu einem vollständigen Eliminieren von Zweifeln. Ganz und gar stimmt es alles nicht und alles hat richtige und hilfreiche Elemente in sich. Wer lebendig bleibt, folgt und prüft und bleibt tolerant für andere Systeme.

Klagen

Wir können klagen und das Leben mühsam finden und die Freunde, die Familie, die Mitarbeiter und die Leute anstrengend, unfreundlich oder wenig verständig finden. Das Wetter, die Medien, die Werbung, die Geräusche, der Dreck und unseren Körper zermürben uns mal kurz und hart, mal langsam aber sicher. Und in wachen Momenten können wir bemerken, dass wir nur einer mehr sind, der nörgelt und sich beklagt.

Aufmerksamkeit

Onlinemedien, Social Media, und unsere Smartphones haben mit uns mehr Blickkontakt, als reale Personen. Es sind Fässer ohne Boden. Auf diesen Plattformen finden Kämpfe statt um unsere Aufmerksamkeit. Um diese zu erlangen, arbeiten die Kämpfer sich immer dichter an unsere Triebe und Automatismen vor.

Man sollte im Vorhinein aufpassen, nicht das Schlachtfeld zu sein, auf dem diese Kämpfe ausgetragen werden.

Wir brauchen unsere Aufmerksamkeit nicht austricksen zu lassen. Vieles können wir steuern. Wir können gezielte, seriös kuratierte und endliche Informationen aufnehmen aus Zeitungen, Tonträgern und persönlichen Treffen.

Online Medien zu meiden ist eine große Zeit- und Nerveneinsparung. Wir können unsere Aufmerksamkeit für Wertvolles schützen, wenn wir unseren Handy-Bildschirm auf schwarz-weiß einstellen, das Handy nicht auf jeden Spaziergang mitnehmen und im Browser einen Adblocker anstellen.

Loslassen 2

Segelsetzen, Driften, Entspannen und Genießen. Wo Werte und Ziele zusammenpassen, gibt es nicht viel zu tun. Die Ziele und die passenden Fragen müssen richtig formuliert sein, dann ist die wichtigste (Nicht-)Handlung das Loslassen. Das Unbewusste macht die Arbeit gern. Werte und Ziele sind der Treibstoff. Und wenn das Unbewusste genug Treibstoff hat, marschiert es los.

Ziele überprüfen, absegnen und driften. Nachjustieren ist immer einfach, viel einfacher als das Segelsetzen. Wenn man den Kopf klar hält, merkt man schnell genug, wenn man droht, vom Kurs abzukommt. 

 

Loslassen

Wenn man im Flow ist, kann man merken, dass man losgelassen hat. Das Losgelassenhaben ist ein eigenartiger Zustand. Es setzt sich zusammen aus Routine, Vertrauen und Hingabe. Man muss vertrauen, dass man selbst und das Umfeld ohne Anstrengung ineinandergreifen.

Wenn man nirgends hingeht, wenn man kein Ziel hat, kann es keinen Flow geben. Flow hat mit Schaffen und mit Richtung zu tun.

Effektivität und Leichtigkeit gehen Hand in Hand, weil das Unbewusst genau weiß, was die richtige Richtung ist und was es zu tun hat. Das Bewusste steht staunend daneben.

 

Teams

Ehrlichkeit ist nicht nur ein wichtiger Wert. Ehrlichkeit sollte man zum Prinzip machen.

Wenn in der Rechnung, die einem gestellt wird, eine Position fehlt, sollte man ohne zu zögern das Richtige tun und darauf hinweisen. Dem Dienstleister steht der Betrag zu. Und auch wenn Einkäufer und Verkäufer oder Kunde und Dienstleister als zwei Parteien betrachtet werden können, handelt es sich doch tatsächlich um Arbeitsteilung. Man arbeitet also im Team zusammen.

Hierzu ein Tipp zu einem beeindruckenden Spielfilm über den Ehrlichen Weg. A most violent year.

Glanz

Einiges bleibt gut. Einiges wird besser. Einiges verliert seinen Glanz. Einiges verliert an Brisanz, um dann zögerlich und stetig an Tiefe zu gewinnen.

Vieles ist kurz höchst begehrenswert und dann schnell totaler Schrott. Vieles will man haben, weil viele es haben. Einiges will man haben, weil es sonst keiner hat.

Die Welt der Dinge, des Geldes, die Welt von Ansehen, Prestige und Ich-Erweiterung ist Alltag.

Gute Nahrungsmittel und gutes Essen erhöhen Moral, Gesundheit und Selbstrespekt.

Literatur, Lyrik und Sachbücher sind immer eine gute Investition. Wissen ist oft nicht in Geld zu messen. Und Sprache ist das grundlegende Gut unseres Verstandes.

Bei Alltagsgegenständen ist das Haltbare dem Modernen vorzuziehen. Küchengeräte, Möbel und Kleidung sollten haltbar und zeitlos sein. Dagegen sind Gimmicks und technischer Kram oft unnütz und teuer.

Einen edlen PC braucht kaum jemand, eine sehr gute Maus ist oft weit sinnvoller. Teure Kopfhörer sind gut für professionelle Audio-Arbeiten, aber Unterwegs braucht man fast nie brillanten Sound. Eine teure Kamera ist für die meisten unnütz. Die Welt quillt über von Fotos. Und Erinnerungen sind mit der Handy-Kamera meist der beste Weg für Nachbearbeitung und Cloudspeicher.

Luxus im allgemeinen ist überflüssig, aber okay, wenn man ihn sich leisten kann.

Götter

Götterreligionen sind sehr praktikabel. Götter symbolisierten Werte und Ethik. Auch wenn die starren Dogmen der Religionen für ein wissenschaftsbasiertes, modernes und tolerantes Leben hinderlich sein können, kann man von den Praktiken der Religionen viel lernen.

Gebete sind ein tiefer, emotionaler und ehrlicher innerer Monolog, der auf Werten basiert, von denen der betende überzeugt ist. Das Anbeten eines Gottes, der für bestimmte Werte steht, ist kraftvoller, als Zettel am Spiegel oder die Abstraktheit der reinen Worte, die diese Werte beschreiben. Auch das materiell Greifbare, das Örtliche, das Gesellschaftliche – die Opfergaben, Tempel, Rituale, sind für das Unbewusste Gold wert.

Auch die Dankbarkeit, die den Werten, die als Götter dargestellt werden, entgegengebracht werden müssen, um überhaupt um etwas bitten zu dürfen, ist psychologisch extrem sinnvoll. Dankbarkeit veredelt das Leben. Sie ist ein tiefes und positives Gefühl, die das Ich mit einem höheren Sinn verbindet.

Wer sich als Nichtreligiöser keine philosophische Struktur baut, die einen Gott der Zerstörung, des Wandels und Wiederaufbaus ersetzt, wird durch die Erkenntnisse der Wissenschaft auf Dauer keine große Freude haben.

Füsse

Beim Gehen auf unebenem Grund kann man nur auf seine Füße achten. Wenn man nur kurz in die Umgebung schaut, kann schnell ein Fehltritt passieren.

Wenn wir die Umwelt sehen und genießen möchten, müssen wir uns bewußt anhalten, uns umschauen. Dann können wir reflektieren, atmen und genießen.

Dieses aktive Innehalten müssen wir tun, wenn wir gerade sehr von unserem Weg eingenommen sind.

Warum mache ich dies hier eigentlich? Inwiefern ist hier auch der Weg das Ziel? Möchte ich gerade wirklich nur Strecke machen? Genieße ich aktiv das, wofür ich mit Zeit, Geld und Aufmerksamkeit bezahle? Reflektiere ich, oder konsumiere ich nur?

Innehalten, Sehen, Hören und Fühlen sind jetzt. Und das Jetzt ist der Kern unseres Seins.

Respekt

Wer sich zurückzieht und meint, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, wird unzufrieden.

Wir möchten etwas beitragen zu der Gemeinschaft. Wir möchten uns unseren festen Platz verdienen. Wir möchten Sicherheit und Gemeinschaft.

