Alte Bekannte

Wenn man hofft, dass die eigene Zukunft sich so entwickelt, wie man es sich wünscht, reicht das unter Umständen nicht: man muss wissen, dass es so passierten wird!

Erstens muss man sich etwas wünschen und vorstellen und zum Ziel erklären.
Zweitens gucken, ob man sich nicht das Gegenteil auch wünscht. (Am besten schriftlich).
Drittens muss man das Hoffen irgendwie überspringen und stattdessen wissen, dass es so kommen wird. (Weil man es hofft).
Viertens muss man zur Sicherheit auch Nachhelfen. Dann kommt man seinem Ziel entgegen. Man läuft nicht versehentlich aneinander vorbei, sondern kann sich schon aus sicherer Entfernung zuwinken und als alten Bekannten begrüßen.

Blüten

Es ist selten der Fall, dass man einen Absatz liest und einem dadurch ein Licht aufgeht. Meist liest man etwas, nimmt es hin und manchmal beschäftigt es einen und langsam aber sicher erkennt man, dass da eine Wahrheit steckt. Man erschafft einen fruchtbaren Boden für Erkenntnis. Und man sät die Samen für die Erkenntnisse, die in einem selbst wachsen und blühen sollen. Deshalb muss man aufpassen, was man in sich hineintut. Es wird zu einem Teil der Person. Es ist gut, sich mit Lösungen zu beschäftigen. Über Lösungen zu lesen und zu sprechen und zu denken.

Lösungen für Probleme. Wege zu Zielen. Stille im Moment.

Flucht

Was macht man, wenn das Gespräch auf das Thema Telefongesellschaften und Warteschleifen und Weiterverbindungen kommt? Jede Geschichte dauert eine gefühlte Ewigkeit und berichtet von unsäglichen Misshandlungen des gesunden Verstandes. Und jeder hat diese Geschichten schon oft erlebt und weitererzählt und sich zahlreiche dieser Geschichten von anderen angehört. Was macht man also? Es ist schwer sich zurück zu halten, aber zähe Geschichten über die Nervigkeit des Daseins sind fast immer besser zu meiden. Manchmal hilft nur Flucht.

Affirmation

Vor dem Einschlafen ist ein guter Zeitpunkt für einfache Affirmationen. Es hält davon ab ins Grübeln zu geraten, oder über Dinge nachzudenken, die man besser am Tag löst. Affirmationen sollten im Präsens und auf einen persönlich formuliert sein. Das ist alles. Es sind Gedanken, die sich eingewöhnen und verwirklichen sollen. Und sie sind ein gesunder Ausgleich zu den vielen Anschuldigungen, die man jeden Tag gegen sich macht, wie: Ich bin so ein Schussel. Wie konnte ich das schon wieder vergessen. Warum habe ich dass gesagt?! Wie sehe ich denn aus?! Oh Gott, das auch noch! Das war dumm von mir. Ich komme zu spät.

Ich habe Richard Bandler einmal sagen hören, dass sich die Leute als erste Eigenschaft meistens Selbstbewusstsein wünschen würden und meinte dazu, warum sie sich nicht lieber Motivation zum Lernen wünschten, es liefen schon genug Idioten rum, die sich für die Größten hielten. Es ist nicht schlecht, selbstkritisch zu sein. Aber wenigstens für das, was man sich tagsüber so an den Kopf schmeißt, kann man einen Ausgleich schaffen. Bei den abendlichen Affirmationen kann man einfach in den großen Pool des Positiven greifen. Dabei kann man nichts falsch machen.

