Erfüllung

Wenn etwas unnatürlich oder umständlich erscheint, kann es trotzdem vernünftig sein, es auszuprobieren. Manchmal treten Versprechen, die zu schön zu sein scheinen, um wahr zu sein, ein.

Wie wäre es, wenn es etwas gäbe, was wir 20 Minuten jeden Tag machen, wodurch wir kaum mehr krank werden?

Wie wäre es, zwei Stunden pro Woche zu investieren, um ab 50 nicht schnell und sicher zu vergreisen, sondern bis ins hohe Alter beweglich zu bleiben?

Lohnt es sich 15 Minuten am Tag zu investieren, um die Chance finanziell unabhängig zu werden zu verzehnfachen?

Was ist der Zeitwert für die Verwirklichung von Lebensträumen?

Bevor wir Zeit, Anstrengungen und Geld investieren, lohnt es sich herauszufinden, was die eigenen Träume wirklich sind und was wir uns von ihnen versprechen.

7 Tricks

Wenn man etwas will, dann gibt es einen Weg zu dem Gewollten. Der Weg beinhaltet Hürden und Durststrecken. Ein Problem entsteht erst, wenn man vor einer Hürde steht, über die man nicht rüber will, weil man nicht weiß, was auf der anderen Seite ist.

Ein Grundschüler will nicht sein Abi, er will Handy spielen!

Und ob wir wollen oder nicht: in jedem von uns steckt ein Grundschüler. 7 Tricks helfen, die Hürden im Unbewussten einfach zu überwinden:

  1.  Ein Ziel, das so groß ist, dass die Hürden es nicht verdecken (Fokus)
  2. gute Gründe (die man visualisieren kann)
  3. Meilensteine (sichtbare Horizonte)
  4. Visualisieren (das Unbewusste motivieren)
  5. den kleinstmöglichen nächsten Schritt kennen (Minihürden)
  6. Erfolgserlebnisse (Selbstvertrauen)
  7. die Gewohnheit, weiterzumachen (Drive)

30-Zone Berlin

  • leise
  • sicher
  • entspannt
  • geschmeidig
  • fahrradfreundlich

 

  • weniger Schilder
  • übersichtlich

 

  • schöneres Stadtbild
  • besseres Stadtimmage
  • fußgängerfreundlich
  • raserunfreundlich
  • umweltfreundlich

 

Im eigenen Leben ist man nicht auf die irrationalen Entscheidungen anderer angewiesen. Jeder kann gemäß seiner Werte Entscheidungen für sein Leben treffen, die:

  • vereinfachen
  • effektiver machen
  • entspannen
  • froh machen
  • frei machen
  • fit machen
  • freundlich machen
  • dynamisch machen
  • gesund machen
  • persönlichen Erfolg verwirklichen
  • erfüllen

 

Tatoos

Ich bin mir nicht sicher, warum man sich tätowieren lässt. Ich könnte mir vorstellen, dass Tätowierungen gut sind, um zu üben, seinem früheren Ich zu verzeihen. Aber wahrscheinlich ist die Intention das Gegenteil: man wünscht sich, die gegenwärtige Geisteshaltung für die Zukunft zu bewahren. Ich habe mir nie etwas bewahren können. Und so bin ich froh, dass ich mir als kleiner Junge keine Legomännchen tätowiert habe, als Jungjugendlicher keinen Popstar und als Spätjugendlicher keine psychedelischen Muster.

Aber vielleicht sind Blogeinträge so etwas, wie kleine Tätowirungen. Öffentliche, (und wenn mann sie nicht wegmacht) dauerhafte Bekenntnisse zur gegenwärtigen Geisteshaltung.

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P.S.: Als Achtzehnjähriger wartete ich auf die S-Bahn, um in ein Tatoo-Studio zu gehen und mich zu erkundigen. Da kam ein Mann und fragte mich, was ich vor habe und ich erzählte es ihm. Er zeigte mir seine Tätowierungen, die er sich gerade nach und nach teuer, schmerzhaft und nicht besonders ansehnlich entfernen lies. Irgendwann nerven einen diese Bilder, glaub mir. Lass es bleiben, sagte er und fragte, ob ich kiffen würden. Er gab mir etwas Hasch und empfahl mir erstmal einen Joint zu rauchen und nachzudenken. In die Bahn bin ich dann nicht gestiegen.

Wenn ich heute jemandem diese Geschichte erzähle, erscheint sie mir wie ein Märchen. Aber so war es. Und ich bin diesem netten Mann, der wie aus dem Nichts kam dankbar.