Wahrgenommen werden, gehört werden, bekommen, was man will, gleiche oder mehr Rechte haben, als andere: das erfahren wir als Selbstbestätigung und Respekt. Es gibt uns Mut und Kraft. Wir sind intuitiv bereit, sehr viel dafür zu tun.

Es ist meist eine sinnlose Vergeudung von Energie, sich dieser inneren Selbstverständlichkeit entgegen zu stellen.

Okay

Es ist okay, nicht alle und alles und jeden Zustand und jedes Wetter zu mögen. Es ist auch okay, nicht von jedem und allen gemocht zu werden. Es ist okay, von einigen verachtet zu werden. Und es ist okay, von sehr vielen nicht wahrgenommen zu werden.

Hingegen ist es wie ein Wunder, hier und da mit einer Person eine Wellenlänge zu haben. Wenn da jemand ist, der einem auffällt, der einem merkwürdig weniger egal ist.

Es ist besonders, dass Menschen da sind, mit denen man Verbindungen eingeht, zwischen all den Menschen, mit denen man keine eingeht. Wir müssen sie würdigen, wie eine gefundene Nadel im Heuhaufen.

Schmerz

So vergeht der Schmerz langsam. Tag für Tag, Woche für Woche. Erst kann man die Finger wieder bewegen. Dann langsam die Hand auf und ab. Erst kann man etwas ganz Leichtes halten, bald eine Türklinke drücken. Dann kann man sich schon wieder aufstützen und man wird nur in Extremsituationen erinnert, dass überhaupt etwas war.

Und genauso lernt man etwas. Erst merkt man nur, dass gar nichts geht. Und bald weiß man nicht mehr, was man daran nicht können könnte. So kann man das Können als Normalzustand in der Zukunft betrachten, den man wiedererlangen wird, wenn etwas Zeit und nach und nach vergehendes Unwohlsein verstrichen sind.

Teilnehmer

Es lohnt sich, in Menschen grundsätzlich die besten Intentionen zu vermuten. Selbstverständlich anderen den Vortritt zu lassen und unter Menschen so umsichtig zu sein, als würde man in derselben Mannschaft spielen.

Wer dies tut, zum Beispiel im Straßenverkehr oder beim Einkaufen, wird eine freundliche Welt erleben, in dem das Miteinander eine große Bereicherung ist.

Auch mit Fremden in unpersönlichen Situationen können wir Freundlichkeit genießen – die unseres Gegenübers und unsere eigene.

Berufung

Supporter, Leader, Visionäre, Tüftler, Gerechtigkeitsfans, Haarspalter, Expressionisten, Follower, Zeichner, Unangepasste.

Tüftelnde Gerechtigkeitsfans, Unangepasste Leader, Zeichnende Follower, Expressionistische Haarspalter.

Tüftelnde Gerechtigkeitsfans mit einer Vision, Haarspaltende Leader, die einem Trend folgen.

Es gibt viele Variablen mit unendlichen Kombinationsmöglichkeiten. Mit etwas Ambition setzten sich die richtigen Bausteine zusammen, und bilden die Grundlage für eine Berufung.

Zwecke

Erfolg in Schule, Studium und Beruf sind ein netter Zeitvertreib. Man kann top sein in der Schule, immer Zweien und Einsen im Zeugnis haben. Medizin oder Jura studieren, Oberarzt oder Richter werden, und trotzdem süchtig, verloren und perspektivlos. Über ein Jahrzehnt Erfolg in Schule und Studium ebnen nicht den Weg in ein erfüllendes Leben!

Man kann reich werden und es verändert sich nicht viel. Man arbeitet, isst, liest, schaut abends bewegte Medien und geht schlafen. Kleidung, Urlaube, Transportmittel und Freunde sind teurer, erfüllen aber ihre Zwecke nicht besser als zuvor.

Offenheit, sein Umfeld sehen, hören und achten, Hilfsbereitschaft und Selbstbewusstsein sind ein weit sichererer Weg zu Glück, Frieden und Erfüllung als Leistung und Anpassung.

Input

Wir leben zwischen den Polen. Anstrengung und Ruhe, Input und Output, Aufregung und Kontemplation, Anspannung und Entspannung.

Nahrung, soziale Bindung, Information waren jahrtausendelang Mangelware. Für die meisten Lebewesen, die es in der Evolution bis heute geschafft haben, war es nicht einfach, genug zu bekommen, um zu überleben. Daher sind wir tendenziell nicht auf ein Weniger oder einen Ausgleich, sondern auf ein Mehr ausgelegt. 

Offensichtlich hat sich die Lage geändert. Die Lebensbedingungen für Körper, Geist und Umwelt unterliegen nun den Bedingungen des Überflusses. Plötzlich müssen wir ein aktives Innehalten provozieren, anstatt nach dem Mehr zu suchen.

Wir müssen unseren Input aktiv kuratieren: Sinnvolles von Junk trennen, uns aktiv darum kümmern, diesem Input eine Chance zu geben, sinken zu können und seine Wirkung zu entfalten.

Halb

Es lohnt nicht, den halben Weg zu gehen und dann umzukehren. Wer nur den halben Weg geht,  hat Zeit und Energie aufgewandt und kehrt mit leeren Händen zurück. Oft gibt es nichts Sinnvolles zwischen Ja und Nein. Natürlich gibt es gute Kompromisse, aber nicht für alles.

Und selbst wenn es so ist, dann ist die Art des Kompromisses nicht selbstverständlich. Mit Frack und kurzer Hose ist man nicht moderat legere gekleidet.

Häufiger zum Erfolg führt der Weg bis zum Ziel. Das ausschließende Ja ist kraftvoll und charismatisch. Es zieht Verbündete an, die den Weg teilen möchten und auf dem man sich gegenseitig bestärkt.

Ultimum

Jede Wahrnehmung ist einzig. Jeder Moment ist einzig. Manchmal können wir zurück zum Ausgangspunkt. Aber es wird dort nie mehr genau so sein, wie es war. Die Umstände haben sich verändert und wir selbst haben uns verändert. Wir können Gesagtes nicht ungesagt machen. Das Jetzt ist immer das ultimative Sein. Ein einziges Mal wahrgenommen in den Weiten von Zeit und Universum.

Diversität

Jeder hat seinen Part. Der eine nimmt Essen mit. Der andere liest die Karte und einer überlegt sich, wo es hingehen soll. Eine Einigkeit über Werte und Ziele ist vom Individuum über kleine bis zu den größten Gruppen der solideste Antrieb. Doch Teams brauchen unterschiedlich ausgerichtete Menschen. Menschen müssen verschieden sein. Dort, wo sich nur gleiche zusammenfinden, wird keine befriedigende Arbeitsteilung stattfinden.

Wie in der Natur ist wahrscheinlich eine große Diversität hilfreich für eine gesunde und stabile Gesellschaft.

Gratifikation

Bevor Menschen etwas tun, ist die Motivation für die Handlung meist extrinsisch. Ich tue es, weil ich etwas dafür bekomme (Geld, Gesundheit, Anerkennung).

Während Menschen etwas tun, ist die Motivation weiterzumachen intrinsisch. Ich tue es, weil es mir Spaß macht. Aus der intrinsischen Motivation entstehen auf Dauer bessere Resultate und höhere Zufriedenheit.

Wir sollten uns nicht von der Belohnung führen lassen, sondern von der Freude am Tun. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit zu Scheitern hoch. Fast schlimmer, wenn wir nicht scheitern und weitermachen. Dann stürzen wir uns täglich erneut für eine Gratifikation von Außen in die Unzufriedenheit.

Vergleiche

Zu einem guten Selbstbewußtsein gehört, sich an seinen Schwächen nicht zu stören und anderen neidlos zuzugestehen, in etwas besser zu sein, als man selbst. Wer sich das nicht zugesteht, der wird kein Glück und Frieden finden.

Besser man schaut auf die eigenen Ziele und auf den nächsten Schritt. Und besser, man gönnt sich ab und zu etwas Zeit in Meditation, jenseits von Wert und Person und Gesellschaft.