Ich bin selbstbewusst. Ich bin motiviert zu lernen. Ich bin gesund. Ich ernähre mich gesund. Ich habe Freude an dem, was ich tue. Ich bin schön. Ich bin stark. Ich bin gerecht. Ich bin intelligent. Ich bin freundlich. Ich bin mutig. Ich verdiene viel Geld. Ich gebe mein Wissen weiter. Ich bin offen und freundlich. Ich fühle mich frei. Alles,was ich tue, tue ich mit Hingabe. Meine Ziele ziehen mich an. Ich bin gütig. Ich bin schnell, wenn es darauf ankommt. Ich mache es mir gemütlich. Ich entspanne schnell. Ich habe Freude daran, meine Ziele zu verfolgen. Ich atme tief und ruhig. Ich höre gut zu. Ich liebe meine Familie. Ich liebe mich selbst. Ich mache den Menschen ehrliche Komplimente. Ich gebe meinem Gegenüber ein gutes Gefühl. Ich helfe den Menschen. Ich helfe mir. Ich helfe gern. Ich bin lebendig. Ich bin dankbar. Ich bin so dankbar für jede Kleinigkeit. Ich würdige den Moment. Ich bin Eins mit allem. Ich bin das Universum. Ich bin alles. Alles ist ich. Ich bin frei.

Urteile

Wenn man es mit einer Person zu tun hat, (mit einer anderen, oder der eigenen), ist es häufig hilfreich, daran zu denken, wie diese Person ein Baby war und ein Kind und eine Jugendliche. Diese Person hat viele unvermeidliche Stufen und Erfahrungen hinter sich, die ihr vom Leben meist ungebeten präsentiert wurden.

Wer dies ausprobiert, wird merken, dass das eigene spontane Urteil über den Anderen nur ein Spiegel der eigenen Wünsche und momentanen Bedürfnisse ist.

 

Eine andere sehr hilfreiche Vorstellung gegenüber Menschen ist, sich über sie vorzustellen, wie sie sich aus einem inneren Selbstverständnis heraus, liebenswürdig, umsichtig und zuvorkommend anderen gegenüber verhalten.

Diese Visualisierung ist einfach. Wer sich so etwas über die nächsten fünf bis zehn fremden Menschen vorstellt, wird Erstaunliches feststellen.

Geschmack

Geschmäcker sind nicht gegenteilig. Süß kann Sauer nicht aufheben. Eher gibt das Saure dem Süßen Tiefe. Interessante Geschmäcker entstehen durch Mischungen und gegensätzliche Akzente, wie bei leicht gesalzenem Karamell. Das Stoffliche bietet eine unendliche Vielfalt von nuancierten Variationen.

Ganz besonders mögen wir kleine Abweichung von Bekanntem. Und ganz besonders hassen wir kleine Abweichungen von Bekanntem. Und das Gleiche in total anders kann Erleuchtung oder Frechheit sein. Zu Dingen, die wir nicht gut kennen, haben wir meist keine ausgeprägten Gefühle.

Trennung

Person und Bewusstsein sollten getrennt besprochen werden. Die Person existiert nicht ohne Bewusstsein. Ob Bewusstsein ohne Person oder Persönlichkeit möglich ist, weiß ich nicht.
Das Bewusstsein selbst ist unpersönlich. Das Wissen um das zeitlose, unumstößliche Bewusstsein, man kann es auch Dao nennen, verändert die Person. Es bringt sie in den Fluss des Seins. Dieses Wissen löst Spannung und Angst. Es mildert die Bedeutung von Vergangenem und Kommendem – in die Vorstellungen anderer Zeiten schlägt das Emotionen-Pendel ums Jetzt weniger weit aus.

Wege

Es gibt viele, meistens sogar sehr viele Wege, die zum Ziel führen. Davon, dass es  unendlich viele Weg gibt, die nicht zum Ziel führen, sollte man sich nicht entmutigen lassen. Der Verstand, der ein Ziel anstrebt ist findig.