Ajahn Brahm

Mehrfach habe ich die Geschichtchen in Die Kuh, die weinte von Ajahn Brahm gelesen. Ajahn Brahm leitet ein buddhistisches Kloster in Australien. Wie man im Buch erfährt war er Schüler von Ajahn Chah und hat einige Jahre unter härtesten Bedingungen als Waldmönch gelebt.

Das Buch enthält viele Wohlfühlgeschichten, buddhistische Weisheiten und Anekdoten. Gegen Ende des Buches gibt er auch noch einige wertvolle Meditations-Tipps.

Es gibt noch ein oder zwei ähnliche Bücher von ihm, aber dieses gefällt mir am besten.

Doppelt

Alles, was ich über Lebenshilfe schreibe, kann man auch geballt und ausführlich bei Tony Robbins oder Brian Tracy finden. Alles zu Dualismus, Daoismus, Advaita und Spiritualität bei z.B. Anthony de Mello.

Worte und Einsichten wachsen im Verstand wie Pflanzen aus der Erde. Bäume, Blüten, Schlingpflanzen, Unkraut, Früchte. Unaufhaltsam entstehen Symbiosen und Variationen.

Pflanzen

Streit

Die Advaitisten sagen: das Ich müsse erkannt werden. Dann wird dessen Nichtexistenz deutlich und das reine Bewusstsein tritt in den Vordergrund. Die Erkenntnis der Nichtdualität bleibt, das ist Glückseligkeit.

Der Buddhist Ajahn Brahm sagt, es gibt keine Erleuchtung ohne vorangegangene Lichterscheinungen (Nimittas).

Die Advaitisten sagen, es brauche keine Erscheinungen. Alles was kommt, geht auch wieder und ist damit eine Illusion des Verstandes.

Wo Worte sind, sind Meinungen. Wo Meinungen sind, sind Widersprüche. Wer Worte benutzt, muss sich festlegen und in Kauf nehmen, widerlegt zu werden.

Wo mit Worten um Wahrheit gerungen wird, behällt keiner Recht. Das muss nicht heißen, dass die Unwahrheit gesagt worden ist. Die Dinge sind aus verschiedenen Blickwinkeln einfach anders.

Milton

Eines der Bücher, die ich häufig gelesen habe, ist Jeffrey Zeigs Mitschrift eines Seminars von Milton H. Erickson. Das Buch hat den sehr schönen Titel Meine Stimme begleitet Sie überall hin. Es gibt einzigartig interessante Einsichten über die Heilungsmöglichkeiten der medizinischen Hypnose und in die echte Menschenkenntnis und Kreativität Ericksons. Allein die Lebensgeschichte Ericksons, die in der Einführung erzählt wird, ist wie ein Wunder. Und seine Weisheit ist fernab von allem Religiösen, Mode-Psychologischen, von NLPlerischer Alleswisserei und theoretischer Philosophie.

Dieses Buch ist voll von wahren Heilungsgeschichten. Es ist eingängig, lehrsam und herzerwärmend erhebend. Wenn ich regelmäßig Bücher an Freunde verschenken würde, wäre dies wahrscheinlich der Titel, den ich am häufigsten verschenkt hätte. Ich werde es noch ein paar Mal lesen. Wer es sich bestellt und die ersten Seiten liest, wird schnell wissen, was ich meine.

Alte Bekannte

Wenn man hofft, dass die eigene Zukunft sich so entwickelt, wie man es sich wünscht, reicht das unter Umständen nicht: man muss wissen, dass es so passierten wird!

Erstens muss man sich etwas wünschen und vorstellen und zum Ziel erklären.
Zweitens gucken, ob man sich nicht das Gegenteil auch wünscht. (Am besten schriftlich).
Drittens muss man das Hoffen irgendwie überspringen und stattdessen wissen, dass es so kommen wird. (Weil man es hofft).
Viertens muss man zur Sicherheit auch Nachhelfen. Dann kommt man seinem Ziel entgegen. Man läuft nicht versehentlich aneinander vorbei, sondern kann sich schon aus sicherer Entfernung zuwinken und als alten Bekannten begrüßen.

Urteile

Wenn man es mit einer Person zu tun hat, (mit einer anderen, oder der eigenen), ist es häufig hilfreich, daran zu denken, wie diese Person ein Baby war und ein Kind und eine Jugendliche. Diese Person hat viele unvermeidliche Stufen und Erfahrungen hinter sich, die ihr vom Leben meist ungebeten präsentiert wurden.