Wahn

Überlastung ist der falsche Weg. Unsere Zeit, Kraft und Emotionale Energie verteilen wir sinnvoll Ausgewogen auf unsere Lebensbereiche – sehr grob unterteilt in Arbeit und alles Andere. Und in jedem Bereich sollte es eine gesunde Sättigung geben. Wenn sich Sportwahn, Putzwahn, Arbeitswahn, Gesundheitswahn, Verlangen nach täglichem Rausch oder ein anderes Fass ohne Boden öffnet, dann muss das zwar nicht das ganze Lebensbereiche-System zerstören. Aber der Wahn frisst die Ressourcen.

Wir brauchen ständig Ressourcen für all das Unvorhergesehene. Krankheiten, Freunde in Schwierigkeiten, ein Kollege ist ausgefallen.

Wer keine Ressourcen hat, hat flache Wurzeln. Er steht nicht fest. Er ist schnell vom Sattel geworfen. Deshalb ist es wichtig zu bemerken, ob wir einen Bereich haben, der unsere Ressourcen frisst. Das kann Zeit, Kraft oder Emotionale Energie sein, oder alle drei. In solch einem Bereich muss man sehen, wie er dort einen Punkt macht und die nötige Entspannung für Kraftreserven zurück in sein Leben bekommt.

Brüche

Häufig schließt die eine Option, eine andere aus. Der Rausch schließt ein langzeitig nüchternes Leben aus. Möglicherweise bricht eine nichtssagende Rauscherfahrung einen wichtigen inneren Prozess im entscheidenden Moment ab. So wie ein Seitensprung in einer Beziehung lang gewachsenes Vertrauen und ein Selbstverständnis der Zusammengehörigkeit brechen kann.

Lebenszeit ist begrenzt. Ein langer Prozess kann wertvoller sein, als Erlebnisse und Kicks.

Harmonie

Unser Lebensinhalt, unsere erreichten und erdachten Ziele, sind organisch. Sie wachsen und entstehen. Karrieren, Beziehungen, Freundschaften, Finanzen, Muskeln und Denkstrukturen wachsen. Wie Pflanzen brauchen sie ein Fundament, Wasser und Licht.

Einiges braucht Pflege und Zuwendung. Anderes wächst stetig und stabil wie ein Baum. Einiges kann geerntet anderes betrachtet werden.

Wie in einem Garten stehen die Dinge, die unser Leben füllen, in Beziehung zueinander. Wenn sie auf harmonisierenden Werten gründen, stehen sie in Symbiose zueinander. Wenn nicht, eifern sie um die bestehenden Ressourcen.

 

Einbahnstraße

Die meisten werden nie erfahren, wie es sich anfühlt, alles verloren zu haben. Keine Unterkunft, keine Freunde, kein Geld, kein Job, keine Perspektive, keine Hintertür. Und auf Probe kann man es nicht erleben. Wahrscheinlich ist es eine weit interessantere und tiefere Erfahrung, als umschwirrt von tollen Freunden und glücklicher Familie jenseits aller Geldsorgen zu leben.

Aber auch wenn es romantisch klingt: niemand möchte dorthin. Wir befinden uns in einer Einbahnstraße. Wir möchten leben. Wachsen, Verbinden, Sprechen, Essen, Lieben, Helfen. Das ist unsere Natur.

Soulfood

Vieles von dem, was wir tun, tun wir intuitiv. Woher kommt die Intuition? Sie kommt aus unserem persönlichen Unbewussten, woher auch sonst.

Woher kommt das Unbewusste? Aus Werten, Gewohnheiten, Selbstgesprächen, Erinnerungen, Visualisierungen, Gelesenem, Gesehenem, Gehörtem und Gesagtem.

Das, womit wir uns heute füttern, ist morgen unsere Intuition.

Blicke

Der Blick fürs Wesentliche ist die Königin der Effektivitätstools.

Worum geht es: Entspannung, Motivation, Effektivität, Lernen, Energie, Ernährung, Fun, Gemeinsamkeit?

Worum geht es beim: Kleiden, Kommunizieren, Erholen, Kochen, Arbeiten, Hygiene, Ordnen, Musikhören, Filmegucken und Lesen?

Was ist das Wesentliche im Leben? Welche Werte möchte man in der Erziehung vermitteln, in der Mitarbeiterführung, für sein eigenes Unbewusstes?

Die Frage, was das Wesentliche ist, funktioniert vom Kleinsten bis zum Größten und sie schärft den Blick für alle Bereiche des Lebens.

Verantwortung

Wir sind nicht nur eine Person. Unsere Handlungen wachsen über uns hinaus und potenzieren sich. Als Trinker kommen Freunde und Bekannte, wenn sie Lust haben, zu trinken. Der Trinker trinkt noch mehr und stabilisiert nebenher eine Kultur des Trinkens. Er öffnet die Tür, gibt Richtung und Möglichkeit und Beeinflusst die Möglichkeiten, der Menschen um sich herum. Er stärkt die Alkoholindustrie und jede Industrie möchte Wachsen. Der Nichttrinker schafft eine Kultur des Nichttrinkens.

Um einen Vegetarier herum werden andere Menschen auch zu Vegetariern. Ohne, dass er etwas dafür tun muss. Menschen wollen haben, was andere Menschen auch haben. Menschen tun, was andere Menschen auch tun. Und die Menschen schauen dorthin, wo etwas aus Überzeugung getan wird. Sie lieben es, dorthin zu schauen, wo jemand Stellung bezieht und dann Ja oder Nein zu sagen.

Alles will wachsen. Jeder Gedanke hat den Drang, sich zu verwirklichen. Handlungen, Einstellungen, Stimmungen ziehen Kreise. So bewegen wir Dinge. So sind wir verantwortlich im Kleinen.

Hypnose

Der erste Teil der Hypnose ist der Übergang in den Zustand der Trance. Dieser Übergang wird Induktion genannt. Techniken sind Countdown, Countup, Autogenes Training, Focussing, Punktuelle Konzentrationen und viele andere fertige Induktionssysteme und Kombinationen. In Trance fühlt die Person vornehmlich ein tiefes Gefühl von Frieden. Erst hinter diesem Gefühl fließt der Gedankenstrom. Aber das Friedensgefühl, nimmt den wichtigsten Teil des Bewusstseins ein.

Im zweiten Teil können Vergangenheit, Zukunft und Jetzt (Ansichten und Einstellungen) modelliert werden. Eine tiefe Entspannung und das Gefühl von großem Glück können eintreten. Werte und die Beziehung zu Zielen können gestärkt werden. Lösungen können sich wie aus dem Nichts manifestieren.

Dies alles funktioniert nicht jedesmal und sofort. Aber sie bietet eine sehr gute Chance, signifikante Aspekte des Lebens auf angenehme Weise zum Besseren zu ändern. Die Hypnose ist ein Wunderwerkzeug.

Missstände

Brian Tracy sagt, man soll Mehrwert schaffen. Egal, ob er einem gerade direkt zugute kommt, oder nicht. Generell soll man es sich zur Angewohnheit machen, Orte in einem besseren Zustand zu verlassen, als man sie vorgefunden hat. Hier einen Schnipsel aufheben, dort ein wenig säubern. Mehrwert schaffen.

Es ist erstmal ungewohnt, wird aber schnell zur Gewohnheit und hebt die Stimmung, wenn man es aus Prinzip und mit Freude tut.

Dylan

Es gibt für die Person weder ein endgültiges Ziel noch Stillstand. Im Scorsese-Netflix-Bob-Dylan-Film Rolling Thunder Revue, sagt Dylan wie nebenbei:

Das Leben ist nicht da, um sich selbst zu finden. Das Leben ist da, um sich selbst zu erfinden.

Suche nicht, wer du bist! Überlege, wer und was du sein willst und mache dich auf den Weg dorthin. Denn die Selbstfindung ist von Zeit unabhängig. Das erfinden der Person ist der Prozess, an dem die Person in Welt und Zeit interessiert ist.

