Miyazaki

Hayao Miyazaki ist in Japan wahrscheinlich jedem ein Begriff. Jeder kennt dort seine Filme. Ich schaue mit meinem Sohn nach und nach seine bekanntesten Filme und staune über seine Dartellung von Mensch, Natur und Mystik. Ich freue mich darauf, die Filme in den nächsten Jahren noch einige Male zu schauen. Heute habe ich Mein Nachbar Totoro gesehen und mich dabei sehr wohl gefühlt. Auch toll Pinzessin Nausicaä, Prinzessin Mononoke, Das wandelnde Schloss und Chihiros Reise ins Zauberland. Ich denke, dass diese Filme für jeden, der gern Filme schaut eine Bereicherung sind.

Weltbühne

Wenn wir eine einigermaßen heile Welt unmittelbar vor Augen haben, wollen wir, dass es so bleibt. Aber Dinge verändern sich. Und so bleibt das Weltgeschehen, wie es ist und immer war.

Die Welt nimmt immer ihren Lauf und es bleibt spannend. Denn endlich gibt es die Weltbühne. Sogar mit mehr Organisationen, Projekten, Menschen und Informationen, als man sich je hätte erträumen können. Massensterben, Völkerwanderungen und verrückte Megaherrscher hat es immer gegeben. Und wir erfahren etwas über die Hintergründe. Und wir erfahren nicht erst davon, wenn es schon zu spät ist. 

Wovon wir heute auch erfahren, sind die Dinge, die besser werden: Weltweite Medizinische Versorgung und Katastrophenhilfe, mehr Gleichberechtigung, geringere Kindersterblichkeit, mehr Schulbildung. Selbst wenn die Blase platzt, wird die Menschheit besser dastehen, als vor 200 Jahren.

 

 

Mengzi

Die Welt ist Wandel. Aber einiges bleibt: immer wollen Menschen ihr Gewissen retten. Um das einigermaßen solide zu tun, muss man feste Werte haben. Schmerz, Sterben, Leiden, Leid zufügen, Schmerz zufügen, nicht den Grundlebensstandard zu haben, den viele andere haben: das ist alles schlecht. Gut ist es, besser zu werden und Frieden zu finden. Mengzi* hatte recht, wenn er sagte: Wie es die Natur des Wassers ist, abwärts zu fließen, ist es die Natur des Menschen aufwärts zu streben.

Doch wenn feste Werte ins Relative gemeißelt werden sollen, braucht die hohe Philosophie mehr Worte, als wahr sein können. Wie viele Worte müssen es mindestens sein und wie viele höchstens, um die Wahrheit zu benennen? Ist es ein Satz oder eine Bibliothek?

Wenn Worte in Spiel kommen, gibt es so viele Wahrheiten, wie Wortkombinationen. Jenseits der Worte gibt es nur eine Wahrheit, aber sie kann nicht genannt werden.

 

*Ein sehr zu empfehlender Wikipediabeitrag

 

Ausschnitte

Die Welt hat jedes Individuum perfekt in sich eingepasst. Jedes Individuum wird umgeben mit Eindrücken und Möglichkeiten und verbindet diese mit seinem Willen.

Den Weltausschnitt, in dem wir uns bewegen, haben wir passgenau auf uns zugeschnitten. Hier und da zwickt es mal. Aber im großen und ganzen passt unser Leben um uns herum so gut wie die Kleidung, die wir tragen. Und wir vertragen es so gut, wie das Essen, das wir essen.

Unser Leben ist das Wechselspiel von Ursache und Wirkung.

Sanft

Die schönsten Symbiosen entstehen aus vereinten Gegensätzen. Das Sanfte gibt dem Kraftvollen eine besondere Legitimation. Das Grobe und das Vollendete erheben sich miteinander. Das Yin und Yang ist nicht nur ein hübsches Zeichen. Die Weisheit des Yin und Yang lehrt uns die Einheit – Erkenntnis statt Urteil.

Geschichte

Wer auf die Welt kommt, hat sich nicht ausgesucht, wer seine Eltern sind, wo auf der Welt er erscheint und denkt nicht darüber nach, wie die ersten persönlichen Handlungen sein sollen. Alles passiert einfach. Das Baby reagiert mit seiner Genetik, die es nicht selbst ausgewählt hat, auf die Einflüsse der Welt. Und so geht es weiter, Tag für Tag.

Was nicht auftauchen wird, ist der Tag, an dem etwas Zusätzliches in die Person eintaucht, oder aus der Person auftaucht, das sagt: So! Jetzt übernehme ich das Ruder. Jetzt treffe ich mal MEINE Entscheidungen. Dieser Gedanke wäre zu jedem Zeitpunkt ein Resultat des Zusammentreffens von Welteinflüssen mit Geschichte und Genetik des Körperlich-Geistigen der sogenannten Person. Was die Person tut, bleibt ein Reagieren auf das, was mit Körper und Geist in Berührung kommt. Es gibt keinen möglichen Moment, in dem sich das ändern kann. Dies macht es der Person unmöglich, einen selbstbestimmten freien Gedanken zu denken. Jeder Gedanke ist ein Resultat der Geschichte.

Der Wille ist frei, aber er ist von der Person nicht frei gewählt. Welche Konsequenz kann man daraus ziehen? Wir müssen uns nicht verbissen anstrengen und kämpfen. Wir machen unser Leben nicht selbst. Wir sind ein Teil des Ganzen und können in die Beobachterrolle gehen uns uns als dieses Ganze wahrnehmen. Das macht dankbar und entspannt. Dies schafft in der Person Raum, dankbarer und entspannter in der Welt zu Handeln.

 

 

Betrieb

Wenn die Mitte verblasst, bietet sie selbst den Angepasstesten keinen Halt mehr. Wenn die Werte der Mitte von Beliebigkeit verwaschen, werden sie instabil und schwach. Deutliche Werte bieten Halt und Richtung. Es soll ja schließlich irgendwo hingehen. Auch die Konservativen möchten nicht auf der Stelle treten, sondern teils den Status Quo festigen, teils zurück dahin, wo sie nie war.

Das, was wir als Falsch verstehen, bietet uns die Möglichkeit, Stellung zu beziehen und unsere Werte zu erhellen und zu erkennen. Es fordert uns auf, unsere Wahrheit zu prüfen, um unsere Argumente zu schärfen.

Wandel ist unaufhaltsam, er besitzt den Zahn der Zeit. Nichts kann ihm widerstehen. Auch wir müssen unsere Werte und Ziele regelmäßig überprüfen und überarbeiten.