Wer dies ausprobiert, wird merken, dass das eigene spontane Urteil über den Anderen nur ein Spiegel der eigenen Wünsche und momentanen Bedürfnisse ist.

 

Eine andere sehr hilfreiche Vorstellung gegenüber Menschen ist, sich über sie vorzustellen, wie sie sich aus einem inneren Selbstverständnis heraus, liebenswürdig, umsichtig und zuvorkommend anderen gegenüber verhalten.

Diese Visualisierung ist einfach. Wer sich so etwas über die nächsten fünf bis zehn fremden Menschen vorstellt, wird Erstaunliches feststellen.

Kraft

Die Kraft, nicht nur freundlich zu tun, sondern im Herzen freundlich zu bleiben, auch wenn es etwas anstrengend wird. Die Kraft, die Runde zu verlassen, weil man müde ist, obwohl es gerade so nett ist. Die Kraft nein zu sagen, weil man zu erschöpft ist.
Aber auch die Kraft trotzdem weiter zu machen und über den Berg zu kommen. Die Kraft, Dinge mit Würde zu Ende zu bringen.

Abwägen kostet Kraft und man muss es dauernd tun. Jeder durchdachten Handlung geht eine Abwägung voraus. Es lohnt sich, stark zu sein.

Gedanken

Was als fertig formulierter Gedanke im Verstand ankommt, ist die Spitze des Eisbergs. Der Gedanke entsteht in Verbindung mit dem, was unter der Oberfläche – nicht sichtbar, nicht direkt greifbar – ist. Dies wird das Unbewusste oder das Unterbewusstsein genannt. Es gibt viele Möglichkeiten das Unterbewusstsein zu beeinflussen. Zum Beispiel mit Affirmationen oder bewusstem Priming.

Frische

Der Blick auf die Menschen ist alles, was wir haben. Es ist der Blick auf unser Sein. Ich lese im Handbuch der Menschenkenntnis und staune, dass die heutige Welt über die Essenzen des Menschlichen nichts Neues zu berichten haben kann. Was hunderte Jahre vor Chr. geschrieben wurde, macht die frischen bloggerischen Erkenntnisse übers Menschsein eigentlich überflüssig. Allerdings: Der Blick auf die Menschen ist alles, was wir haben.

Ja

Mit dem ersten Ja weiterzumachen ist für mich ein guter Tipp gewesen: Wenn etwas als richtige Möglichkeit erscheint Ja sagen und das Thema beenden. Ich bestelle das erste Gericht auf der Speisekarte, auf das ich Lust habe. Nicht ins Vergleichen und Abwägen fallen! Es gibt, um beim Beispiel des Essenbestellens zu bleiben, nicht das eine Gericht, das am besten für mich ist. Und falls ich es doch auf der Karte finden sollte, ist es vielleicht nicht so zubereitet, wie ich gehofft hatte.

In diesem Zusammenhang denke ich auch häufig an diesen freundlichen Vortrag von Derek Sivers.

Jagen

Ich lese und höre Selfhelptexte. Bücher, Blogs, Newsletter, Hörbücher, Vorträge, Workshops, Audioprogramme, Podcasts. Ich höre Motivationssprecher, NLP-Coaches, Business-Gurus, Geführte Selbsthypnosen, zusammengefasste Bücher auf Blinkist und, falls es noch etwas gibt, das wahrscheinlich auch.

Selfhelp? Klingt, als hätten die Selfhelper ein Problem und wollten sich nun selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen! Meinetwegen. Auch das könnte funktionieren. Und wollen wir nicht durch jedes Stück Musik, durch jeden Text den wir lesen und natürlich, durch jeden Euro, den wir ausgeben etwas mehr Tiefe in unserem Leben, etwas mehr Wahrheit, etwas mehr Glück? Selfhelp ist vielleicht nicht der eleganteste Weg. Aber er ist ehrlich und direkt.

Gerade habe ich in der Leseprobe von Tony Robbins Buch mit dem sympathischen Titel Das Robbins Power Prinzip die folgenden ermunternden Zeilen gelesen:

Der Grund, warum ich mehr als siebenhundert Bücher gelesen, Tonbänder angehört und so viele Seminare besucht habe, ist das Wissen um die Macht einer einzigen wahren Erkenntnis. Vielleicht ist sie auf der nächsten Seite oder im nächsten Kapitel des Buches verborgen.