Liebe

In der ZEIT lese ich immer als erstes im Zeitmagazin den Artikel „Frag doch den Therapeuten“. Wolfgang Schmidbauer schreibt dort seine Ansichten zu konkreten Beziehungsproblemen und mir gefällt seine Sicht und seine Beratung sehr. In der aktuellen Zeit hat er seine phänomenale Ansicht zum Thema Liebe geschrieben: […] große Liebe, kleine Liebe, feste Beziehung, Sex ohne Beziehung, Freundschaft mit Sex und manches mehr. Liebe ist Liebe, sie lässt sich nicht durch Definitionen groß oder klein, stark oder schwach, früchtig oder ewig machen. 

 

Gut passend zu meinem gestrigen Blog-Post passt das Zitat aus Tim Ferriss  wöchentlichem Newsletter 5-Bullit-Friday:
“If you wish to improve, be content to appear clueless or stupid in extraneous matters.“
— Epictetus

 

 

 

Easy

Take it easy! Enjoy yourself. Das klingt auf englisch leicht und locker. Auf deutsch kann man es kaum sagen, ohne einen ungebetenen Ratschlag und eine überhebliche Empfehlung zu implizieren.

Verschiedene Sprachen funktionieren verschieden. Sie können verschiedene Inhalte transportieren. So ist es auch mit Menschen. Der eine kann Dinge sagen, die völlig anderes wahrgenommen werden, wenn eine andere Person sie sagt.

Wer kein austauschbarer Schauspieler im gesellschaftlichen Diskurs sein möchte, sollte nicht versuchen, andere zu genau zu kopieren. Wichtig ist, dass man seine Wahrhaftigkeit findet: seine persönliche Güte, sein persönliches Mitgefühl, den eigenen Humor, die eigenen Werte und Ziele.

Wer den Mut aufbringt mit den eigenen Verletzbarkeiten zu leben, spart Energie und steigert die Wahrscheinlichkeit ein erfülltes Leben zu führen.

Phasen

Wie es Jahreszeiten und Wetterwechsel gibt, sind auch wir okay, vielleicht auf lange Sicht sogar in Höchstform, wenn wir nicht jeden Monat, jede Woche, jeden Tag gleich sind. Es kann Perioden des Schlafs und Zeiten des sehr frühen Aufstehens geben. Phasen des Erforschens und Schaffens und Phasen der Reflektion.

Oft sind wir okay so, wie wir gerade sind, solange wir uns nicht durch Negativität selbst blockieren.

Und natürlich gibt es auch verschiedene Lebensphasen. Ich habe manchmal das Gefühl, dies wird in all den Ratgebern, in denen es um Produktivität geht, vernachlässigt.

Da fand ich es erfrischend, Kevin Kelly im Interview sagen zu hören, das die jungen Leute zwischen 20 und 30 sich nicht schon um Produktivität und Erfolg sorgen sollten. Sie können die Welt und den Rausch, das Leben und ihre persönlichen Interessen erforschen. Danach ist noch Zeit, eine Karriere zu verfolgen.

MIQ

Josh Waitzkin empfiehlt die MIQ: Die Most Important Question. Es ist nicht immer einfach, sie herauszufinden und es braucht auf jeden Fall Übung. Natürlich ist es eine der größten Hilfen, für alle Bereiche seines Lebens zu wissen, was gerade das Wichtigste ist. Und was zu tun ist, um seine Ziele zu erreichen.

Die MIQ soll man sich abends stellen, am besten noch bevor man zu Bett geht. Direkt nach dem Aufwachen kehrt man zurück und schaut, was das Unbewusste für Antworten gefunden hat.

Disziplin

Wer seine Ernährung umstellen möchte, wer seinen Körper zu Fittness, Kraft und Dehnbarkeit oder seinen Geist für Ruhe und Freundlichkeit, sein Umbewusstes zur Lösungsorientiertheit entwickeln möchte, braucht Disziplin.

Disziplin braucht Planung, Struktur, Willenskraft und ein Ziel, um die Kraft aufbringen zu können, den flatterhaften Geist zu überwinden und zu beginnen. Denn, wie Ramana Maharshi sagte: Körper und Geist sind von Natur aus träge. Am einfachsten macht man es sich, wenn man mit Disziplin Gewohnheiten schafft.

Mengzi

Die Welt ist Wandel. Aber einiges bleibt: immer wollen Menschen ihr Gewissen retten. Um das einigermaßen solide zu tun, muss man feste Werte haben. Schmerz, Sterben, Leiden, Leid zufügen, Schmerz zufügen, nicht den Grundlebensstandard zu haben, den viele andere haben: das ist alles schlecht. Gut ist es, besser zu werden und Frieden zu finden. Mengzi* hatte recht, wenn er sagte: Wie es die Natur des Wassers ist, abwärts zu fließen, ist es die Natur des Menschen aufwärts zu streben.

Doch wenn feste Werte ins Relative gemeißelt werden sollen, braucht die hohe Philosophie mehr Worte, als wahr sein können. Wie viele Worte müssen es mindestens sein und wie viele höchstens, um die Wahrheit zu benennen? Ist es ein Satz oder eine Bibliothek?

Wenn Worte in Spiel kommen, gibt es so viele Wahrheiten, wie Wortkombinationen. Jenseits der Worte gibt es nur eine Wahrheit, aber sie kann nicht genannt werden.

 

*Ein sehr zu empfehlender Wikipediabeitrag

 

Geschäfte

Wenn es um Preisverhandlungen geht und man nicht beharrlich genug ist, kann es passieren, dass man einen höheren Preis zahlt als nötig. Wenn man sich allerdings sehr geschickt anstellt, kann es passieren, dass der andere aus Freundlichkeit und Mitgefühl einen besseren Preis anbietet, als er sich leisten kann.

Wenn man verhandelt, sollte man sich überlegen, mit wem man es zu tun hat und ob man seinen Geschäftspartner lieber unterstützen möchte oder ob er es nicht nötig hat. Am besten, man möchte faire Geschäfte machen, mit Menschen, die das selbe möchten. So entsteht Vertrauen, beidseitiges Wachstum und eine gesunde, lange Geschäftsbeziehung. Es ist ein schönes Gefühl, zusammen am gleichen Strang zu ziehen.

Need

In der Drehbuchtheorie hat die Hauptfigur einen sogenannten Dramatic Need. Psychologisch ist dieser geteilt in den Want und den Need. Der Want ist zum Beispiel der Karrieresprung. Der Need (den sie schließlich auch bekommt) die Freiheit, die sie sich davon verspricht. Auto – Reisen. Hübschen Stereotyp – Liebe. Andere Besiegen – eigene Blockaden überwinden.

Wir stecken dauernd zwischen Wants und Needs. Es gibt im Marketing auch den Spruch: Jeder Euro wird dafür ausgebeben, um etwas glücklicher zu werden. Zum Schluss ist der tatsächliche Need immer Innerer Frieden.

Verhandlung

Eigentlich geht es ums Zusammensein und nicht darum, unseren Willen zu bekommen. In der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg geht es nicht darum, zu bekommen was man möchte. Es ist keine Verhandlungstechnik. Es geht darum, selbst in Frieden bei sich zu bleiben. Und wenn möglich oder nötig, dem Gegenüber das gleiche zu ermöglichen.

Was wir laufend vergessen ist, dass es uns auf lange Sicht immer darum geht, im Frieden zu sein, mit uns selbst und den anderen. Dafür geben wir unser Geld aus, dafür sind wir sozial, dafür gehen wir zur Arbeit.

Auch im Spiel, geht es ums Spielen und nicht ums Gewinnen. Das Gewinnen ist Mittel zum Zweck, um Spielen zu können. Es geht um die Freude am Spiel, ums Dabeisein, um Interaktion, um Kommunikation.

Fountainbleau

Wer direkt am Fels bouldert, muss sich im Gegensatz zum Bouldern in der Halle, mit viel Mühe und häufig langatmig, jeden nächsten Griff, Halt, oder Zug erkämpfen. Selbst wenn man an den Chalk-Spuren sieht, wo die Vorgänger gegriffen haben: man weiß nicht, ob der Versuch, dort zu greifen, richtig war.