Jeder hat Ziele. Irgendwann hat sich irgendwas im Verstand als Ziel festgesetzt. Es ist gut, herauszufinden, was das ist. Es gibt Gedanken, die sind einst mit Kraft gedacht worden und haben ihre Spuren hinterlassen. Man muss sich klar sein, ob die Werte, die diese Kraft hervorgebracht haben, noch für einen gelten, oder ob man gegebenenfalls schlauer geworden ist, oder man sich, oder die Welt sich verändert hat.

Material

Unsere Welt besteht aus Material. Pflanzen, Metall, Holz und Kunststoff. Aus Farben und Form und Wahrnehmung. Auch die Wahrnehmung ist stofflich. Augen, Ohren, Nervenbahnen und Gehirn sind alle… pflanzlich :-). Vor dem Stofflichen kommt das Bewusstsein. Bewusstsein ist gleich, egal wo es auftaucht. Es kennt weder Wort noch Ort noch Zeit. Es kennt keine Variation. Da Bewusstsein unerschütterlich ist und die Grundlage von allem, ist alles Bewusstsein. Und alles, was darin auftaucht ist eine Variation von sich selbst.

Kraft

Die Kraft, nicht nur freundlich zu tun, sondern im Herzen freundlich zu bleiben, auch wenn es etwas anstrengend wird. Die Kraft, die Runde zu verlassen, weil man müde ist, obwohl es gerade so nett ist. Die Kraft nein zu sagen, weil man zu erschöpft ist.
Aber auch die Kraft trotzdem weiter zu machen und über den Berg zu kommen. Die Kraft, Dinge mit Würde zu Ende zu bringen.

Abwägen kostet Kraft und man muss es dauernd tun. Jeder durchdachten Handlung geht eine Abwägung voraus. Es lohnt sich, stark zu sein.

Warten

Warten ist brandgefährlich. Doch wie wir es beurteilen hängt stark davon ab, für wie groß wir die Ungerechtigkeit des Wartens halten. In der Warteschleife der Telefongesellschaft, in einer Warteschlange aufs Essen, aufs Bezahlen, auf die verspätete Bahn, auf persönliche Verabredungen, auf das Laden einer Seite im Internet. Eigentlich vergeht immer die gleiche Zeit. Aber wir können mit der Persönlichkeit nicht raus aus Sinn und Verstand. Unsere Vorstellungen bauen unsere Persönlichkeit zusammen. Materielle Dinge sind eigentlich erst Dinge, weil sie virtuelle Dinge sind und das Virtuelle manifestiert sich in Worten, Gefühlen und Sinngebung.
Dieses Wissen veranlasst einen, in anstrengenden Momenten mit dem Bewusstsein zum Atem zu gehen und zu fühlen.

Gedanken

Was als fertig formulierter Gedanke im Verstand ankommt, ist die Spitze des Eisbergs. Der Gedanke entsteht in Verbindung mit dem, was unter der Oberfläche – nicht sichtbar, nicht direkt greifbar – ist. Dies wird das Unbewusste oder das Unterbewusstsein genannt. Es gibt viele Möglichkeiten das Unterbewusstsein zu beeinflussen. Zum Beispiel mit Affirmationen oder bewusstem Priming.

Meinung

Meiner Meinung nach: Wozu meint man denn etwas? Man meint, das Richtige zu vertreten. Viel Meinung ist da, um Auszudrücken, für wen man sich hält. Meinung ist das, was man zum geistigen „Meinem“ macht. Meinung meint Ich. Und Ich meint Du. Und Du und Ich und Meinung ist Kommunikation. Und da ist man wieder Eins. Alles ist eine Variation von sich selbst.

IMG_20180205_120520.jpg

Schmerz

Ich habe einen leichten Kopfschmerz. Nichts Schlimmes, aber ich gönne mir eine Schmerztablette. Eine gelegentliche Schmerztablette hat meines Wissens nach keine Nebenwirkungen.
Ich finde es generell richtig, kleine Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen, wenn es nicht mehr Nachteile als Vorteile hat. Wenn mir kühl ist, sorge ich für Wärme. Wenn ich durstig bin, trinke ich etwas. Wenn ich einen unbedenklichen Schmerz habe, dann tue ich etwas dafür ihn nicht mehr zu haben.