Disziplin 2

Die vielleicht wichtigste Disziplin in der Lebensführung ist Kommunikation. Weil alles Leben sozial ist. Eine der großen Bedrohungen der guten Kommunikation ist Ärger. Gereizte Kommunikation kann nicht gut sein.

Noch wichtiger ist es, Zuzuhören. Sehr schwierig, sehr wichtig. Und wie schafft man das? Ich arbeite noch daran, das herauszufinden. Ich denke, es ist gut, während das Gegenüber spricht, nicht daran zu denken, worauf man selbst hinaus will…. Aber hoppla! Das ist schon eine Technik für Fortgeschrittene.

Was hier so schwierig ist, dass wir in unserer Kommunikation routiniert sind. So sind wir nur all zu leicht verführt, in alte Muster zu verfallen und keine neuen Verhaltensregeln bei uns zu etablieren.

Zwei (nicht einfach zu befolgende) Regeln sind:

  • den anderen ausreden lassen
  • nicht länger als drei Minuten am Stück sprechen

Das mag trivial erscheinen, aber wenn man diese beiden Punkte gemeistert hat, kann man in den nächsten Stufen weitermachen, die Ärger, Zuhören und gedankliches Vorauseilen beinhalten.

Angst

So gern ich Amazon habe: Ich fürchte es auch. Artikel, warum man Amazon fürchten sollte, wage ich schon gar nicht mehr zu lesen, weil ich Angst habe, danach deprimiert und resignierend weiterleben zu müssen.
Wenn ich nach Alternativen suche, finde ich Utopia.de. Ich kenne jemanden, der aus Prinzip nichts mehr bei Amazon bestellt. Sein Leben funktioniert gut. Ich denke mir gerade, ich mache da mal mit und gucke, wie es läuft.

Vielleicht kann ich dann in zwei Jahren schreiben: Seit zwei Jahren kaufe ich nicht mehr bei Amazon ein. Ich bekomme trotzdem alles, was ich brauche, habe nicht das Gefühl Zeit zu vertrödeln und komischer Weise (oder auch nicht) gebe ich nebenbei auch weniger Geld aus. Ich gehe sogar so weit, alle sechs Monate für einen Monat gar nichts mehr online zu kaufen. Auch das bereitet große Freude und macht mein Leben reicher. Ich überlege mir was ich will und sehe die Welt und Menschen, die wohl durchdacht ein Sortiment zusammenstellen und ihre Geschäfte einrichten.

 

Entscheidungen

Es gibt einige Entscheidungen des Nicht-mehr-Tuns, zu denen ich mich regelmäßig beglückwünsche. Ich würde soweit gehen zu sagen, dass ich eine gute Handvoll solcher Entscheidungen getroffen habe, an deren Richtigkeit ich nie gezweifelt habe.

Vor fast drei Jahren habe ich mich entschieden, keine Onlinepresse mehr zu lesen. Kein durchscrollen von News aller Art mehr. So kann ich selbst entscheiden, was ich lese. Und wenn ich am Computer arbeite, ist die Versuchung aus der gegenwärtigen Tätigkeit wegzuklicken relativ gering.

Und so passiert es täglich, dass ich mein Smartphone in die Hand nehme, einschalte und einfach nur daraufschaue. Dann ist da nichts, was ich tun könnte und ich lege es wieder weg.

Daodejing 3

Der zweite Vers nach Zählung der alten Ausgaben (vor Mawangdui). Eine gute Erklärung des buddhistischen Alles-ist-Eins. Und Hoppla!: Als logische Konsequenz die Negierung des Freien Willens. So schlicht und so wahr. Eine einfache Erkenntnis mit weitreichender Konsequenz, die weitreichender kaum sein könnte. Wunderbar!

2
Das als schön Erkannte definiert das Häßliche.
Das Gute definiert das Schlechte.
Sein und Nichtsein entstehen gemeinsam.
Wie Schwer und Leicht.
Wie Lang und Kurz.
Wie Hoch und Tief.
Wie Geräusch und Klang.
Wie Vorher und Nachher.

Wer dies erkannt hat, der weiß, dass es kein eigenständiges Handeln gibt.
Er missioniert nicht. Er handelt nach seiner Erkenntnis.
Doch er antwortet, wenn er gefragt wird.
Was er erschafft, hält er nicht für sein persönliches Werk und Eigentum. Er ist nicht stolz.
Er macht einfach weiter mit dem Nächsten und immer kommt Neues.

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