Und so ist es oft im Leben. Wir wünschen uns Lehrer oder Ratgeber, die uns den ganzen Weg führen können. Nur leider sind diese nicht zur Stelle, wenn wir sie brauchen. Wir müssen uns jeden nächsten Griff mit viel Einsatz erarbeiten, bis das Top eines kleinen Felsens erreicht ist.

Stopp

Manchmal meinen wir, uns sei alles recht. Aber das gilt nur für einen Möglichkeitsraum innerhalb enger Grenzen. Irgendwann wird es jedem zu warm oder kalt, schmerzhaft, langweilig, zynisch, albern, salzig, bitter, scharf oder kitschig. Menschen sind verschieden. Wir dürfen uns zugestehen, dass es uns ab einem gewissen Punkt reicht. Wer meint, er müsste immer noch ein wenig mehr ertragen können, tut sich nicht unbedingt etwas Gutes.

Chernobyl

In der 5-stündigen HBO-Miniserie Chernobyl* wird die Atomkraftwerk-Katastrophe von 1986 spannend, informativ und unterhaltsam aufgearbeitet.

Sparen an den falschen Stellen und systematische Vertuschung waren die Hauptursachen für dieses Unglück.

Und wie in politischen Systemen, lohnt es sich auch im Individuellen, aufzudecken: an welchen wichtigen Stellen geize ich mit meiner Energie? Wo vertusche ich systematisch?

Finanzielle und gesundheitliche Altersvorsorge? Weiterbildung? Langfristige soziale Kontakte? Umweltbewusstsein? Ethisches Konsumverhalten?

Wenn wir unüberschaubare Systemapparate anklagen, können wir auch bei uns selbst schauen und verstehen.

* Hier ein sehr guter Kommentar.

Kampf

Zu Zweifeln ist immer einfach, zu einfach. Zweifel machen Handlungen zäh, sie sind ziehend und zurückhaltend.

Wenn wir wissen, dass wir das Richtige tun, sind wir mutig und stark. Ich vermute, es ist einfach, in den sicheren Tod zu gehen, wenn man damit sein Kind retten kann.

Zu Zweifeln ist einfach. Und zuversichtlich deuten wir diese so wohl überlegten Zweifel viel zu häufig als umsichtig und vorausschauend. Dabei sollten wir viel öfter für jedes Prozent Zuversicht und Überzeugung kämpfen. Nichts gibt uns so viel Kraft, wie die Gewissheit, das Richtige zu tun.

Klischees

Eine große Hürde für das Setzen von Zielen und das Definieren von persönlichen Werten, ist die Angst, sich selbst als bürgerliches Klischee zu erkennen.

Zu erkennen, sich einzugestehen, sich zuzugestehen: Ja: ich will Geld, ich will gemocht werden, ich will rechtschaffen und überlegen sein, ich will schön sein, ich will stark sein. 

Und weil es so abgedroschen klingt, gehört viel Mut dazu, es für sich anzuerkennen und auszusprechen. Doch wer diesen Mut nicht aufbringt, muss üben, sich mit weniger abzufinden.

Ach

Der Tipp, dass man Ziele haben soll, sagt eigentlich nichts besonders aus. Jeder hat Ziele! Sehr häufig – sehr sehr häufig sind diese Ziele leider nicht gut genug. Sie sind so wie: Einfach nur über die Runden kommen.Sich irgendwie überwinden, etwas bestimmtes zu tun. – Jemandem noch dies oder das sagen.

Dies sind unbewußt getroffene Ziele. Ziele, die nicht mit den eigenen Werten übereinstimmen. Ziele, die nur nach dem nächsten kleinen Schritt – dem nächsten knappen Atemzug verlangen. Ziele, denen es genügt, etwas aus einer schlechten Stimmung heraus mit Ach und Krach zu schaffen.

Häufig sind die Ziele der Menschen sogar Ziele, die sie eigentlich gar nicht wirklich anstreben. Sie entstehen aus einer schlechten Stimmung der Perspektivlosigkeit heraus.

Es ist wichtig aufzuschreiben: Was möchte ich gern? Persönlich, sozial, finanziell, zeitlich, körperlich. Nur eine einziges Ziel reicht erstmal. Ein Ziel, zu dem man zu 51% Ja sagen kann.

Gram

Wie wägt man ab: Ab wann wird das Nein zum Ja, oder das Ja zum Nein?

Ab wann meinen wir, dass das eine sich langfristig besser entwickelt, als das andere? Ab wann wird das Nein, unter Berücksichtigung aller Aspekte, gerechter, als das Ja? Wer entscheidet: Zahl oder Intuition? Oder ist die Intuition zahlenbasiert?

Wo Entscheidungen auf der Kippe stehen, helfen Werte, Prinzipien, Entscheidungsfreudigkeit, Mut und eine Lebensführung des Nichtzurückschauens. Wir können aus falschen Entscheidungen lernen, aber es lohnt nicht, sich zu grämen.

Wer merkt, dass er in gewissen Situationen immer wieder an ähnliche Punkte des Haderns gerät, kann die Gelegenheit nutzen, einen Grundsatzentschluss zu treffen.

Jim Rohn schlägt vor: Wenn du dich zwischen zwei Zahlen entscheiden musst, nimm immer die höhere.*

Ich schlage auch etwas vor: Wenn du nicht weißt, was du trinken sollst, nimm Wasser.

 

*wenn man sich hieran halten möchte, braucht man wahrscheinlich noch verfeinernde Zusatzregeln.

Einflüsse

Je entspannter wir sind, desto weiter sind wir mental und körperlich entfernt vom Fluchtinstinkt. Je weiter wir entfernt sind vom Fluchtinstinkt, desto ruhiger können wir werden. In Entspannung kann das Denken zur Ruhe kommen und wir sehen die  Dinge unvoreingenommen. Wenn wir unvoreingenommen sind, weitet sich das Tor zu unseren Ressourcen und wir können kreativ agieren.

Schmuck

Teurer Schmuck präsentiert Status. Ethnischer Schmuck und Modeschmuck präsentieren Persönlichkeit, Zugehörigkeit und Individualität. Zu was habe ich eine Beziehung, was sind meine Werte, wo fühle ich mich sicher, von wem grenze ich mich ab?

Die meisten wollen etwas wohlhabender aussehen, als sie sind. Denn wer viel hat, könnte viel geben und wird deshalb besser behandelt.

Viele wollen neutral aussehen, weil sie nicht wissen, ob sie arm oder reich sind und weil sie in Ruhe gelassen werden wollen.

Einige wollen verbergen, dass sie wohlhabend sind, weil sie nicht von denen, die ihnen nichts geben können, umworben werden möchten.

Jeder hat Gründe für seine Handlungen. Wer herausfindet, was seinen Taten zugrunde liegt, kann seine Werte, seine Ziele und seine Taten korrigieren und besser aufeinander abstimmen. So wird der Weg unbeschwerlicher und glücklicher.

Wiederholungen

Es gibt vieles, von dem man weiß, dass es richtig ist. Und trotzdem tut man es anders. Sich immer wieder mit dem was man nicht mehr tun möchte, oder was man anfangen möchte, zu konfrontieren ist sinnvoll. Wiederholen hilft. Mit Wiederholungen gehen Perspektivwechsel einher. Vor allem bei sich selbst sollte man dran bleiben: Sich immer wieder die Möglichkeit geben, den Absprung zu finden.

Was Umweltschutzmaßnahmen angeht, scheint mir diese Top 10 von WWF UK besonders plausibel.

Vieles kann man nicht oft genug sagen. Auch zu sich selbst nicht.

 

Extrem

Nackt Besuch empfangen? – Warum kleiden wir uns?
Sich rüde verbal erniedrigen lassen? – Ist es uns egal, was andere über uns sagen?
Bei einer Vorstellung als der lauteste Bewunderer auffallen? – Stehen wir zu unseren Gefühlen?