 

Moment

Man kann sich entscheiden, etwas zu tun und es dann auch tun. Aber das muss nicht sofort sein. Man kann den richtigen Moment abwarten. Den Moment, wo es plötzlich mühelos geht.
Man kann allerdings üben. Dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein relativ müheloser Moment kommt. Falls dieser richtige Moment nicht kommt, macht man sich etwas Mühe und das wars dann auch gewesen.  

Suche und Ziele

In meinem Café um die Ecke steht seit Jahren folgender Spruch: Wenn man etwas Bestimmtes lange genug sucht, findet man bestimmt uach etwas anderes. Und diese Erfahrung hat sicher jeder schon gemacht. (Dass es hier beachtet und in Worte gefasst wurde, gefällt mir sehr).

Und wer etwas Bestimmtes sucht, der sagt sich nicht: Wenn ich nur dieses Bestimmte suche, dann verbaue ich mir wahrscheinlich die Möglichkeit, andere Dinge zu finden!

Mit Zielen ist es auch so. Wer ein Ziel hat, wird auf dem Weg dorthin sicher auch andere Dinge finden. Ein konkretes Ziel gibt einen Wertmaßstab, Richtung, Drive, Motivation, Energie und Sinn.

Suchen.jpg

Barfußschuhe

Seit ich mein erstes Paar im letzten Sommer gekauft habe, lassen sich die Male zählen, die ich andere Schuhe getragen habe. Es ist eine neues Gehgefühl. Besonders bequem finde ich die von Leguano. Aber die von Vivo und Wildlings sind sicher auch top. Optisch sind sie vielleicht gewöhnungsbedürftig. Aber Hoppla: der Blick auf Birkenstocks hat sich in den letzten 20 Jahren auch geändert, wie man letztes Jahr nicht übersehen konnte.

3 Geld-Tipps

Wie viele der Probleme, Lasten oder Unstimmigkeiten im Leben lassen sich durch Geld lösen? Wohnsituation, Beziehung, Urlaub, Sport, Entspannung… Vielleicht lohnt es sich, weniger Energie darauf zu verwenden, ein Problem kreativ zu lösen und statt dessen zu überlegen, wie man nachhaltig mehr Geld verdienen kann. Einfach mehr zu Arbeiten wird hier selten die Lösung sein. 3 Tipps auf Englisch:

Frische

Der Blick auf die Menschen ist alles, was wir haben. Es ist der Blick auf unser Sein. Ich lese im Handbuch der Menschenkenntnis und staune, dass die heutige Welt über die Essenzen des Menschlichen nichts Neues zu berichten haben kann. Was hunderte Jahre vor Chr. geschrieben wurde, macht die frischen bloggerischen Erkenntnisse übers Menschsein eigentlich überflüssig. Allerdings: Der Blick auf die Menschen ist alles, was wir haben.

Literatur

Welche Bücher meinten meine Eltern und Lehrer, sollte man gelesen haben? Was bedeutet das heute für mich? Welche Filme meine ich, sollte mein Sohn gesehen haben? Welche Computerspiele und Serien werden für ihn die Hochkultur darstellen?

Ist Schönberg tatsächlich noch wichtig? Muss man noch wissen, wer Miles Davis war? Sollte man Keith Jarrett und Friedrich Gulda und Glenn Gould kennen? Und werden The Orb und Wolfgang Voigt in 10 Jahren auf einem Level diesen anerkannten Künstlern des 20. Jahrhundets stehen? Oder zersetzt die starke Brandung der Vergänglichkeit heutzutage das scheinbar Bedeutsame schneller denn je? Immer mehr Dinge, Medien, Wissen treiben durch unser Dasein. Und so werden wir von dem stärker werden Strom der Zeit sanft aber sicher in die Gesetze von Vergänglichkeit und Moment gedrängt.