Fürs Theoretische kann es sehr hilfreich sein, Extreme zu bemühen. Ob es darum geht, was man essen mag und was nicht oder generell darum, was man bereit ist zu ertragen: Jeder hat eine Grenze. Niemand isst „alles“ gern. Niemand kommt mit „jedem“ gut aus. In den Weiten des Relativen gibt es Grenzpunkte. Wer diese Grenzpunkte auslotet, kann herausfinden, warum er bestimmte Dinge tut und wie er sie besser tun kann.

 

Bausteine

Hier ein Baustein und da noch einer. Und immer weiter und weiter. Etwas feilen, etwas optimieren, Neues planen, Neues entdecken. Wer so an seinen Zielen arbeitet, hat sein Gewerbe gefunden.

Gibt es größere Ziele, in die man diese Tätigkeit integrieren kann? Mehr Freude, mehr Familie, mehr Geld, freundlichere Kontakte, interessantere Projekte, größere Projekte? Kann es noch erfüllender werden? Weniger auf der Stelle treten, überflüssige Schritte erkennen und weglassen, geschmeidiger und energieeffizienter vorankommen?

Sicher! Go!

Knapp

Knapp verpasst. Knapp geschafft. Wie dicht ist das beieinander, wie verschieden das Ergebnis! Knapp kann Leben oder Tod bedeuten. Ganz oder gar nicht. Wer regelmäßig auf knapp spielt, ist ein Spieler. Am Ende hat meist die Bank gewonnen.

Sicher ist der Sichere Weg. Er ist in der Regel zu bevorzugen. Sicher ist der entspannte Weg. Er braucht mehr Vorbereitung, aber nicht unbedingt mehr Energie. Vor allem nicht, um Ziele zu erreichen, die über Meilensteine führen.

Betrieb

Wenn die Mitte verblasst, bietet sie selbst den Angepasstesten keinen Halt mehr. Wenn die Werte der Mitte von Beliebigkeit verwaschen, werden sie instabil und schwach. Deutliche Werte bieten Halt und Richtung. Es soll ja schließlich irgendwo hingehen. Auch die Konservativen möchten nicht auf der Stelle treten, sondern teils den Status Quo festigen, teils zurück dahin, wo sie nie war.

Das, was wir als Falsch verstehen, bietet uns die Möglichkeit, Stellung zu beziehen und unsere Werte zu erhellen und zu erkennen. Es fordert uns auf, unsere Wahrheit zu prüfen, um unsere Argumente zu schärfen.

Wandel ist unaufhaltsam, er besitzt den Zahn der Zeit. Nichts kann ihm widerstehen. Auch wir müssen unsere Werte und Ziele regelmäßig überprüfen und überarbeiten.

Biss

Wer sich mit zwei großen Käfern im Bett nicht so wohl fühlt, wie ohne, der braucht sich um seine psychische Gesundheit keine Sorgen machen. Auch wer mit auch nur einer Spinne ungern den Raum teilt, kann noch das bisschen archaisches Abenteuer in seinem Leben genießen.

Ein Problem hat man, wenn man nicht mehr schlafen kann, weil vielleicht eine Spinne im Raum sein könnte. Oder wenn man gesundheitliche Probleme verschleppt, weil man (z.B.) Angst vor Spritzen hat. Sicher: für Menschen, die solch schwere Ängste haben, dass sie gesundheitlichen Verfall einer Änderung im Leben vorziehen, geht es nicht anders als den meisten Rauchern, die nach vielen Jahren des Rauchens nicht von der Sucht loskommen.

Wer ein Problem dieser Größenordnung hat, der sollte es zu seiner absoluten Priorität im Leben machen, damit umzugehen. Es gibt Hilfe! Auch hier können viele Versuche und verschiedene Ansätze nützlich sein. Bücher (auch für Trinker), Freunde, Hypnotherapeuten. Schreiben: über das Thema, Werte aufschreiben, Ziele aufschreiben, gute Gründe aufschreiben, die einen überzeugen.

Wahnsinn

Ein und dieselbe Handlung kann sehr anders bewertet werden, je nachdem, wer sie ausführt. Was ein 60-jähriger tut, wird anders bewertet, als das, was ein 20-jähriger tut. Auch die selbe Handlung von einem 20-jährigen oder von einem 7-jährigen beurteilen wir sehr verschieden. Keine Wertung ohne Kontext. Wir brauchen Bezugssysteme, um zwischen Brillanz und Wahnsinn unterscheiden zu können. Nichts steht für für sich. Niemand ist ohne Umfeld von Bedeutung. Sich nicht all zu wichtig zu nehmen ist eine Erleichterung.

Immer

Wohnst du noch oder lebst du schon? war ein genialer Werbeclaim von Ikea. Zwar nervig und pseudophilosophisch, aber unwiderstehlich. Und sofort so kultig geworden, dass es viele erbärmliche Variationskopien in der Werbung gibt.
Und was soll das denn heißen? Was hat das mit Ikea zu tun? Wer über diesen dreisten Claim von Ikea nicht weiter nachdenkt, der zieht den Schnellschluss, dass Ikea für Leben steht. Aber bei Ikea geht es doch eigentlich genau darum, billig und schnell zu wohnen, anstatt ehrlich und wertebasiert zu leben. 

Viel besser gefällt mir der von der Clausthaler-Werbung in den Sprachgebrauch in Umlauf gebrachte Claim: Nicht immer, aber immer öfter. Immer öfter mal ein alkoholfreies Bier trinken. Immer öfter das Richtige tun. Immer öfter freundlich bleiben. Immer öfter die richtigen Wege gehen. Das gefällt mir!

Zeichen

Der Mensch lebt in einer Welt aus Zeichen. Deutung von Kleidung, Möbeln, verbalem und körperlichem Ausdruck ist wichtig, um sich zurechtzufinden. Status- und Schönheitsempfinden können im Menschlichen selten getrennt werden. Wer herausfindet, warum er was schön findet, kann etwas über die eigenen Werte erfahren.

Arbeiten

Vergangenheit verarbeiten, Zukunft erdenken. Wer diese beiden Tätigkeiten aktiv angeht, hat mehr Ruhe für den Moment.
Verarbeiten heißt: Gefühle zulassen und fühlen. Genug Schlaf, Pausen, Schreiben, Reflektionsmöglichkeiten, Treiben, damit das Unterbewußtsein Zeit dafür hat.
Zukunft erdenken heißt, eine Vorstellung, einen Wunsch eine Plan zu haben, wo es hin gehen soll – auch, wenn es im Moment gerade so gemütlich ist. Vielleicht ist es für viele Menschen eine große Hürde, hier konkret zu werden, weil sie daran glauben, dass es wirklich in Erfüllung geht, was sie sich wünschen. Aber sie trauen ihren Wünschen nicht, weil sie ihre Werte nicht kennen.

Dabei ist es nicht so schwer. Werte sind fast alle Gefühle, Einstellungen, Tugenden, Herangehensweisen, für die es Worte gibt. Es hilft, sich mit einigen konkret zu identifizieren und sich basierend auf diesen Werten vorzustellen, wie sich diese Werte auf der Grundlage des eignen Lebens steigern lassen.

Fahrt

Drive ist etwas anderes als Schwung, bzw. Momentum. Schwung ist gut und wichtig, er entsteht erst, wenn Fahrt aufgenommen wird. Und Drive ist die Eigenschaft, Schwung zu produzieren und aufrecht zu erhalten. Drive ist sich nach vorn entfaltendes Energiepotential. Drive ist auch eine Tugend und ein Wert. Drive bedeutet unterwegs zu sein und weiterzumachen. Jede Vollendung ist ein Teil des Weges. Ein kraftvoller Drive entsteht aus dem Ausblick auf ein großes Ziel.

Zonen

Welche Tiefs bringen einen in die nötige Tiefe, in der wir neue Erkenntnisse finden können? Wichtige Fortschritte machen wir häufig außerhalb unserer Komfortzone. Außerhalb unserer Komfortzone sind wir in Unsicherheit und Ambivalenz. Die Zone des Nichtkomforts ist ein meist selten betretenes Gebiet. Wenn wir uns entwickeln, also verändern möchten, müssen wir dieses Gebiet erforschen. Und wir müssen lernen zu unterscheiden, ob wir mutlos, verzagt und unscharf deprimiert sind, oder ob wir uns gerade in Wirklichkeit mutig auf von uns unerforschten Wegen befinden.

Ein guter Indikator ist, ob wir gerade alles und jeden skeptisch betrachten, oder ob wir verzagt sind und zurück in die Geborgenheit und Sicherheit des Altbekannten möchten.

Skiurlaub

Wie entstehen und vergehen Dinge?

Vor 20 Jahren begann mit der Fernsehserie Sopranos eine neue Ära des qualitativ hochwertigen Fernsehens. In den frühen 2000ern wurden die neuen Serien gelobt, als die neue Literatur. Noch zehn Jahre später sind wir nun bei einem leicht angestumpften Netflix-Einerlei gelandet, das wieder stark an das alte Fernsehen erinnert… und HBO präsentiert uns ein zur Soap verwaschenes Game of Thrones. Es gibt wieder Raum für positive Innovation!

Nachdem in den 90ern Pesto als eine Spezialität aus Italien an italienischen Marktständen in Deutschland erhältlich und schnell bekannt wurde, haben grüne Gemische mit schwer definierbarem Geschmack ihren festen Platz in jedem Supermarkt.

Und wie konnte der Ski-Urlaub jemals so populär werden, dass jeder meint, er müsse das mal mitgemacht haben? Ich vermute, der Ski-Urlaub kommt aus einer Zeit, als Fliegen noch teuer war und man eine gute Idee brauchte, wie man zwei Wochen Urlaub in der Kälte halbwegs sinnvoll verbringen kann.

Vieles erregt Aufmerksamkeit, weil es gut ist. Sobald es für alle gemacht wird, mischt es sich als unüberprüft Gutes ins Alltagseinerlei der Mitläufer. Diese Dinge gehen nicht von selbst wieder weg, weil sie nicht gut sind. Sie trödeln erst langsam davon, wenn sie von anderem vermilderten Einerlei verdrängt werden.

Da das Mäßige den Schuss nicht hört und schnell wieder geht, sobald seine Scheinhaftigkeit entlarvt ist, sollte man die Ohren und Augen offen halten und sich stets fragen: Ist das wirklich gut? Will ich das wirklich auch haben? Oder gibt es wirklich Gutes, das nur darauf wartet von mir entdeckt und gewürdigt zu werden.

Anarchie

Es gibt in einigen Kreisen, den Ruf nach Anarchie. ???! Was soll das heißen? Dass alle Menschen machen können, was sie wollen? Dass sich jeder von jedem nehmen darf, was er möchte? Absoluter Liberalismus – wer die Mittel hat, sich zu schützen hat Schutz und wer keine Mittel hat, hat nichts?

Wenn ich ein eingekreistes A sehe, weiß ich nicht, was damit gemeint sein soll. Praktisch leben wir ja immer in der Anarchie, die sich aus der Gesetzlosigkeit entwickelt hat. Es kann keine Anarchie (also einen ungesteuerten Staat) geben, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt. Dieses zu relativieren ist eine Weiterentwicklung des Sozialen.

Bewegung

Ein Ziel zu haben, (oder mehrere) ist ein guter Anfang. Aber es erspart einem nicht das Losgehen, das sich in Bewegung setzten, das Nachdenken darüber, was ein guter Weg zum Ziel ist. Und auch wenn es schon in Sichtweite sein sollte, vielleicht groß und hoch wie ein Berg, heißt das nicht, dass man nicht nicht durch einen Fluss schwimmen, eine Felswand hochklettern und einige Höhenmeter wandern muss.

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist ein guter erster Schritt, ein paar Werte zu finden, mit denen man sich identifiziert der Zweite. Sich seine Wünsche und Ideen schwarz auf weiß als Ziele zu definieren ist eine große Hilfe. Dann ist es notwendig, motiviert loszugehen. Beim passieren des ersten Meilensteins festigt sich das Selbstbewusstsein und die Werte werden klarer…

Werkzeug

Der denkende Verstand besteht aus Worten. Die Sinne sind Auslöser für unmittelbare Handlungen und Gefühle. Doch in der Reflexion und in der Planung zum Glück kann nur das Werkzeug Wort zum Einsatz kommen. Deshalb müssen wir an unseren Worten feilen, unsere Worte planen und kontrollieren. Bewusste Werte, Ziele, Affirmationen können uns zu dem machen, was wir sein möchten.

Richard Bandler

Wer sich Tim Ferriss anguckt oder Wim Hoff, der weiß, dass Lebensweisheiten, Lifehacks, Eisbäder und extralanges Luftanhalten nicht gegen Haarverlust helfen. Das heißt aber nicht, dass dies alles nicht für vieles andere gut und hilfreich ist.

Etwas wundersamer ist es mit Richard Bandler, einem der Begründer von NLP. Bandler und Grinder haben die Verfahren von drei als besonders erfolgreich geltenden Therapeuten zusammengetragen, zu mini Einzelverfahren extrahiert und NLP genannt.

Wenn ich Bandler in aufgezeichneten Workshops gesehen habe, habe ich ihn als sehr unangenehmen Typen erlebt. Er hat keine linguistischen Tricks benutzt, um Menschen von seinen Verfahren zu überzeugen. Kritiker hat er sogar beschimpft und grob gesagt, sie sollten besser das Seminar verlassen und nicht seine Zeit stehlen, wenn sie noch nicht so weit seien zu kapieren, dass das was er sagt stimmt.

Wer das Herz auf der Strecke lässt, wird von seinem Wissen nicht profitieren. Herz ist wichtiger als Wissen.

 

Handeln

Wie man auch immer zu dem Thema Lebensoptimierung stehen mag: Es gibt in letzter Konsequenz keine Handlungen, die nicht dazu da wären, das Leben (ob kurz- oder langfristig) zu verbessern.

Dies sollte man bei seinen täglichen Handlungen bedenken. So kann man allein durch die Anerkennung der Tatsache, dass in jeder Handlung das Ziel einer Lebensverbesserung steckt, mit minimalem Aufwand viel erreichen.

Essen, sich kleiden, kommunizieren: Um Vieles im Leben kommen wir nicht drumrum.

 

 

Umwälzen

Es ist schön, mit Freunden eine gute Zeit zu verbringen. Wenn es Schwierigkeiten gibt, oder Probleme, kann man darüber sprechen. Man kann sich beratschlagen. Man kann herausfinden, ob man richtig handelt oder nicht. Man kann auch erzählen zum Reflektieren. Man kann zuhören und verstehen, warum es dem anderen geht, wie es ihm geht und gemeinsam warten, dass die Zeit vergeht, weil manchmal Zeit die Lösung ist.

Aber wie ist es mit dem Problemewälzen als Selbstzweck?

Wer viel Zeit damit verbringt, jemandem seine Probleme darzulegen, der sollte Lösungsansätze annehmen und ausprobieren. Ansonsten vergeudet er die wertvolle Zeit und Energie seines Gegenübers.

Style

Dass die meisten Dinge nicht das sind, was sie eigentlich sind, sondern das, was wir uns von ihnen versprechen, ist klar und keine tiefe philosophische Weisheit. Aber doch sollte man über diese Erkenntnis regelmäßig reflektieren. Style ist sozial. Wer soll was über mich denken? Was will ich mir über mich erzählen? Mit wem will ich ähnlich sein, mit wem verschieden?

Ist mein Style angepasst, weil ich mir andere Verschiedenheiten rausnehmen möchte? Möchte ich stark oder sensibel aussehen? Warum?

Wer seine Werte kennt, kann ihnen seine Kleidung anpassen. Wer seine Ziele kennt auch. Wer sich nicht sicher ist, über seine Werte und Ziele, kann sich anhand seiner Kleidung besser kennen lernen. 

Erfüllung

Wenn etwas unnatürlich oder umständlich erscheint, kann es trotzdem vernünftig sein, es auszuprobieren. Manchmal treten Versprechen, die zu schön zu sein scheinen, um wahr zu sein, ein.