Ja

Mit dem ersten Ja weiterzumachen ist für mich ein guter Tipp gewesen: Wenn etwas als richtige Möglichkeit erscheint Ja sagen und das Thema beenden. Ich bestelle das erste Gericht auf der Speisekarte, auf das ich Lust habe. Nicht ins Vergleichen und Abwägen fallen! Es gibt, um beim Beispiel des Essenbestellens zu bleiben, nicht das eine Gericht, das am besten für mich ist. Und falls ich es doch auf der Karte finden sollte, ist es vielleicht nicht so zubereitet, wie ich gehofft hatte.

In diesem Zusammenhang denke ich auch häufig an diesen freundlichen Vortrag von Derek Sivers.

Wach

Als ich gestern vorm Einschlafen noch schnell einen Blogeintrag für heute früh geschrieben habe, dachte ich mir, dass es doch auch schön wäre, früher dran zu sein mit dem Blogschreiben. Ich bat mein Unbewusstes: Liebes Unbewusste – bitte: ich möchte morgen früh um 6.45 aufwachen, mir den Computer nehmen und einen Blogeintrag schreiben. Bitte hilf mir über Nacht, dann etwas parat zu haben. Ich bin nun also rechtzeitig aufgewacht und siehe hier: es hat geklappt.

Nähe

Wer in eine andere Region reist, zum Beispiel nach China, der denkt, dass sich dort alle kennen und alle das gleiche Wissen über Dinge haben, über die man selbst nichts weiß. Und man versucht, diese Leute zu verstehen – die Schwaben, die Amerikaner, die Chinesen – das ganze Volk! Hoppla! Es ist wirklich so und ganz normal :-).

Wir versuchen unsere Partner, Kinder, Nachbarn, Geschäftspartner, Chefs und Angestellten zu deuten. Um uns selbst zu verstehen wälzen wir Bücher. Man kann viele Seiten schreiben, um sich klar darüber zu werden, was man selbst wirklich will. 40 Therapiestunden, um die eigentlichen eigenen Ängste kennen zu lernen, sind nichts.

In China unterhalten sich Expats darüber, wie sie das ganze chinesische Volk verstehen sollen! Im Prenzlauer Berg gibt es ein Vorurteil über Menschen aus Baden Würtemberg. In Indien sprechen Touristen aus dem Westen über „die Inder“.

mumbai.jpg

Filter

Ich bin so offen wie vielfältig. Ich unterhalte mich gern über alle möglichen Rezepte. Solange sie vegetarisch oder vegan sind. Ich liebe Musik und mein Geschmack ist vielfältig. Aber elektronisch sollte sie schon sein. Einschränkungen machen frei. hat Rainer Werner Fassbinder gesagt.*

Das Entscheiden ist so schwierig, weil es alles, wofür man sich nicht entschieden hat, ausschließt. Prinzipien sind Entscheidungen. Ziele sind Entscheidungen.

IMG-20190102-WA0001.jpg

*Was er auch gern gesagt hat: Life is so prescious, even right now. Und das ist ein gutes Ziel: Sich aus Prinzip im Zweifelsfall immer für den Moment zu entscheiden.

Soll und Haben

Wer sich 100 Dinge aufschreibt, von denen er meint, dass er sie (tun oder lassen) sollte, wird Erstaunliches feststellen.

Ich sollte:

  • bei der Arbeit mehr leisten.
  • nicht so viel arbeiten
  • mehr Sport treiben
  • mich nicht überanstrengen
  • nicht so viel Süßes essen.
  • häufiger mal Fünfe gerade sein lassen.
  • freundlicher sein.
  • direkter meine Meinung sagen, wenn mir etwas nicht passt.
  • nicht immer allen alles durchgehen lassen.
  • entspannter mit Leuten sein.
  • immer pünktlich sein.
  • mich nicht so zwanghaft hetzen.
  • nicht so viel auf mein Handy gucken.
  • mehr Zeit allein verbringen.
  • mich darum kümmern, meine alten Freunde häufiger zu sehen.