Wie wäre es, wenn es etwas gäbe, was wir 20 Minuten jeden Tag machen, wodurch wir kaum mehr krank werden?

Wie wäre es, zwei Stunden pro Woche zu investieren, um ab 50 nicht schnell und sicher zu vergreisen, sondern bis ins hohe Alter beweglich zu bleiben?

Lohnt es sich 15 Minuten am Tag zu investieren, um die Chance finanziell unabhängig zu werden zu verzehnfachen?

Was ist der Zeitwert für die Verwirklichung von Lebensträumen?

Bevor wir Zeit, Anstrengungen und Geld investieren, lohnt es sich herauszufinden, was die eigenen Träume wirklich sind und was wir uns von ihnen versprechen.

30-Zone Berlin

  • leise
  • sicher
  • entspannt
  • geschmeidig
  • fahrradfreundlich

 

  • weniger Schilder
  • übersichtlich

 

  • schöneres Stadtbild
  • besseres Stadtimmage
  • fußgängerfreundlich
  • raserunfreundlich
  • umweltfreundlich

 

Im eigenen Leben ist man nicht auf die irrationalen Entscheidungen anderer angewiesen. Jeder kann gemäß seiner Werte Entscheidungen für sein Leben treffen, die:

  • vereinfachen
  • effektiver machen
  • entspannen
  • froh machen
  • frei machen
  • fit machen
  • freundlich machen
  • dynamisch machen
  • gesund machen
  • persönlichen Erfolg verwirklichen
  • erfüllen

 

Tricks

Gern wird behauptet, dass man durch Meditation weniger Schlaf brauche. Die Wahrheit ist, dass Menschen, die meinen, dass sie mit ihrem zu wenigen Schlaf auskommen sollten, durch Meditation lernen können, genug zu Schlafen, weil sie gesündere Prioritäten im Leben setzten.

Am Ende wollen alle glücklich sein. Doch pauschal mit Glück zu werben ist selbst für Werbung nicht glaubwürdig genug. Also muss man als Werber etwas anbieten, von dem die Leute glauben, dass es sie glücklich machen würde. Wenn das Glück nun durch den beworbenen Artikel von etwas anderem kommt, wird es den Beglückten nicht stören.

Werbung bedient sich Tricks, um die Barrieren des Verstandes zu überwinden. Darf man billige Tricks anwenden, um für das Gute zu werben? Oder anders ausgedrückt: Darf man lügen, um jemanden in eine positive Falle zu locken? Wenn man jemanden damit das Leben rettet, ja. Wenn man jemanden damit zum Leben erweckt, auch! Wenn man Menschen nur Geld und Verstand aus der Tasche ziehen will, nicht.

Ajahn Brahm

Mehrfach habe ich die Geschichtchen in Die Kuh, die weinte von Ajahn Brahm gelesen. Ajahn Brahm leitet ein buddhistisches Kloster in Australien. Wie man im Buch erfährt war er Schüler von Ajahn Chah und hat einige Jahre unter härtesten Bedingungen als Waldmönch gelebt.

Das Buch enthält viele Wohlfühlgeschichten, buddhistische Weisheiten und Anekdoten. Gegen Ende des Buches gibt er auch noch einige wertvolle Meditations-Tipps.

Es gibt noch ein oder zwei ähnliche Bücher von ihm, aber dieses gefällt mir am besten.

Alte Bekannte

Wenn man hofft, dass die eigene Zukunft sich so entwickelt, wie man es sich wünscht, reicht das unter Umständen nicht: man muss wissen, dass es so passierten wird!

Erstens muss man sich etwas wünschen und vorstellen und zum Ziel erklären.
Zweitens gucken, ob man sich nicht das Gegenteil auch wünscht. (Am besten schriftlich).
Drittens muss man das Hoffen irgendwie überspringen und stattdessen wissen, dass es so kommen wird. (Weil man es hofft).
Viertens muss man zur Sicherheit auch Nachhelfen. Dann kommt man seinem Ziel entgegen. Man läuft nicht versehentlich aneinander vorbei, sondern kann sich schon aus sicherer Entfernung zuwinken und als alten Bekannten begrüßen.

Wege

Es gibt viele, meistens sogar sehr viele Wege, die zum Ziel führen. Davon, dass es  unendlich viele Weg gibt, die nicht zum Ziel führen, sollte man sich nicht entmutigen lassen. Der Verstand, der ein Ziel anstrebt ist findig.

Jeder hat Ziele. Irgendwann hat sich irgendwas im Verstand als Ziel festgesetzt. Es ist gut, herauszufinden, was das ist. Es gibt Gedanken, die sind einst mit Kraft gedacht worden und haben ihre Spuren hinterlassen. Man muss sich klar sein, ob die Werte, die diese Kraft hervorgebracht haben, noch für einen gelten, oder ob man gegebenenfalls schlauer geworden ist, oder man sich, oder die Welt sich verändert hat.

Kraft

Die Kraft, nicht nur freundlich zu tun, sondern im Herzen freundlich zu bleiben, auch wenn es etwas anstrengend wird. Die Kraft, die Runde zu verlassen, weil man müde ist, obwohl es gerade so nett ist. Die Kraft nein zu sagen, weil man zu erschöpft ist.
Aber auch die Kraft trotzdem weiter zu machen und über den Berg zu kommen. Die Kraft, Dinge mit Würde zu Ende zu bringen.

Abwägen kostet Kraft und man muss es dauernd tun. Jeder durchdachten Handlung geht eine Abwägung voraus. Es lohnt sich, stark zu sein.

Jagen

Ich lese und höre Selfhelptexte. Bücher, Blogs, Newsletter, Hörbücher, Vorträge, Workshops, Audioprogramme, Podcasts. Ich höre Motivationssprecher, NLP-Coaches, Business-Gurus, Geführte Selbsthypnosen, zusammengefasste Bücher auf Blinkist und, falls es noch etwas gibt, das wahrscheinlich auch.

Selfhelp? Klingt, als hätten die Selfhelper ein Problem und wollten sich nun selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen! Meinetwegen. Auch das könnte funktionieren. Und wollen wir nicht durch jedes Stück Musik, durch jeden Text den wir lesen und natürlich, durch jeden Euro, den wir ausgeben etwas mehr Tiefe in unserem Leben, etwas mehr Wahrheit, etwas mehr Glück? Selfhelp ist vielleicht nicht der eleganteste Weg. Aber er ist ehrlich und direkt.

Gerade habe ich in der Leseprobe von Tony Robbins Buch mit dem sympathischen Titel Das Robbins Power Prinzip die folgenden ermunternden Zeilen gelesen:

Der Grund, warum ich mehr als siebenhundert Bücher gelesen, Tonbänder angehört und so viele Seminare besucht habe, ist das Wissen um die Macht einer einzigen wahren Erkenntnis. Vielleicht ist sie auf der nächsten Seite oder im nächsten Kapitel des Buches verborgen.

Angst

So gern ich Amazon habe: Ich fürchte es auch. Artikel, warum man Amazon fürchten sollte, wage ich schon gar nicht mehr zu lesen, weil ich Angst habe, danach deprimiert und resignierend weiterleben zu müssen.
Wenn ich nach Alternativen suche, finde ich Utopia.de. Ich kenne jemanden, der aus Prinzip nichts mehr bei Amazon bestellt. Sein Leben funktioniert gut. Ich denke mir gerade, ich mache da mal mit und gucke, wie es läuft.

Vielleicht kann ich dann in zwei Jahren schreiben: Seit zwei Jahren kaufe ich nicht mehr bei Amazon ein. Ich bekomme trotzdem alles, was ich brauche, habe nicht das Gefühl Zeit zu vertrödeln und komischer Weise (oder auch nicht) gebe ich nebenbei auch weniger Geld aus. Ich gehe sogar so weit, alle sechs Monate für einen Monat gar nichts mehr online zu kaufen. Auch das bereitet große Freude und macht mein Leben reicher. Ich überlege mir was ich will und sehe die Welt und Menschen, die wohl durchdacht ein Sortiment zusammenstellen und ihre Geschäfte einrichten.