Hoppla! Sind so die Solltes in unseren Leben? Warum? Was nützen diese allgegenwärtigen Ambivalenzen? Abzuwägen ist nichts Schlechtes. Doch am besten, man schaut, wo man hin will, sucht den Weg raus und geht hin. Dann muss man nicht bei jeder Abzweigung zweifeln. Ziele helfen. Prinzipien helfen.

Prozentrechnung

Am liebsten trinke ich Wasser, bevorzugt mit Kohlensäure. Aber komisch: Wenn ich besonders durstig bin, habe ich oft Lust auf eine Variation mit Zucker. Das stillt den Durst nicht besser und erhöht auch die Lust am Dusrtlöschen nicht. Da scheint ein Gedanke zu schlummern, der meint, dass ich aus meinem Durst mehr machen sollte.

Die Welt steckt voller Gefahren. Wer mehr als 100% will, zieht ab, was er hinzufügen möchte.

Löwen.jpg

150% Arbeiten? Sorry – 100% minus Freunde und Familie minus Entspannung – Weiterbildung minus ausreichend Schlaf = 50%

190% sportlicher Einsatz? 190% minus 3 Monate Bänderriss = 10%

175% Lebensfreude durch Rausch? 100% minus Nachwehen minus geborgte Freude und Inspiration = 25%

Reframing 3

Reframing geht auch handfest und aktiv. Aufräumen, Umräumen, Ordnen, Musik anmachen, Ohrstöpsel reinmachen, Pläne machen.

Eines der schönsten Reframings hatte ein Freund von mir als chinesisches Sprichwort aufgehängt. Anzhi feifu wurden die Schriftzeichen auf seiner Kalligraphie gesprochen:

Wer weiß, ob es nicht doch Glück war.

Es war Glück! Denn von hier aus weiter entfaltet sich das Leben. Und es ist ein Glück, am Leben zu sein. Wir können nur am Vergleich messen. Und ich habe noch nichts besseres erlebt.

Anrufe von alten Freunden

Wenn man lange nicht gesprochen hat, gibt es viel zu erzählen. Viel zu viel. Was ist wichtig? Wo soll man anfangen, wenn man nur 5 – 15 Minuten telefoniert? Am wichtigsten ist, ob es so insgesamt gut geht. Neuer Job, neues Kind? Job verloren, Partner verloren? Alles, was man sonst anspricht, scheint besonders wichtig zu sein. Deutlich wichtiger, als man es eigentlich selbst empfindet.

Interessant sind die kleinen Dinge: ein Plattentipp und eine Rezeptempfehlung. Aber ein paar Eckdaten braucht man schon, damit man weiß, mit wem man es zu tun hat. Noch ganz der Alte mit Variationen.

Woraus besteht das Leben? Wichtig ist, wann man sich wiedersieht. Freunde will man live erleben.

Ende und Anfang

Wunderbar zum Jahresausklang. Der perfekte Soundtrack zum Jahreseinstieg. Ursprünglich zur Mitte des Jahres erschienen: Seit sieben Monaten online auf Soundcloud. Und mich hat es gerade erst kalt erwischt. Dank RA’s Best Mixes 2018 bin ich wieder im DJ-Metatron-Fieber.

Hoppla! Ein fast dreistündiges Album, das dem Künstler aus den Händen gerissen worden wäre, hätte er es nicht nur umsonst bei Soundcloud angeboten. Nice!

DJ Healer – Planet Lonely. Tatsächlich wäre ich zu jedem Zeitpunkt des Jahres froh über diese Musik gewesen und sie hätte, wie sie es gerade tut, alles andere von den Plattenspielern und Playlists verdrängt.